?

Log in

No account? Create an account

zurück | vor

Bingo-Prompt 4, Karte 2

Titel: Hilfe unter Kollegen II
Prompt: Glück
Genre: Freundschaft, etwas Humor
Zusammenfassung: Dass sie diesen Fall gelöst hatten, hatte mit Glück nichts zu tun. Arbeit steckte dahinter. Wahnsinnig viel Arbeit, Stress, unendlich viele Sackgassen; von Thiels Seite der unbeugsame Wille, sich nicht geschlagen zu geben und von Boernes Seite immer wieder eine genial verrückte Idee, wenn es so aussah, als würde es nicht weitergehen. Und sie selber hatte versucht, den beiden zu helfen, wo sie nur konnte.
Anmerkungen: Staatsanwältin Klemm POV
A.N.: Wieder mal ohne Beta
Wörter: 2000

Es war ein Glück, dass sie Männer wie Thiel und Boerne in ihrem Team hatte. Staatsanwältin Klemm hatte es ihren Kollegen noch nie gesagt und sie würde es wohl auch nicht tun, aber gedacht hatte sie es schon oft.
Die beiden, so anstrengend sie auch sein konnten, ergänzten sich großartig. Ihre Arbeitsweise war eigenwillig und manchmal auch jenseits der offiziellen Regeln, aber der Erfolg gab ihnen Recht.

Dass sie diesen Fall gelöst hatten, hatte allerdings mit Glück nichts zu tun. Arbeit steckte dahinter. Wahnsinnig viel Arbeit, Stress, unendlich viele Sackgassen; von Thiels Seite der unbeugsame Wille, sich nicht geschlagen zu geben und von Boernes Seite immer wieder eine genial verrückte Idee, wenn es so aussah, als würde es nicht weitergehen. Und sie selber hatte versucht, den beiden zu helfen, wo sie nur konnte.
In einer Gewaltanstrengung war es ihnen gelungen, einen Irren hinter Gitter zu bringen, der mit mehreren Morden die Öffentlichkeit in Atem gehalten hatte. Mütter hatten ihre Kinder nicht mehr allein auf die Straße gelassen, junge Frauen waren nach Anbruch der Dunkelheit nur noch in Cliquen unterwegs gewesen. Aber das war nun vorbei; sie hatten es geschafft. Und in wenigen Minuten würde die Pressekonferenz stattfinden und sie konnte Münster aufatmen lassen.

Zumindest hatte sie das gedacht, bis ihr Telefon klingelte.


„Ja… ja, ich werde mich darum kümmern. …ja, eine Dreiviertelstunde. Selbstverständlich warten wir auf Sie. Bis gleich.“ Energisch klappte Wilhelmine Klemm ihr Handy zu. „Arschloch!“ setzte sie aufgebracht hinterher.

Schon während des gesamten Telefonats war sie ruhelos auf dem Flur des Polizeipräsidiums auf und ab getigert, nun wurde sie von ihrer zornbeflügelten Energie regelrecht Richtung Thiels Büro katapultiert.

Mit Schwung riss sie die Tür auf und stürmte ein paar Schritte in den Raum. Ihr unangekündigtes Hereinplatzen ließ den Hauptkommissar, der zurückgelehnt in seinem Schreibtischstuhl gesessen und scheinbar etwas gedöst hatte, vor Schreck zusammenfahren. Er riss seine Füße so hektisch von der Tischplatte, dass er einen Notizblock und eine Handvoll Kugelschreiber hinunterfegte.

Boerne, der im Besucherstuhl neben Thiels Schreibtisch gesessen und in die Tiefen seiner Kaffeetasse gestarrt hatte, blickte gelangweilt auf.

„Herrgott Frau Klemm, wollen Sie, dass ich einen Herzinfarkt kriege?“ Thiel klang mehr als mürrisch, als er sich durch die Haare fuhr und sie vorwurfsvoll ansah.
Nun, ihre Nachrichten würde seine Laune garantiert nicht verbessern.

„Die Pressekonferenz wird um eine Dreiviertelstunde verschoben. Der Oberstaatsanwalt persönlich wird daran teilnehmen und ist auf dem Weg hierher.“
„Och nee!“ Thiels aufgebrachter Ausruf war ein ganzes Stück lauter als das geknurrte „Na Gratulation“ des Professors.

„Verdammt noch mal!“ Thiel schien wirklich erbost, als er sich mit beiden Händen die Augen rieb. „Wir haben seit zwei Tagen nicht geschlafen, und statt dass wir jetzt endlich nach Hause kommen, zieht sich wegen diesem aufgeblasenen Sackgesicht alles noch weiter in die Länge.“


Der Kommissar sprach ihr zwar aus der Seele, aber natürlich konnte Wilhelmine ihm eine solche Aussage nicht durchgehen lassen. Doch bevor Sie ihn zurechtweisen konnte, ergriff Boerne das Wort.
„Grundgütiger, Sie werden es in diesem Leben nicht mehr lernen, oder? So können Sie das doch nicht sagen! Diese Gossensprache ist wirklich unerträglich.“
Wilhelmine nickte ihm dankend zu.
Ohne auf sie zu reagieren, fuhr Boerne fort: „Das heißt natürlich wegen dieses aufgeblasenen Sackgesichts. Genitiv, Thiel! Und abgesehen davon ist das noch entschieden zu milde formuliert.“
Wilhelmine merkte, wie ihr die Gesichtszüge entglitten, als Boerne seinen Blick vom Kommissar abwandte und sie nun angriffslustig, ja geradezu herausfordernd anstarrte, während Thiel neben ihm ein amüsiertes Schnauben in einem auffällig unechten Hustenanfall zu kaschieren suchte.


Unter normalen Umständen hätte Wilhelmine Verständnis für ihre Reaktionen gehabt, aber sie war gerade selber extrem aufgebracht, auch wenn sie in diesem Moment gar nicht ganz genau sagen konnte, warum.
Tatsache war, dass ihr Zorn dringend ein Opfer brauchte; aber das war besser nicht Boerne, wenn der Professor so offensichtlich auf Krawall gebürstet war wie jetzt gerade, war er ein mehr als ebenbürtiger Gegner.
Naja, der Kommissar war ja auch noch da.

„Herrgott, nun stellen Sie sich beide nicht so an. Und wie sehen Sie eigentlich aus Thiel, so wollen Sie doch wohl nicht vor die Presse?“

Thiel, der sich wieder entspannt in seinen Stuhl zurückgelehnt hatte, runzelte die Stirn. „Mir ist doch kackegal wie ich aussehe, Sie wissen ganz genau…“

Aber Wilhelmine schnitt ihm das Wort ab. Ja, sie wusste sehr genau, was die beiden Männer vor ihr in den letzten Tagen geleistet hatten. Die meiste Zeit war sie schließlich dabei gewesen; und selbst wenn das nicht so gewesen wäre, hätten Thiel graues, abgespanntes Gesicht, sein Dreitagebart, die strähnigen Haare und die Kleidung, die er seit Ewigkeiten nicht gewechselt hatte, ihr genug erzählt.
Boerne erging es nicht viel besser; er war zwar frisch rasiert und aus dem Ei gepellt wie immer, aber das konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass er genauso erschöpft war wie Thiel auch. Sein bleiches Gesicht mit den dunklen Augenringen und seine untypisch kraftlosen Bewegungen sprachen eine deutliche Sprache.

Aber sie selber hatte ebenfalls eine Menge Überstunden angesammelt. Wahre Ewigkeiten hatte sie die Verhöre und Zeugenbefragungen überwacht, die von Thiels Team durchgeführt worden waren; hatte alle nötigen Durchsuchungsbescheide und Gerichtsbeschlüsse in Rekordgeschwindigkeit besorgt, hatte dafür gekämpft, dass die Staatsanwaltschaft die Kosten für die Spezialuntersuchungen übernahm, die Boerne als allerletzte Idee vorgeschlagen hatte und hatte ihm nach erbitterten Diskussionen mit ihren Kollegen tatsächlich grünes Licht geben können… und während all dieser Hektik weilte der Oberstaatsanwalt auf Ibiza und ließ sich lediglich alle zwei Tage einen Statusbericht ins Büro faxen.

„Herrgott Thiel, sie sehen aus wie ein Landstreicher, unrasiert und schmuddelig. So lasse ich Sie nicht vor die Presse treten, Sie präsentieren immerhin die Münsteraner Polizei! Sie hätten sich wenigstens etwas frischmachen können!“

Thiels müdes, bis gerade noch ungläubiges Gesicht verfinsterte sich schlagartig und seine Stimme wurde bedrohlich leise, als er fragte: „Wann bitteschön soll ich denn Ihrer Meinung nach Zeit zum Frischmachen gehabt haben? Sie wissen verdammt genau, dass ich seit achtundvierzig Stunden nicht daheim gewesen bin!“

„Die Viertelstunde Zeit zum Duschen hätten Sie bestimmt mal gehabt! Der Professor sieht schließlich auch aus wie ein normaler Mensch und er hat ebenso wenig gerastet wie Sie!“
Bei diesen Worten richtete Boerne sich in seinem Stuhl etwas auf.

Sie sah, dass Thiel zornig aufbegehren wollte, doch in diesem Augenblick legte Boerne eine Hand auf seinen Arm und schüttelte kaum merklich den Kopf. Verblüfft beobachtete sie, wie Thiel daraufhin die Stirn runzelte, dann aber tatsächlich den Mund wieder zuklappte und sich in seinen Stuhl zurücksinken ließ, während Boerne ruhig, aber mit einem schneidenden Unterton in der Stimme das Wort ergriff.


„Frau Klemm, dass ich die Zeit gefunden habe heimzufahren, ist einzig und allein der Tatsache geschuldet, dass meine Assistentin sich bereiterklärt hat, an meiner statt die Unterlagen für diese lächerlich kurzfristig angesetzte Pressekonferenz zusammenzustellen und sie mir hierherzubringen.“ Er schob seine Brille hoch, bevor er fortfuhr: „Herr Thiel hat diese Möglichkeit nicht gehabt. Sie wissen selber sehr genau, dass Frau Krusenstern gerade den Gefangenentransport in die Sicherheitsverwahrung begleitet und noch nicht zurückgekehrt ist.“

Verwundert aber auch entnervt darüber, dass Boerne sich einmischte, wollte Wilhelmine etwas erwidern, doch der Professor war noch nicht fertig und brachte sie mit einer energischen Handbewegung zum Schweigen.
„Des Weiteren wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie Ihren Frust nicht an Herrn Thiel auslassen würden. Der kann nämlich nichts dafür, dass Ihr blasierter Idiot von einem Chef sich unverschämt in diese Pressekonferenz setzen und die Lorbeeren einheimsen wird, die Ihnen zustehen.“

Peng. Der hatte gesessen. Wilhelmine schnappte nach Luft – und mit ihr Thiel, der sich während Boernes Verbal-Breitseite vor Schreck dermaßen an seinem Kaffee verschluckt hatte, dass der daraus resultierende Hustenanfall schon beim Zuhören Luftnot verursachte.
Völlig unbeeindruckt von dem Erstickungsanfall seines Kollegen zog Boerne eine Augenbraue hoch und warf Thiel einen ungerührten Blick zu. „Wird’s denn gehen?“


Wortlos starrte Wilhelmine auf die beiden Männer vor ihr und wusste für einen Moment nicht, wie sie reagieren sollte. Thiel hustete wie verrückt, Boerne saß stocksteif, mit verschränkten Armen daneben und funkelte sie kämpferisch an.
Und dann, mit einem Mal, fielen die Anspannung und der Zorn von ihr ab und sie sackte förmlich ein Stückchen in sich zusammen. Boerne hatte recht mit seiner Analyse; sie war wirklich extrem erbost über das Verhalten des Oberstaatsanwaltes. Der Professor hatte den Grund für ihre Wut exakt auf den Punkt gebracht.
Aber jetzt war nicht der richtige Zeitpunkt für persönliche Eitelkeiten. Morde waren geschehen, Familien auseinandergerissen worden, die Öffentlichkeit lebte in Angst. Aber sie hatten es geschafft, die Bestie zu überführen. Die Menschen waren wieder sicher, und sie sollten das schnellstmöglich erfahren. Das war alles, was zählte.
Und mit einem Mal war ihr das auch wieder klargeworden.


Ein leichtes Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus und die Reaktion der beiden Kollegen darauf war eindeutig und unmittelbar. Boernes Anspannung verschwand von jetzt auf gleich, er sank zurück in seinen Stuhl und rieb sich mit einem leisen Seufzen die Augen.
Thiel, der langsam wieder zu Atem gekommen war, blickte sie ernst an. „Keine Sorge, wir werden schon darauf hinweisen, wer die Drecksarbeit erledigt hat.“

Sie war dankbar, aber winkte nur ab. „Schon gut.“ Dann holte Sie tief Luft und wandte sich an Boerne. „Meine Güte Herr Professor. Es kommt ja nicht so oft vor, dass Sie Thiel derart zur Hilfe eilen. Haben Sie mal wieder zusammen Wäsche gewaschen?“
„Dazu hat dieser Fall uns weiß Gott keine Zeit gelassen, wie man an Herrn Thiels Garderobe unschwer erkennen kann.“ Boerne war wie immer um keine Antwort verlegen, während sein Kollege entnervt die Augen verdrehte. Sie konnte ein Schmunzeln nicht unterdrücken.

„Thiel, versuchen Sie, sich etwas zurechtzumachen, ja? Sie haben doch einen Rasierapparat in der Schublade.“ Sie sagte es diesmal ruhig und ohne Vorwurf; der Kommissar machte eine bestätigende Geste mit der Hand und sie wusste, er war ihr nicht mehr böse.
Sie nickte den beiden zu und ging dann zur Tür; sie brauchte dringend eine Zigarette.



Eine gute halbe Stunde später begab Wilhelmine sich zurück in den zweiten Stock des Kriminalkommissariats. Auf dem Flur entdeckte sie Thiels Assistentin, die wenige Minuten zuvor von dem Gefangenentransport zurückgekehrt war. Nadeshda Krusenstern war in ein Gespräch mit Silke Haller vertieft; die kleinwüchsige Rechtsmedizinerin hatte die dicke Mappe unter den Arm geklemmt, die sie auf Boernes Bitte hin für die Pressekonferenz vorbereitet hatte.

Als Wilhelmine sich näherte, blickten die beiden Frauen auf und grüßten nahezu gleichzeitig.
„Guten Tag zusammen.“ Die Staatsanwältin lächelte. Sie schätzte die ruhige Art von Nadeshda und Frau Haller sehr; beide waren die ideale Ergänzung zu ihren Vorgesetzten.
Unternehmend rieb sie sich die Hände. „Der Oberstaatsanwalt sollte jetzt jede Minute kommen. Ich würde vorschlagen, dass wir schon einmal in den Konferenzraum gehen.“ Es war Zeit, diese Sache endgültig über die Bühne zu bringen; auch sie freute sich darauf, endlich heimzukommen.
Schwungvoll betrat sie Thiels Büro, die beiden jüngeren Frauen im Schlepptau.


Thiel, inzwischen tatsächlich rasiert und erstaunlicherweise sogar gekämmt, hatte es sich wieder in seinem Schreibtischstuhl bequem gemacht und die Füße hochgelegt. Boerne saß weiterhin mit verschränkten Armen auf seinem Besucherstuhl, den er nun bis an die Wand geschoben hatte, so dass er seinen Kopf anlehnen konnte.
Beide schliefen tief und fest, reagierten gar nicht auf ihr Eintreten.


Wilhelmine riss ungläubig die Augen auf, Frau Haller kicherte und Nadeshda entfuhr ein tonloses „Oh.“

Für einen kurzen Moment war Wilhelmine versucht, die Männer zu wecken; doch dann entschied sie sich dagegen. Lächelnd wandte sie sich an die beiden blonden Frauen. „Wie sieht es aus, trauen Sie sich kurzfristig zu, für Ihre Vorgesetzten einzuspringen? Ich meine, die beiden haben sich eine Pause redlich verdient.“
Nadeshda nickte sogleich bestätigend und Frau Haller sagte nur ganz entspannt: „Sie wissen doch, dass wir mit allen Details vertraut sind. Aber was wird der Oberstaatsanwalt dazu sagen?“
Wilhelmine grinste. „Ehrlich gesagt ist mir das völlig egal.“
Ihre Kolleginnen lachten mit ihr und gemeinsam machten sie sich auf in den Konferenzraum.


Es war ein Glück, dass sie Männer wie Thiel und Boerne in ihrem Team hatte; aber die beiden würden ohne ihre Assistentinnen nur halb so gut funktionieren.
Staatsanwältin Klemm hatte es den jungen Frauen noch nie gesagt und sie würde es wohl auch nicht tun, aber gedacht hatte sie es schon oft.

Comments

( 11 Kommentare — Kommentar hinterlassen )
cricri_72
5. Jan 2013 09:22 (UTC)
„Das heißt natürlich wegen dieses aufgeblasenen Sackgesichts. Genitiv, Thiel! Und abgesehen davon ist das noch entschieden zu milde formuliert.“
*prust*
Hier hab' ich wirklich Tränen gelacht!

Aber auch der Rest ist schön, mit dem Oberstaatsanwalt auf Ibiza, mit Boerne, der Thiel verteidigt, und natürlich mit dem Ende :)
baggeli
5. Jan 2013 10:55 (UTC)
Hehehe,
ich hatte selber auch Spaß an der Stelle und wie immer Sorge, ob sich jemand drüber amüsieren kann. Naja, einen hab' ich ja gefunden. *freu*

Aber ich dachte mir, wenn Boerne mal so richtig müde und sauer ist, kann er ungemütlich sein.
Lange überlegt habe ich, wie Boerne Klemms Chef bezeichnen könnte; zuerst hatte ich ihm ein "blasiertes Ar***" in den Mund gelegt, aber das war mir dann doch eine Nummer zu heftig.

Und dass er Thiel verteidigt, dabei hatte ich kein schlechtes Gewissen, das tut er in 'Fakten, Fakten' und in 'Mörderspiele' (der schöne Spruch mit der Arschkarte, auch etwas, dass man selten von ihm hört.)
Noch mehr geschluckt habe allerdings im Wunder von Wolbeck, als er das mit dem "Fleisch, Blut, Scheiße..." herausgehauen hat. So redet er sonst ja nun wirklich nicht
joslj
5. Jan 2013 22:24 (UTC)
Ich habe an der Stelle auch laut gelacht. Das ist sooo Boerne ;-) Ich finde es ja klasse, wie er zwar manchmal ungemein arrogant/bissig sein kann und trotzdem etwas Gutes dabei tut (oder auch nur zu tun meint). Hier gelingt es ihm sehr gut, seine scharfe Zunge für Thiel (statt gegen ihn) einzusetzen und ich finde es sehr IC. So ein "Heldentum" mag ich bei ihm.

wenn Boerne mal so richtig müde und sauer ist, kann er ungemütlich sein.
Das glaube ich sofort. Ich denke sowieso, er könnte ein noch größeres A****loch sein, als er manchmal ist, wenn er es darauf anlegte.

Danke für den Hinweis auf "Fakten,Fakten" und "Mörderspiele"; es ist immer gut, wenn man sein eigenes Bild doch zumindest halbwegs im canon wiederfindet :-)

Insgesamt eine tolle Geschichte, eine deiner besten, finde ich (was evtl. daran liegt, dass sie eher humorvoll ist und kein h/c, was mir ja nicht so liegt...). Jedenfalls hast du die Charaktere perfekt getroffen, die Szene könnte so im TV spielen (was als Kompliment gemeint ist!).

Edited at 2013-01-05 22:25 (UTC)
baggeli
5. Jan 2013 22:30 (UTC)
Ich danke dir!! *hüpf*
Ich hatte selber gestern Abend Spaß beim Schreiben, soviel steht fest. Mein Mann hat ab und zu den Kopf über mich geschüttelt, aber das war mir beim Rad fahren eingefallen und dann musste ich das aufschreiben, bevor ich alles wieder vergessen hätte.

Ich war mir zwar nicht sicher, wie ihr es finden würdet, aber nach euren beiden Kommentaren bin ich schon mehr als glücklich.
cricri_72
8. Jan 2013 21:48 (UTC)
Aber ich dachte mir, wenn Boerne mal so richtig müde und sauer ist, kann er ungemütlich sein.
Auf jeden Fall! Boerne kann auch so, wenn er will, unheimlich fies sein. Mir fällt gerade nicht mehr ein, in welcher Episode das ist, in der er einen älteren Arzt (und Gegner) gnadenlos fertig macht und schließlich noch erpreßt, um an irgendwelche Unterlagen zu kommen ("Verspüren Sie nicht das in ihrem Alter typische Bedürfnis, schon wieder die Toilette aufzusuchen" ... oder ähnlich)
Ah, das ist "Das ewig Böse", und er hat ihn am Wickel, weil er als Freund der Familie einfach "Herzinfarkt" oder so auf den Totenschein des Mordopfers geschrieben und die Vergiftung übersehen hat.

Noch mehr geschluckt habe allerdings im Wunder von Wolbeck, als er das mit dem "Fleisch, Blut, Scheiße..." herausgehauen hat. So redet er sonst ja nun wirklich nicht
Hm ... ich weiß nicht. Er kann schon ziemlich direkt & unverblümt sein, wenn er will. Mir kam das jedenfalls im Wunder von Wolbeck nicht OOC vor ;)
veradee
6. Jan 2013 19:05 (UTC)
Frau Klemm hat es ja durchaus in sich, aber hier kommt sie ja bei dir gar nicht gut weg. Dass sie Thiel anfährt, obwohl sie vorher schon weiß, dass sie ihn da unfair behandelt, ist ja wirklich nicht nett. Wie gut, dass ihm da wenigstens Boerne beisteht. :)

Wenn ich Thiel oder Boerne wäre, würde ich mich, ehrlich gesagt, auch über Frau Klemms Verhalten am Ende ärgern. Erst macht sie so ein Fass auf, und dann lässt sie sie die Pressekonferenz verschlafen. Vielleicht sollte sie den beiden doch einfach mal ein Lob zollen. ;)
baggeli
6. Jan 2013 19:17 (UTC)
Ja, ich bin nicht gerade gnädig mit ihr, aber ich habe kein schlechtes Gewissen.
Die Frau ist nicht ohne, soviel steht fest. Und sie kann ganz gut austeilen, ob gerecht oder ungerecht.


Abgesehen davon wissen wir ja nicht, wie es in der Pressekonferenz weitergegangen ist. Ich denke mal, Thiel war froh, dass ihm das erspart geblieben ist.... Boerne war wahrscheinlich eher der Beleidigte.

Und in meinem Kopf hat die Klemm die Gelegenheit genutzt, die beiden in Abwesenheit glänzen zu lassen und dem Oberstaatsanwalt kaum Gelegenheit gegeben, sich als der Held aufzuspielen. ;o)
cricri_72
8. Jan 2013 21:43 (UTC)
Thiel war froh, dass ihm das erspart geblieben ist.... Boerne war wahrscheinlich eher der Beleidigte.
Genau das hatte ich auch gedacht!
baggeli
8. Jan 2013 21:46 (UTC)
Ja, ich denke, ihre Egos lassen jeweils keinen anderen Schluß zu. xD
hyndara71
3. Feb 2013 19:03 (UTC)
LOL Jawoll, Frau Staatanwalt, so macht man das!
Hehe, ich würde sagen, da wird gleich einer etwas belämmert aus der Wäsche gucken, wenn da plötzlich die geballte Frauenpower im der Pressestelle eintrifft. Ätsch!
Na, den oberstaatsanwalt will ich nicht zum Vorgesetzten! Das is ja einer, nenene! Will sich einfach die Lorbeeren einstreichen. Schön wäre es, wenn ein Vertreter der Presse ihn dann noch auf seine plötzliche Sonnenbräune mitten im Münsteraner Winter angesprochen hätte ... *megafieses Kichern*
baggeli
3. Feb 2013 19:20 (UTC)
Also ich weiß gar nicht, ob es den Oberstaatsanwalt in Münster gibt, aber ich brauchte einen, also habe ich ihn mir geschrieben. :D

Schön, wenn du dich amüsiert hast, ich hatte jedenfalls viel Spaß an der Story!

( 11 Kommentare — Kommentar hinterlassen )

Latest Month

April 2018
S M T W T F S
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
2930     

Tags

Gehostet von LiveJournal.com
Designed by Tiffany Chow