?

Log in

No account? Create an account

zurück | vor

Bingo-Prompt 1, Karte 2

Titel: Nachbarschaftliche Hilfe I
Prompt: Prompt 81[kleiner Spoiler]Kleider im Kleiderschrank, Zahnbürste auf dem Waschbeckenrand – man lebt schon zusammen, obwohl man es selbst nicht bemerkt hat

Genre: Freundschaft
Zusammenfassung: Thiel wird von Herbert im wahrsten Sinne des Wortes im Regen stehengelassen. Zum Glück hat er ja Boerne.
Anmerkungen: In dieser Geschichte passiert eigentlich absolut gar nichts
A.N. 1: Ohne Beta, es werden wohl noch einige Fehler drinstecken
A.N. 2: ich habe sehr gelacht, als ich diese Aufgabe bekommen habe
Wörter: 4300



Es war kurz vor zehn, als Hauptkommissar Frank Thiel sein Rad im Fahrradständer vor dem Haus abstellte. Eigentlich hatte er viel früher Feierabend machen wollen, schließlich hatte er in den letzten Tagen keinen Mordfall zu untersuchen gehabt sondern lediglich alte Akten aufgearbeitet, Schreibkram erledigt und sich um tausend liegengebliebene Kleinigkeiten gekümmert. Warum es dabei heute so spät werden konnte, war ihm selber fast ein Rätsel. Vielleicht lag es daran, dass diese Verlegenheitsarbeiten ihm nicht sonderlich zusagten; dementsprechend war er einfach mit wenig Enthusiasmus dabei.
Es war sogar fast so, dass er sich nach einem neuen Fall sehnte. Aber jetzt, kurz nach Neujahr, schien in Münster und Umgebung ein wenig Ruhe eingekehrt zu sein.
Natürlich war das nur eine Frage der Zeit.


Heftig erschaudernd wischte Thiel sich seine tropfnassen Haare aus dem Gesicht, während er mit wachsender Ungeduld sämtliche Hosen- sowie Jackentaschen nach seinem Fahrradschlüssel durchsuchte – und das war weiß Gott keine einfache Aufgabe, seine Hände waren vor Kälte dermaßen starr, dass er sie kaum bewegen konnte.
Es kostete ihn mehr als eine Minute und eine Vielzahl eindrucksvoller Flüche, bis er es geschafft hatte, mit seinen tauben Fingern den Schlüssel ausfindig zu machen und schlussendlich sein Rad anzuketten.
Hatte er sich bis dahin noch darauf gefreut, nun endlich aus diesem unerträglichen Eisregen fort und in seine gemütlich warme Wohnung zu kommen, sah er sich leider getäuscht – denn sein Haustürschlüssel, mit dem sein Vater heute ausnahmsweise unterwegs gewesen war, fand sich, ganz entgegen der Vereinbarung, die sie getroffen hatten, nicht an seinem üblichen Platz hinter dem Fahrradständer; und auch nicht in allen anderen Verstecken, die sie im Laufe der Jahre so ausgemacht hatten.
Für eine Weile gab Thiel sich der Hoffnung hin, dass er in der Dunkelheit den Schlüssel einfach übersehen habe, aber auch nach einer zweiten und dritten Kontrolle aller Verstecke stand er mit leeren Händen da.
Na wunderbar. Warum hätte das auch klappen sollen.

Eilig und sich erneut schüttelnd musterte Thiel die Parkplätze an der Straße, in der Hoffnung, dass sein Nachbar vielleicht daheim sei, Boerne hatte schließlich einen Ersatzschlüssel zu seiner Wohnung. Doch zu seiner großen Enttäuschung konnte er den PS-starken Wagen des Professors nirgendwo entdecken.
Nicht, dass er darüber verwundert gewesen wäre, wusste er doch sehr genau, dass sein Kollege schon seit Tagen über einem Problem brütete und sein Institut seit schätzungsweise sechsunddreißig Stunden nicht verlassen hatte. Er hatte wirklich nichts anderes als einen mysteriösen Todesfall im Kopf, von dem er überzeugt war, dass es sich um einen Mord handelte.
Jeder Normalsterbliche wäre inzwischen längst nach Hause gefahren um zu duschen, zu essen und auszuruhen. Aber wenn Boerne sich derart in etwas verbissen hatte, galten für ihn nicht die gleichen Regeln wie für den Rest der Menschheit, das hatte Thiel schon vor Jahren gelernt.

Frustriert seufzend sackte er ein wenig in sich zusammen und durchwühlte ein weiteres Mal mit seinen eiskalten Händen alle Taschen, diesmal auf der Suche nach seinem Mobiltelefon. Mit zitternden Fingern zog er es hervor und wählte die Nummer seines Vaters, während er unter dem Vordach der Haustür Zuflucht vor dem wirklich eisigkalten Dauerregen suchte, der ihn längst bis auf die Knochen durchnässt hatte.
Wie sein Glück es so wollte, gelang es ihm nicht, seinen Vater zu erreichten; Herbert meldete sich weder am Festnetzanschluss noch an seinem Handy.
Thiel war wahrlich kurz davor, sein Telefon mit einem frustrierten Knurren auf den Boden zu schmettern, doch in diesem Moment näherte sich ein ihm nur zu bekanntes Motorengeräusch. Wie elektrisiert blickte er auf und tatsächlich durchschnitten wenige Sekunden später die gleißenden Scheinwerfer des dunklen Audis die Dunkelheit, um kurz darauf zu erlöschen, als der Wagen auf dem Parkplatz abgestellt worden war.
Grenzenlose Erleichterung durchflutete den durchgefrorenen Thiel, als er beobachtete, wie Boerne ausstieg und durch den strömenden Regen Richtung Haus rannte.


Der Professor war bis auf wenige Meter herangekommen, bevor er Thiel bemerkte. Sein Gesicht spiegelte Verwunderung, als er förmlich unter das schützende Vordach sprang. „Was stehen Sie denn hier so herum?“
„Mensch Boerne, gut dass Sie da sind! Vaddern hat meinen Schlüssel einstecken, ich kann nicht rein.“ Thiel merkte selber, dass seine Zähne klapperten, so stark zitterte er inzwischen. „Können Sie mir Ihren Ersatzschlüssel leihen?“ Er machte einen Schritt zur Seite, um den Weg zum Schlüsselloch freizugeben.

Kaum hatte sein Nachbar geöffnet, bedeutete er Thiel mit einem energischen Kopfnicken, voranzugehen. Aufatmend trat Thiel ins Treppenhaus, das ihm im Vergleich zu der Kälte draußen schon heimelig warm vorkam.
Gleich hinter ihm warf Boerne die Tür ins Schloss und wandte sich dann mit einem Stirnrunzeln zu ihm um.
„Thiel, leiden Sie an Demenz? Den Ersatzschlüssel haben Sie sich an Weihnachten für Ihre Tante geliehen und mir seitdem nicht zurückgegeben.“

"Kacke.“ Das konnte doch nicht wahr sein! Aber natürlich hatte Boerne Recht, jetzt fiel es ihm selber auch wieder ein.

Vermutlich waren ihm gerade sämtliche Gesichtszüge entglitten; bevor er allerdings noch ein weiteres Wort sagen oder sich überhaupt fragen konnte, wie es nun weitergehen sollte, wurde er von Boerne gepackt und zur Treppe gedreht. „Sie müssen aus diesen nassen Sachen raus, Sie holen sich ja den Tod.“

Ehe er sich’s versah, hatte sein Nachbar ihn in den ersten Stock geschleift, die Tür geöffnet und ihn rigoros in die Wohnung und gleich durch bis ins Badezimmer geschoben. „Sie werden jetzt erst einmal heiß duschen, sonst liegen Sie morgen mit einer Pneumonie flach.“
Thiel starrte nur wortlos aber dankbar, als Boerne zwei dicke Handtücher aus dem Schrank nahm und ihm in die Hand drückte. „Wagen Sie nicht, Ihre triefenden Sachen wieder anzuziehen, die kommen in den Wäschetrockner.“ Mit diesen Worten verließ er das Bad, bemerkte nur noch: „Sie können meinen Bademantel ausleihen.“
Weg war er, doch meinte Thiel ein gemurmeltes „Der muss ohnehin in die Wäsche…“ verstanden zu haben, bevor die Tür ins Schloss fiel.

Ungläubig schüttelte er den Kopf, fing dann aber zügig an, sich aus seiner klatschnassen Kleidung zu schälen; ihm war wirklich so kalt wie schon seit vielen Jahren nicht mehr.


Die heiße Dusche war eine wahre Wohltat. Thiel genoss es, langsam wieder warm zu werden und stand so lange unter dem Brausestrahl, bis Nebelschwaden durch das Bad waberten und das Wasser langsam kälter wurde.
Nachdem er sich abgetrocknet hatte, fuhr er sich kurzerhand mit Boernes Kamm, der wie immer auf der Ablage unter dem Spiegel lag, durch die Haare. Danach wickelte er sich wie angewiesen in den Bademantel, der innen an der Tür an einem Haken hing.


Als er mit dem Stapel triefend nasser Kleidung in der Hand aus dem Bad marschierte, öffnete sich zeitgleich die Eingangstür und sein Nachbar trat mit einem Wäschekorb unter dem Arm zurück in die Wohnung.
Boerne musterte ihn über seine Brille hinweg von Kopf bis Fuß bevor er mit einem eindeutig zynischen Unterton bemerkte: „Na endlich. Ich habe zwischendurch die Befürchtung gehegt, Sie wollten sich ertränken. Fühlen Sie sich besser?“
Thiel reagierte gar nicht auf die Spöttelei, sondern nickte nur nachdrücklich. „Ja, danke.“ 

Seinen Dank ignorierend, machte Boerne nur eine bezeichnende Geste mit dem Kopf. „Kommen Sie mal her, ich habe etwas zum Anziehen für Sie.“
Verwundert trat Thiel näher und seine Augenbrauen wanderten langsam bis unter den Haaransatz, als er sah, wie Boerne eine St-Pauli-Jogginghose, ein ebensolches T-Shirt und sogar Unterwäsche und Socken aus dem Wäschekorb zutage förderte und auf dem Sideboard deponierte.

"Wo haben Sie denn jetzt meine Klamotten her?“

Boerne verdrehte nur die Augen. „Thiel, die hängen seit vorletzter Woche Mittwoch im Keller auf der Wäscheleine. Sie scheinen Ihre Sachen ja nicht wirklich vermisst zu haben.“
Mit diesen Worten hielt Boerne ihm den nun leeren Wäschekorb unter die Nase und kaum dass Thiel ihn genommen und seine nasse Kleidung hineingeworfen hatte, verschwand der Professor in Richtung seines Schlafzimmers. „Einen Pullover habe ich auch noch von Ihnen. Den haben Sie im Auto liegen lassen, als wir nach der Silvesterfeier aus dem Kalinka heimgekommen sind.“
Zwei Sekunden später flog Thiels heißgeliebter brauner Strickpulli in den Flur.
Boerne folgte kurz darauf mit einem Stapel Wäsche unter dem Arm. „Jetzt entschuldigen Sie mich kurz, auch ich muss dringend duschen.“
Schon drehte er sich um und marschierte ins Bad.

Zum wiederholten Mal an diesem Abend den Kopf schüttelnd zog Thiel sich seine Kleidung an.
Dass er seine Sachen seit einer halben Ewigkeit auf der Leine hängen gehabt hatte, wäre ihm selbst vermutlich erst aufgefallen, wenn er das nächste Mal in den Waschkeller gekommen wäre; und vielleicht nicht einmal dann, weil er meist den Trockner benutzte.
Aber natürlich war Boerne das nicht entgangen. In der Beziehung glich er Susanne, die hatte solche Sachen auch immer im Blick gehabt.



Seufzend nahm Thiel daraufhin in Boernes Wohnzimmer auf dem Sofa Platz und kramte sein Handy hervor, das er im Bad kurzerhand in die Tasche des Bademantels gesteckt hatte. Wie schon eine Weile zuvor versuchte er, seinen Vater erreichen. Und dieses Mal hatte er Erfolg.
„Vaddern? Mensch, wo treibst du dich denn rum? Lässt mich hier im Eisregen stehen und ich kann nicht rein! Jetzt bring‘ mir mal zügig meinen Schlüssel, ich bin bei… was? Sach mal, willst du mich auf den Arm nehmen? Nach Koblenz??? Es ist gleich halb elf, wann denkst du denn, dass du zurück bist heute Nacht? ... Gegen drei Uhr. Ja toll. Manchmal könnte ich dir in den Hintern treten, ehrlich!“ Thiel war wirklich sauer. „Ja, red‘ du ruhig Vaddern, da ist das letzte Wort noch nicht drüber gesprochen. Und sieh bloß zu, dass du mir morgen den Schlüssel aufs Präsidium schaffst!“

Ohne weiteres Wort klappte er sein Handy zu und rieb sich dann mit einem frustrierten Knurren das Gesicht. Da ging sie hin, die Aussicht, die nächsten Stunden in seinem gemütlichen Bett zu verbringen... stattdessen musste er nun darauf hoffen, dass Boerne ihn auf seiner Couch übernachten ließ.
Mürrisch stand er auf, griff den Wäschekorb und tapste auf Socken in den Keller. Wenigstens würden seine Jeans und seine Jacke dank des Trockners bis morgen wieder gebrauchsfertig sein. Er konnte ja wohl kaum in Jogginghose arbeiten gehen.

Kurz nachdem er missmutig zurück in Boernes Wohnung gestapft war und sich niedergeschlagen auf die Couch hatte fallen lassen, tauchte der Professor aus dem Bad auf.
Er hatte Oberhemd und Krawatte gegen ein schwarzes T-Shirt getauscht, eine dunkle Freizeithose angezogen und sank nun mit einem leisen Seufzen in seinen Schreibtischstuhl. Während er sein Laptop öffnete, schaute er auf und fragte: „Wollen Sie einen heißen Tee?


Thiel, der seinen müde wirkenden Nachbarn still beobachtet hatte, schüttelte gleich abwehrend den Kopf. „Nee, nicht nötig, Boerne. Mir ist nicht mehr kalt.“ Dann fuhr er sich verlegen durch die Haare; Zeit, den Stier bei den Hörnern zu nehmen.
„Ich hab‘ eben mit meinem Vater telefoniert.“
Boerne hob nochmals den Blick, lehnte sich in seinen Stuhl zurück und verschränkte die Arme. „Und, wo steckt er gerade?“ Sein leicht belustigter Tonfall machte deutlich, dass er Thiels missliche Lage sofort durchschaut hatte.
„Auf dem Weg nach Koblenz“ murmelte Thiel griesgrämig. Er holte tief Luft, doch ehe er den Mund erneut öffnen konnte, winkte Boerne ab. „Bevor Sie sich an der Frage die Zunge abbrechen: ja, Sie können hier übernachten. Ich bin schließlich kein Unmensch.“
Damit wandte er sich wieder seinem Laptop zu. „Von unserem Schachabend neulich stehen noch zwei Flaschen Bier im Kühlschrank. Sie sehen aus, als könnten Sie eine vertragen.“


Thiel meinte, sein Glück nicht fassen zu können. „Echt? Super!“ Mit neuem Schwung stand er auf, hielt aber inne, als sein Magen lautstark auf sich aufmerksam machte. „Ähm… haben Sie vielleicht auch etwas zu Essen im Haus? Meine letzte Mahlzeit ist ziemlich lange her.“
Boerne wandte die Augen nicht wieder von seinem Monitor ab. „Bedienen Sie sich. Solange Sie nicht erwarten, dass ich Ihnen etwas koche…“
„Kein Thema!“

Wesentlich besser gelaunt als noch vor wenigen Minuten machte Thiel sich auf Richtung Küche, rief dabei über seine Schulter: „Was ist denn mit Ihnen? Haben Sie auch Hunger?“
Sein Kollege tippte mit irrsinniger Geschwindigkeit auf der Tastatur, als er ein wenig abwesend erwiderte: „Wir haben doch am Nachmittag in der Kantine gegessen.“
Thiel, der schon an der Küchentür angekommen war, stockte verblüfft. „Was Sie nicht sagen.“ Er zog die Stirn in Falten und starrte Boerne entgeistert an. „Sie haben nichts mehr gegessen, seit wir in der Kantine waren?“
Boerne schüttelte nur wortlos den Kopf, ließ sich aber von seiner Arbeit nicht weiter ablenken.



Ungläubig betrat Thiel die Küche und verschaffte sich einen schnellen Überblick über Boernes Vorräte. Bis gerade hatte er eigentlich nur vorgehabt, sich ein paar Brote zu schmieren, doch nach Boernes Aussage hatte er seine Meinung geändert. Er würde etwas kochen.

Der Kühlschrank war nicht übermäßig gefüllt, der bereits angebrochene Käse und Kochschinken keinesfalls mehr genießbar und die noch ungeöffneten Verpackungen kurz vor Ende des Haltbarkeitsdatums. Viel Zeit zum Essen hatte Boerne sich in den letzten Tagen definitiv nicht genommen. Die vier einsamen Kaffeetassen, die in der trockenen Spülmaschine standen, untermauerten diesen Eindruck noch.


Nun, jetzt wo Boerne ihm Unterkunft gewährte, konnte er sich wenigstens etwas nützlich machen.
Innerhalb von zwanzig Minuten hatte Thiel Nudeln mit Carbonara-Sauce gezaubert, schaufelte ihnen beiden eine mehr als großzügige Portion auf den Teller und marschierte dann zurück ins Wohnzimmer. Er stellte das Essen auf dem Tisch ab und wandte sich seinem Nachbarn zu.
„Boerne, Sie können von mir aus gleich weiter herumhacken, aber jetzt wird gegessen.“ Er gab sich Mühe, einen Tonfall anzuschlagen, der deutlich machte, dass er keinen Widerspruch duldete.

Sichtbar entnervt über die Störung blickte Boerne auf und runzelte die Stirn, doch die Falten glätteten sich wieder, als er prüfend die Luft einsog. „Das riecht recht appetitlich.“
„Natürlich. Glauben Sie ich koche etwas, das nicht schmeckt? Na los, kommen Sie schon.“
Seufzend stand Boerne vom Schreibtisch auf und ließ sich neben ihm auf dem Sofa nieder. „Also jetzt wo ich das so sehe, verspüre ich tatsächlich außerordentlichen Hunger.“
Thiel verdrehte die Augen. „Das könnte daran liegen, dass Sie ewig nichts gegessen haben. Wir waren gestern zusammen in der Kantine.“
Boerne verharrte mitten in der Bewegung, die Gabel einige Zentimeter vor dem Mund. „Das war gestern?“ Er wirkte mindestens so verblüfft wie Thiel es zuvor auch gewesen war.
„Gestern. Heute sind wir uns den ganzen Tag nicht begegnet“, bekräftigte Thiel noch einmal.
„Nun wird mir klar, warum Alberich mir vorhin unbedingt ihr belegtes Brötchen abtreten wollte“, murmelte Boerne gedankenverloren. Dann begann er zu essen und Thiel, der selber einen durchaus gesunden Appetit hatte, konnte bei der Geschwindigkeit nicht mithalten.
Er schaute dem Professor noch einen Moment zu, murmelte dann nur ein ergebenes „Manchmal machen Sie mich echt fertig“, bevor er sich selbst mit Gusto seinen Nudeln widmete.


Einige Minuten später sank Boerne mit einem wohligen Seufzen in die Sofapolster zurück, schob seine Brille hoch auf den Kopf und rieb sich die Augen.
Thiel warf ihm einen prüfenden Blick zu. „Na, satt?“
Boerne setzte die Brille wieder richtig auf und nickte. „Ich muss zugeben, jetzt fühle ich mich besser.“ Dann erhob er sich und griff seinen Teller, wollte ihn anscheinend in die Küche bringen. Doch Thiel hielt ihn auf. „Lassen Sie mal, ich mach‘ das schon.“
Mit einem dankbaren Nicken ließ Boerne sich den Teller abnehmen und setzte sich wieder an seinen Schreibtisch. 


Thiel aß noch in Ruhe zu Ende und erledigte danach kurz die Aufräumarbeiten in der Küche. Daraufhin kehrte er zurück ins Wohnzimmer, ließ sich auf das Sofa plumpsen, gönnte sich einen Schluck Bier und musterte seinen Nachbarn.
Boerne saß zusammengesunken vor seinem Computer und schien etwas zu lesen. Die steilen Falten auf seiner Stirn und um seine Augen herum deuteten auf eine gehörige Portion Frust und zweifellos auch auf Erschöpfung hin.
Und auch nachdem Thiel seine Bierflasche ausgetrunken und die Tageszeitung halb durchgesehen hatte, hatte sich an diesem Bild nichts geändert.

Ein Blick auf die Uhr zeigte, dass es auf halb zwölf zuging.
Thiel räusperte sich, um Boernes Aufmerksamkeit zu erhaschen, bevor er vorschlug: „Meinen Sie nicht, Sie sollten sich mal etwas hinlegen? Wie lange wollen Sie denn noch durchmachen?“

Boerne blickte von seinem Monitor auf und fuhr sich durch die Haare; und dann platzte sein Ärger ganz unvermittelt aus ihm heraus. „Ich bin mir sicher, dass die Frau nicht zufällig gestorben ist, einen ähnlichen Fall hat es bereits einmal gegeben. Diese seltsamen Elektrolytwerte und die unbegreifliche, absolut widersprüchliche Ansammlung von chemischen Rückständen, die wir in ihrem Blut gefunden haben, das lässt bei mir irgendetwas klingeln. Ich habe schon davon gelesen, ich weiß es, aber ich kann es nicht finden. Das macht mich wahnsinnig, können Sie das verstehen?“

Thiel nickte bestätigend. „Ich denke, das Gefühl kennt jeder. Aber manchmal kann man sowas einfach nicht zwingen. Vielleicht sollten Sie mal eine Nacht drüber schlafen?“
Noch während er die Frage stellte, war er sich sicher, Boernes Reaktion korrekt vorhersagen zu können - und der Professor enttäuschte ihn nicht, als er sogleich energisch den Kopf schüttelte und sich weiter an seinem Laptop zu schaffen machte. 


Thiel zuckte innerlich mit den Schultern; es hatte es wenigstens versucht.
Naja, Arbeitende sollte man nicht aufhalten. Er selbst hatte nun aber wirklich Feierabend, also streckte er sich aus und nahm erneut die Zeitung zur Hand.

Boernes leises Tippen im Hintergrund, die bequeme Couch und sein angenehm voller Magen hatten ihn innerhalb weniger Minuten eingelullt.




Erst einige Stunden später wachte Thiel wieder auf und starrte an eine dunkle Zimmerdecke, die definitiv nicht seine war. Für einen Moment musste er nachdenken, wo er sich gerade befand, doch kam die Erinnerung an den Vorabend recht schnell zurück.
Müde rieb er sich die Augen und richtete sich auf einen Ellbogen auf; die warme Wolldecke, die dabei in seinen Schoß rutschte, nahm er erst in diesem Augenblick wahr. Für einen Moment war es ihm peinlich, dass er einfach so eingeschlafen war, doch dann schüttelte er den unnützen Gedanken ab. Nicht jeder kam mit so wenigen Ruhepausen aus wie der Professor; wobei sogar Boerne irgendwann im Laufe der letzten Stunden eingesehen zu haben schien, dass er etwas ausruhen musste.

Das Wohnzimmer war nicht ganz dunkel, ein schwacher Lichtschein, der durch die halboffene Tür fiel, erhellte den Raum soweit, dass Thiel Konturen erkennen konnte; Boerne hatte wohl die kleine Leuchte auf dem Sideboard im Flur brennen lassen.
Auf dem Beistelltisch neben dem Sofa fand er ein Wasserglas und sein Mobiltelefon. Ein Blick auf das Display zeigte ihm nicht nur, dass es auf vier Uhr zuging, sondern auch, dass Boerne seinen Wecker gestellt hatte; eine halbe Stunde früher, als Thiel normalerweise aufstand.
Im ersten Augenblick wollte Thiel den Wecker umstellen, doch dann besann er sich eines Besseren – bei einem etwas früheren Start blieb genug Zeit, am Morgen noch mit Boerne einen Kaffee zu trinken. Sein Nachbar ging ihm zwar mit seinem versnobten Geschmack oft genug gehörig auf die Nerven, aber der Kaffee, den er im Haus hatte, war wirklich genial.
Also ließ Thiel den Wecker wie er war und legte sich zurück auf die Couch.

Doch nach einer Minute musste er sich eingestehen, dass er nicht wieder einschlafen konnte, ohne einmal das Bad aufzusuchen. Der Ruf der Natur war wohl auch der Grund, warum er überhaupt aufgewacht war.



Seufzend setzte er sich auf, trat dann leise in den Flur und stellte etwas verwundert fest, dass die Helligkeit, die bis ins Wohnzimmer reichte, nicht von der kleinen Lampe auf dem Schrank stammte, sondern aus Boernes Schlafzimmer drang. Die Tür stand weit offen, das Deckenlicht brannte und das Bett, von dem er allerdings nur das Fußteil sehen konnte, schien leer zu sein. War Boerne etwa jetzt gerade erst dabei, sich hinzulegen? Aber es war totenstill in der Wohnung, nichts war zu hören.
Thiel runzelte die Stirn, schlich näher an die offene Tür heran und warf einen Blick in den Raum.

Das Bett war doch nicht leer. Boerne saß an das Kopfteil gelehnt, hatte sein Laptop auf dem Schoß, mindestens vier oder fünf medizinische Wälzer um sich herum verteilt  - und schlief tief und fest. Sein Kopf war ihm auf die Brust gesunken und er war ziemlich in Schieflage geraten, es sah aus, als könnte er jeden Moment zur Seite wegkippen.
Kopfschüttelnd trat Thiel in das Zimmer. Boerne regte sich nicht, als er zügig die Bücher vom Bett sammelte, den Computer auf den Nachttisch stellte und ihm die Brille abnahm.
Erst als Thiel behutsam die Bettdecke unter seinen Beinen hervorzog, rutschte Boerne mit einem leisen Seufzen vollständig auf die Seite und rollte sich zusammen.
Thiel deckte den ausgekühlten Mann sorgfältig zu, stellte kurzentschlossen Boernes Wecker ab und löschte das Licht, bevor er sich ins Bad begab.

Danach machte er es sich erneut auf dem Sofa gemütlich und mit dem Vorsatz, am kommenden Morgen bei Frau Haller anzurufen und Boerne für ein paar Stunden zu entschuldigen, war er selber innerhalb kürzester Zeit wieder fest eingeschlafen.




Die nervige Handymelodie, die ihn gefühlte fünf Minuten später aus dem Tiefschlaf riss, war nicht gerade dazu geeignet, gute Laune zu entfachen. Unter normalen Umständen hätte Thiel sie noch ein Weilchen ignoriert, doch in diesem Fall wollte er Boerne nicht wecken und setzte sich zügig auf, um das Mobiltelefon abzuschalten. Gähnend fuhr er sich durch die Haare und machte sich dann leise auf in die Küche.


Es hatte eine Weile gedauert, aber inzwischen wusste sogar er, wie Boernes Hightech-Kaffeeautomat zu bedienen war, und während das Gerät aufheizte eilte Thiel kurz in den Keller, um seine Jeans und seine Jacke aus dem Trockner zu holen.
Als er zurück in die Küche trat, rannte er fast mit Boerne zusammen, der sich gerade mit einer Tasse Kaffee in der Hand von der Arbeitsplatte wegdrehte.

„Warum sind Sie denn schon wach?“ fragte Thiel verdattert, als er reflexartig den Milchkaffee annahm, den Boerne ihm hinhielt.
„Mir lässt dieser Fall keine Ruhe“, brummte Boerne mit schlafheiserer Stimme, während er eine zweite Tasse füllte und sich dann mit einem Seufzen auf einen Stuhl fallen ließ.

Thiel nahm ebenfalls Platz und für ein paar Minuten saßen sie einfach schweigend dort und tranken ihren Kaffee. Boerne war quer auf den Stuhl gesunken, hatte sich an der Wand angelehnt und die Augen geschlossen, öffnete sie nur ab und zu, um einen Schluck zu nehmen.
Nicht zum ersten Mal fiel Thiel auf, wie still der redselige Professor so kurz nach dem Aufwachen war.


Thiel hatte seine Tasse ziemlich schnell ausgetrunken. Ein Blick auf die Uhr machte allerdings deutlich, dass es eigentlich noch viel zu früh war, um ins Präsidium zu fahren, er hatte noch Zeit. Warum sollte er sie nicht sinnvoll nutzen? „Kann ich mir noch einen Kaffee nehmen?“
Boerne öffnete die Augen. „Nur zu.“

Als Thiel aufstand, Milch in die Tasse goss und dann den Kaffee einlaufen ließ, bemerkte er: „Dies Zeug schmeckt wirklich gut, das muss ich Ihnen lassen.“
Boerne nickte gedankenverloren. „Das ist Kaffee von den Galapagosinseln. Seit dem 19. Jahrhundert wird dort diese Arabica-Bohne angebaut. Der Kaffee ist eine Rarität höchster Qualität, da das gesamte Archipel ein Nationalpark ist und infrastrukturelle Maßnahmen besonders stark überprüft werden und überdies spezielle Anforderungen erfüllen müssen. Die Produktionsmenge an Kaffee ist dementsprechend niedrig…“

Thiel schüttelte grinsend den Kopf. Es gab wirklich kein Thema auf der Welt, über das Boerne nicht aus dem Stehgreif einen Vortrag halten konnte.
Er selbst war froh, zumindest ungefähr zu wissen, wo diese Galapagosinseln überhaupt lagen; aber damit war sein Wissen auch schon erschöpft. „Was für eine Sprache spricht man denn da? Das ist doch Südamerika, oder?“, fragte er, als er es sich wieder bequem machte.

Boerne, der jetzt langsam etwas lebendiger wirkte, schaute ihn an. „Spanisch ist dort die Landesspra…“ Er brach mitten im Satz ab, verengte die Augen und schien plötzlich durch Thiel hindurchzublicken.
Thiel legte den Kopf schräg. „Boerne?“
Der Professor antwortete nicht und Thiel wedelte ihm ein wenig vor dem Gesicht herum. „Hey, ist alles klar?“
Nun endlich reagierte Boerne, aber anders, als er das erwartet hatte. Er sprang nämlich völlig unvermittelt von seinem Stuhl hoch. „Thiel, Sie sind ein Genie!“
„Hä?“ Konnte Schlafmangel irgendwie geistige Umnachtung auslösen? „Sind Sie sicher, dass es Ihnen gutgeht?“

Er sah verwirrt zu, wie Boerne aus der Küche stürmte und wenige Sekunden später mit dem Laptop unter dem Arm zurückkehrte. „Der Bericht, von dem ich Ihnen erzählt habe, der den ich einfach nicht wiederfinden konnte…“ erklärte er etwas atemlos, während er das Laptop öffnete und hektisch zu tippen begann. „Er war in einer spanischen Fachzeitschrift, die ich am Flughafen gelesen habe. Deshalb konnte ich ihn nicht ausfindig machen, ich habe auf Deutsch und Englisch gesucht, aber nicht auf Spanisch. Wie dumm von mir!“
Thiel zog die Augenbrauen hoch und lehnte sich in seinem Stuhl zurück. „Spanisch. Is‘ klar.“


Es dauerte nicht eine Minute, bis Boerne ihn triumphierend anblickte. „Es war ein Mord, ich wusste es die ganze Zeit. Die Werte stimmen zu hundert Prozent überein. Ein Mord mit einem Medikament, das vor drei oder vier Jahren in Spanien auf den Markt kommen sollte. Dazu ist es allerdings nie gekommen, die Tierversuche waren sehr vielversprechend, doch bei ersten Tests an Menschen kam es zu zwei Todesfällen. Es stellte sich heraus, dass das Medikament sich unter bestimmten Umständen mit einem chemischen Stoff kurzschließen konnte und in diesem Fall tödliche Nebenwirkungen entfaltete. Sämtliche Versuche wurden unmittelbar eingestellt und das Medikament für die Pharmazie verboten, aber scheinbar existieren noch Restbestände irgendwo.“

„Ist ja interessant.“ Thiel trank noch einen Schluck. „Na dann mache Sie mal Ihre Berichte fertig und schicken Sie sie mir ins Präsidium. Ich werde Frau Klemm informieren und dann mit Nadeshda das Umfeld der Toten überprüfen.“

„Achten Sie auf Verbindungen nach Spanien und zu pharmazeutischen Unternehmen. An dies Medikament kann Otto-Normalverbraucher nicht herankommen“, riet Boerne noch, bevor er Richtung seines Schlafzimmers verschwand, wohl um sich anzuziehen. „Wenn Sie eine Zahnbürste suchen, im Spiegelschrank steht eine. Und so wie das Wetter aussieht, werde ich Sie im Wagen mit zum Präsidium nehmen.“


Wie immer hatte Boerne alle organisatorischen Kleinigkeiten im Blick, bevor Thiel überhaupt einen Gedanken daran verschwendet hatte.

Grinsend lehnte er sich ein seinem Stuhl zurück und leerte seine Kaffeetasse.
Da hatte er ja seinen ersehnten neuen Fall. Natürlich war das nur eine Frage der Zeit gewesen.


Comments

( 12 Kommentare — Kommentar hinterlassen )
cricri_72
30. Dez 2012 17:02 (UTC)
Das ist ja mal wieder wunderschön geworden :) Ich mag auch im Canon die Szenen gerne, in denen einer beim anderen unterkommt ;) Besonders gut hat mir hier gefallen, wie Du Elemente aus anderen Geschichten hast einfließen lassen - die Tante zu Weihnachten, die Silvesterfeier im Kalinka (gab's mal bei Vera), und das Schachspielen aus dem letzten Tatort. Und das Prompt ... das paßt für Thiel und Boerne ja wohl wirklich wie die Faust aufs Auge ...

Weg war er, doch meinte Thiel ein gemurmeltes „Der muss ohnehin in die Wäsche…“ verstanden zu haben, bevor die Tür ins Schloss fiel.
*snicker* Man soll es ja mit der Nettigkeit nie übertreiben ;)

Na endlich. Ich habe zwischendurch die Befürchtung gehegt, Sie wollten sich ertränken.
Siehe oben ;) Aber daß Boerne Thiels Wäsche im Blick hat ... also in diesem Fall die Tatsache, daß er sie im Keller vergessen hat, finde ich sehr niedlich. Und durchaus glaubhaft.

„Bedienen Sie sich. Solange Sie nicht erwarten, dass ich Ihnen etwas koche…“
Das ist so trocken und klingt absolut nach Boerne ;)

„Wir haben doch am Nachmittag in der Kantine gegessen.“
Thiel, der schon an der Küchentür angekommen war, stockte verblüfft. „Was Sie nicht sagen.“

...
„Also jetzt wo ich das so sehe, verspüre ich tatsächlich außerordentlichen Hunger.“
Thiel verdrehte die Augen. „Das könnte daran liegen, dass Sie ewig nichts gegessen haben. Wir waren gestern zusammen in der Kantine.“

Und das ist auch so ... ich hatte gleich drauf getippt, daß Boerne den Überblick über die Tage verloren hat. Und Thiel tut das einzig richtige ♥
Wobei dann noch ein Highlight hinterher kommt: „Nun wird mir klar, warum Alberich mir vorhin unbedingt ihr belegtes Brötchen abtreten wollte“

Boernes leises Tippen im Hintergrund, die bequeme Couch und sein angenehm voller Magen hatten ihn innerhalb weniger Minuten eingelullt.
So ein einfacher Satz, aber ... domestic bliss ♥

Naja, und der Rest - einfach klasse. Boernes House-Moment,

„Thiel, Sie sind ein Genie!“ ... „Sind Sie sicher, dass es Ihnen gutgeht?“

die Zahnbürste, die Lösung und der Fall :)

Eigentlich könnten die beiden ruhig zusammenwohnen bleiben, das wäre doch produktiv ;)
baggeli
30. Dez 2012 17:30 (UTC)
Das ist ja mal wieder wunderschön geworden :)
*hüpf*

Und das Prompt ... das paßt für Thiel und Boerne ja wohl wirklich wie die Faust aufs Auge ...
Ja, da kann man sogar als nicht-Slasher etwas draus stricken, obwohl ich der Meinung war, dass ihr darüber noch mehr gejubelt hättet.
Aber ich hatte gleich dieses Bild vor Augen, ich habe die anderen Prompts bislang nur einmal überflogen aber ihnen noch keinen Gedanken gewidmet, erst musste ich dieses schnell schreiben. xD

Die Idee mit dem Kantinenessen fand ich selber auch amüsant, aber sowas ist ja immer Geschmacksache... freut mich, dass du dem Strang auch einen Lacher abgewinnen konntest.


So ein einfacher Satz, aber ... domestic bliss ♥
Ich habe so das Gefühl, unter den Voraussetzungen hätte ich selber auch ganz gut wegdösen können...

Eigentlich könnten die beiden ruhig zusammenwohnen bleiben, das wäre doch produktiv ;)
Sehe ich auch so. xD
slateblue
5. Jan 2013 07:50 (UTC)
Oh ist das schön... Ich sitze hier selber gerade mit einem Kaffee und finde die Atmosphäre bei den beiden total gemütlich. So richtig schön heimelig und geborgen... hach ja... das hat mich beim Lesen total eingelullt!! So als hätte sich hier gerade jemand reingeschlichen und mir beim Lesen eine warme Wolldecke über die Schultern gelegt. Das warst Du! :-)

Und die Dialoge konnte ich echt in meinem Kopf hören und fand das alles sehr glaubhaft und sehr echt. Laut gelacht habe ich bei "Der muß ohnehin in die Wäsche...". Hihihi... echt geil.

Mir gefallen Geschichten immer dann besonders gut, wenn ich völlig eintauchen kann und SPÜREN kann, was da passiert. Und das hast Du absolut geschafft! Und das an meinem Geburtstag. :-) Dankeschön!!! :-D
baggeli
5. Jan 2013 10:37 (UTC)
Guten Morgen!
*zu-der-warmen-Wolldecke-einen-frischen-Kaffee-und-ein-Stück-Geburtstagskuchen-reich* =D
Herzlichen Glückwunsch! Noch ein Steinbock hier, gestern Gabi, heute du und ich steuere auch massiv darauf zu, ein Jahr zu altern... *stirnrunzel* Nein, nicht *strinrunzel*, wir machen einfach das Beste draus, oder? Also *freu* ;o)

Und die Dialoge konnte ich echt in meinem Kopf hören und fand das alles sehr glaubhaft und sehr echt. Laut gelacht habe ich bei "Der muß ohnehin in die Wäsche...". Hihihi... echt geil.
*hüpf* Ich denke halt immer, der Boerne ist nicht allzu gnädig, da muss solch ein Kommentar ab und zu dazwischen.

Mir gefallen Geschichten immer dann besonders gut, wenn ich völlig eintauchen kann und SPÜREN kann, was da passiert. Und das hast Du absolut geschafft!
Das ist ein Riesen-Kompliment, vielen Dank!! :D
slateblue
6. Jan 2013 11:02 (UTC)
*zu-der-warmen-Wolldecke-einen-frischen-Kaffee-und-ein-Stück-Geburtstagskuchen-reich* =D Herzlichen Glückwunsch!
Ooooh, dankeschön!! Das ist ja lieb! *freu* :-D Deine Geschichte war echt eine schöne Einstimmung auf einen schönen Tag.
Noch ein Steinbock hier, gestern Gabi, heute du und ich steuere auch massiv darauf zu, ein Jahr zu altern...
Oh, so viele Geburtstagskinder? Das ist ja schön! Und wann bist Du dran?
*stirnrunzel* Nein, nicht *strinrunzel*, wir machen einfach das Beste draus, oder? Also *freu* ;o)
Na klar, so sehe ich das auch. Auch wenn die 40 so langsam in Sichtweite rückt. ;-)
baggeli
6. Jan 2013 11:24 (UTC)
Das klingt doch, als hättest du einen schönen Tag gehabt!! :D

Hihi, bei mir rückt die große 4 auch massiv näher... ich werde am 18. Januar von der 6 auf die 7 schwenken, da bleibt nicht mehr so viel... aber was macht das schon. :D
slateblue
6. Jan 2013 13:47 (UTC)
Ja, es war ein schöner Tag in lieber Gesellschaft. Also ganz nach meinem Geschmack. :-)

Dann sind wir ja ein Jahrgang! Cool! Ich bin auch 1976 geboren.
baggeli
6. Jan 2013 13:51 (UTC)
Sowas aber auch! Ein ausgezeichneter Jahrgang möchte ich mal sagen! *lol* :D
slateblue
18. Jan 2013 07:14 (UTC)
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! *einendickenfettenkuchenmit37kerzenrüberreich* :-) Ich wünsche Dir einen superschönen Tag und ein neues Lebensjahr mit ganz viel guter Fanfiction. :-) Laß es Dir gut gehen!
baggeli
18. Jan 2013 07:29 (UTC)
Huhuuuuuuuuuuu!!
Vielen vielen Dank! *gleich-die-Kerzen-auspust* *hechel* *Erstickungsanfall*
;o)
Bis dann!
hyndara71
3. Feb 2013 15:40 (UTC)
Süß die beiden! Boerne hat wirklich Sherlock-Qualitäten, so wie der sich in einen möglichen Fall verbeißt. LOL Lachen mußte ich hier:
"Thiel zog die Augenbrauen hoch und lehnte sich in seinem Stuhl zurück. „Spanisch. Is‘ klar.“
Das hatte ich wirklich klar vor Augen :). Hihi, süß!
baggeli
3. Feb 2013 16:16 (UTC)
Hehe, danke dir!
Ich finde die beiden auch süß. :)
Und Boerne kann mächtig abgehen, wenn er denkt, er hat Recht, soviel steht fest. xD
( 12 Kommentare — Kommentar hinterlassen )

Latest Month

April 2018
S M T W T F S
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
2930     

Tags

Gehostet von LiveJournal.com
Designed by Tiffany Chow