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Bingo-Prompt 5, Karte 2

Titel: Licht - Kapitel 13
Prompt:
Regenbogen
Genre Angst, Krimi, h/c
Zusammenfassung: Er nahm den Pokal in die Hand und starrte versonnen auf das Licht, das sich wirklich wundervoll in dem prismaartig geschliffenen Glasfuß der Trophäe brach. Je nachdem, wie er sie drehte, konnte er alle Farben des Regenbogens darin erkennen.
Anmerkungen: Da habe ich den Regenbogen doch glatt ein zweites Mal bekommen. Das ist ein Zeichen...
A.N. 1: In diesem Leben wird das nix mehr mit Beta
Wörter: 15000

A.N. 2: Nach ein paar kurzen Erläuterungen von isti83 ist hiermit klar, dass ein Großteil meiner Ideen völlig unrealistisch ist. Ich möchte mal sagen, nahezu Bullshit. Ich habe kein völlig schlechtes Gewissen, Münster ist ja immer etwas daneben. Aber ihr seid hiermit gewarnt.

A.N. 3: Im folgenden Kapitel habe ich mir frech erlaubt, das Aufgabengebiet eines Rechtsmediziners auszuweiten und nicht den Hauch einer Ahnung, ob es so etwas, wie ich es beschreibe, gibt. Wahrscheinlich nicht; aber für die Geschichte war es wichtig.
Ihr seid wiederum gewarnt.


Mit neuer Energie sprang Thiel auf. „Ich muss ins Präsidium. Können Sie mich begleiten? Es wäre das Beste, wenn Sie Ihre Aussage in Gegenwart der Staatsanwaltschaft wiederholen.“
Jaschke war ebenfalls schon aufgestanden. „Meinen Sie, das reicht aus, um Karl aus dem Gefängnis zu bekommen?“ Er wirkte aufgeregt.
„Ich hoffe es!“ Thiel war schon fast an der Tür. „Haben Sie ein Auto? Dann kommen Sie.“


Noch auf dem Weg in die Tiefgarage telefonierte Thiel mit Staatsanwältin Klemm. Er ersparte sich größere Erklärungen, bat sie nur, dringend ins Präsidium zu kommen. Sie schien an seinem Tonfall zu hören, dass etwas Entscheidendes passiert war und versicherte ihm lediglich, sich gleich auf den Weg zu machen.



Die Fahrt durch den Münsteraner Nachmittagsverkehr schien Thiel eine Ewigkeit zu dauern. Er konnte seine Ungeduld und seine Aufregung fast nicht mehr unter Kontrolle halten. Als sie endlich vor dem Präsidium geparkt hatten, rannte er regelrecht auf das Gebäude zu und in den zweiten Stock hinauf, Jaschke immer nur einen halben Meter hinter ihm.


Die Tür zu Thiels Büro stand glücklicherweise offen, bei seiner ungezügelten Energie wäre sie vermutlich derart heftig an die Wand geschlagen, dass sie irreparable Schäden davongetragen hätte.
Trotzdem polterte Thiel mit einer solchen Wucht in den Raum, dass Frau Haller, die mit Nadeshda über eine Mappe der Rechtsmedizin gebeugt stand, erschreckt auffuhr.

„Chef, wird’s denn gehen?“ Nadeshda hatte sich wie immer nicht von seinem Auftritt aus der Ruhe bringen lassen und schaute amüsiert auf. Doch ihr Gesichtsausdruck veränderte sich bei seinem Anblick innerhalb von einer Sekunde. „Professor Jaschke? Chef? Was ist passiert?“
Thiel war auf sie zugestürmt und fasste sie aufgeregt an beiden Oberarmen. „Nadeshda… Boernes Fall, es gibt neue Erkenntnisse!“
„Was für Erkenntnisse?“ Die aufgeregte Frage kam von Frau Haller, doch bevor Thiel etwas erklären konnte, betrat die Staatsanwältin das Büro.
Sie ließ ihren Blick über die aufgeregten Personen schweifen, bevor sie nur ruhig fragte: „Thiel, was zur Hölle ist los?“


Thiel holte tief Luft und berichtete dann knapp und präzise von den Erkenntnissen, die er im Gespräch mit Professor Jaschke gewonnen hatte.
Als er geendet hatte, herrschte für einen Moment Stille, dann ergriff die Staatsanwältin das Wort. „Lassen Sie mich das zusammenfassen: in Boernes Wohnung ist nachts um fünf nach drei ein einzelner Schuss gefallen, alle Bewohner des Hauses stimmen da mit ihren Aussagen überein.“ Eindringlich wandte sie sich nun an Professor Jaschke. „Aber Sie sind sicher, dass dieser besagte Schuss die Verletzung der Frau nicht verursacht hat?“
Er nickte energisch. „Absolut sicher. Der Zustand der Wunde bei OP-Beginn lässt keinen anderen Schluss zu, sie wurde ihr eindeutig zu einem früheren Zeitpunkt zugefügt.“
Frau Klemm erhob sich von ihrem Stuhl. „Und das kann nicht in Boernes Wohnung geschehen sein, die Mieter hätten das gehört. Es beweist, dass sie an einem anderen Ort niedergeschossen worden ist.“
Sie zerrte sich ihre Haarklammer aus der Frisur und drehte sie erregt in den Händen. „Wo das passiert ist und wer ihr das angetan hat, ist unklar. Tatsache ist aber, dass sie schon schwer verletzt gewesen sein muss, als sie – auf welche Art auch immer - in Boernes Wohnung gebracht wurde.“ Sie blickte wieder auf. „Sie wissen, dass Thiel den Professor auf dem Boden vorgefunden hat, umgeben von den Scherben einer Vase, desorientiert und verletzt. Kann sie Boerne in ihrem Zustand mit dieser Vase niedergeschlagen haben?“
Jaschke schüttelte den Kopf. „Auf keinen Fall. Sie wäre mit dieser dramatischen Verletzung niemals in der Lage gewesen, ihm eine derart schwere Gehirnerschütterung zuzufügen.“
„Aber ihre Fingerabdrücke sind auf den Scherben gefunden worden!“
Jaschke schüttelte nochmals nachdrücklich den Kopf. „Sie kann diese Vase in ihrem Zustand nicht selber gehoben oder gar geschlagen oder geworfen haben. Das ist absolut unmöglich, glauben Sie es mir. Sie ist zum Zeitpunkt des Schusses in Boernes Wohnung garantiert schon bewusstlos gewesen.“

„Damit ist bewiesen, dass eine dritte Person beteiligt gewesen sein muss, so wie Boerne es von Anfang an beteuert hat." Ein Lächeln wie das, das sich nun auf Frau Klemms Gesicht ausbreitete, hatte Thiel noch nicht an ihr gesehen. Leise fügte sie hinzu: „Das reicht aus. Dieser Fall wird neu aufgerollt werden, und das ganz schnell.“


Thiel konnte nicht anders, er strahlte wie ein Honigkuchenpferd, während Nadeshda eine Faust ballte und Jaschke eine bleiche Frau Haller für einen Moment in seine Arme zog.
„Thiel, ich muss telefonieren.“ Ohne weiteres Wort ließ Frau Klemm sich in seinen Schreibtischstuhl fallen.




Die Staatsanwältin sprach eine ganze Weile.
Nadeshda hatte inzwischen für alle Anwesenden einen Kaffee besorgt, den Frau Klemm, nachdem sie den Hörer endlich aufgelegt hatte, allerdings ignorierte. Stattdessen durchwühlte sie ihre Handtasche nach einer Zigarette und zündete sie an. Dann stand sie auf und lehnte sich an die Fensterbank. „Die Kollegen der Staatsanwaltschaft, die Boernes Fall bearbeiten, sind auf dem Weg hierher, auch der Richter ist informiert. Wenn er einsichtig ist, sollten wir Boerne innerhalb kürzester Zeit da raus haben.“

Dann schüttelte sie den Kopf und hob in einer fast hilflosen Geste die Hände. „Ich kann ehrlich gesagt nicht verstehen, dass diese zeitliche Diskrepanz nicht früher aufgefallen ist, das hätte doch jemand bemerken müssen. Professor, was haben Sie denn in Ihren Operationsbericht geschrieben? War das für niemanden ersichtlich?“

Jaschke ging gleich in Abwehrstellung. „Doch, auf jeden Fall! Ich habe die Menge des Sekrets, das wir nach Eröffnung der Bauchdecke absaugen mussten, genau dokumentiert, und natürlich auch die Größe und Lokalisation der vielen kleinen Gefäß- und Darmverletzungen. Daraus lässt sich leicht ableiten, dass die Defekte über einen längeren Zeitraum unversorgt geblieben sind, sonst hätte diese massive Blut- und Stuhlansammlung in der Bauchhöhle niemals zustande kommen können. Und auf die Verletzungen an ihren Fingerkuppen hatte ich ebenfalls noch hingewiesen.“ Er zuckte verständnislos mit den Schultern. „Jeder Mediziner, der mit dem Tathergang vertraut war, konnte aus meinem Bericht die richtigen Schlüsse ziehen.“
„Meine Güte, dann muss der zuständige rechtsmedizinische Berater das doch gesehen haben, so etwas darf ihm doch nicht entgehen!“ Frau Klemm wurde immer ungehaltener. „Frau Haller, wer hat das bearbeitet?“
Die jüngere Frau antwortete sofort. „Das war Professor Diebeck.“
„Das ist nicht Ihr Ernst!“ Thiel ballte frustriert die Fäuste. „Gott, er ist so ein Idiot. Wenn er nicht so blind gewesen wäre, es wäre niemals so weit gekommen!“ Er war richtig aufgebracht.


Doch die Staatsanwältin wies ihn überraschenderweise zurecht „Thiel, halten Sie sich etwas zurück, ja?“ Sie runzelte ganz nachdenklich die Stirn, als sie hinzufügte: „Erstaunlicherweise hat nicht einmal Boerne selber etwas bemerkt, dabei hat sein Rechtsanwalt den OP-Bericht natürlich ebenfalls erhalten. Und Sie können Gift drauf nehmen, dass der Professor ihn gründlich studiert hat.“

Nun schüttelten Jaschke und Frau Haller gleichzeitig den Kopf.
„Frau Klemm, ein solch wichtiges Detail wäre Karl niemals entgangen. Niemals. Er kann den Bericht nicht gelesen haben.“ Jaschke war inzwischen sichtbar irritiert von seinem Stuhl aufgestanden.
„Und auch Diebeck ist nicht dumm“, mischte Frau Haller sich ein. „Er ist ein unangenehmer Zeitgenosse, aber er hat einen scharfen Verstand. Es ist kaum vorstellbar, dass er das übersehen haben soll.“
Jaschke hatte dem noch etwas hinzuzufügen. „Das ist wirklich mehr als verwunderlich. Er war bestens vertraut mit dem Fall und auch sehr interessiert daran, er hat sich bei meinen Kollegen regelmäßig nach der jungen Frau erkundigt.“

Nadeshda blickte nur verwundert von einem zum anderen. „Also da stimmt doch irgendetwas nicht.“ Sie wandte sich an Jaschke. „Kann es sein, dass die Klinik einen fehlerhaften oder unvollständigen OP-Bericht abgeschickt hat?“
Er wehrte das energisch ab. „Nein, unter keinen Umständen. Nachdem meine Sekretärin ihn getippt hat, habe ich ihn gegengelesen und unterzeichnet und dann selber an die Rechtsmedizin gefaxt.“


Thiel war während dieser Diskussion immer stiller geworden.
Irgendetwas klingelte in seinem Hinterkopf, eine Idee, die sich langsam weiter nach vorne drängte, auch wenn er sie noch nicht recht fassen konnte. Aber dann, mit einem Mal, fielen alle Puzzleteile an ihren Platz. Für einen Moment traute er sich kaum, seine Gedanken in Worte zu fassen, sie kamen ihm selber zu ungeheuerlich vor. Doch dann sprang er auf.
„Nadeshda, wir haben doch Professor Jaschkes OP-Bericht im Computer. Zeigen Sie ihn uns!“ Thiel war derart angespannt, dass seine Kollegen verwunderte Blicke austauschten.


Innerhalb kürzester Zeit hatte Nadeshda den entsprechenden Bericht aufgerufen und Jaschke kam schon an den Schreibtisch, ohne dass Thiel ihn extra bitten musste. Er hatte kaum angefangen zu lesen, als er sich stirnrunzelnd vorbeugte. „Das kann nicht sein…  hier steht eine falsche Zahl, die freie Flüssigkeitsmenge im Bauch war signifikant größer als das, was hier angegeben ist!“ Er wirkte regelrecht geschockt. „Das habe ich so nicht unterschrieben! Der Bericht meiner Sekretärin war korrekt, ich bin mir da absolut sicher!“

Thiel knurrte nur leise. „Keine Sorge, ich auch.“
Die Staatsanwältin trat nun ebenfalls näher. „Thiel, was wird das? Worauf wollen Sie hinaus?“

Aber Thiel war noch nicht fertig. „Frau Haller! Als ich den Professor im Gefängnis besucht habe, hat er Diebeck als vergnügungssüchtigen Giftmischer bezeichnet. Giftmischer ist klar, aber wieso vergnügungssüchtig, wie kommt er darauf? Er sagt so etwas doch nicht ohne Grund?“

Frau Haller schaute verwundert. „Das hat der Chef wirklich gesagt? Ich dachte immer, er hätte davon nichts mitbekommen.“ Die kleine Frau verdrehte die Augen, bevor sie erklärte: „Es halten sich schon seit längerem die Gerüchte, dass Diebeck sich neben seiner Ehefrau mit ein paar anderen Liebschaften vergnügt. Vorzugsweise Frauen aus dem… horizontalen Gewerbe.“
Frau Klemm schnaubte amüsiert, Thiel jedoch war nicht zum Lachen zumute.


Wenn die meisten seiner Kollegen auch noch nicht gemerkt hatten, worauf er abzielte, Nadeshda war in dieser Sekunde ein Licht aufgegangen. „Sein Mercedes ist anthrazitfarben. Die Farbe ist im Dunkeln von schwarz kaum zu unterscheiden.“
Sie begann, hektisch an ihrem Computer zu arbeiten, rief alle Informationen auf, die sie innerhalb kürzester Zeit über den Professor finden konnte.


Nun begriff auch Frau Klemm. „Thiel, das kann nicht Ihr Ernst sein! Sie wollen doch nicht andeuten… warum sollte er das tun?“

„Warum? Ich hab‘ verdammt noch mal keine Ahnung, warum! Ich weiß nur, dass er dahinter steckt!!“ Thiel verspürte einen Zorn wie selten zuvor in seinem Leben.
Jaschke und Frau Haller dagegen blickten verwirrt von einem zum anderen. „Herr Thiel, verdächtigen Sie etwa Professor Diebeck?“ Die kleine Frau starrte ihn betroffen an, während Frau Klemm nur ungläubig den Kopf schüttelte.


„Oh ja, das ist genau das, was ich tue!“ Wutentbrannt marschierte er durch das Büro und zählte an den Fingern ab, als er seinen Kollegen Argument für Argument vorbrachte. „Er verfügt über das nötige Fachwissen, einen solchen Coup zu planen und durchzuziehen, er kennt sich aus mit Schmauchspuren, Fingerabdrücken, mit allen Methoden, die wir haben. Er ist in der perfekten Position gewesen, den OP-Bericht zu manipulieren. Er fährt ein passendes Auto. Er verkehrt mit Prostituierten. Und dieses rege Interesse an der Verletzten…“ Thiel schnaubte bitter. „Er hat wohl nicht damit gerechnet, dass sie überleben würde. Ein Punkt in seinem perfekten Plan, der nicht funktioniert hat, wie er sollte, sie könnte ihm noch gefährlich werden.“ Er drehte sich nun Jaschke zu. „Sobald sie Anzeichen zeigt, wieder zu Bewusstsein zu kommen, wird er handeln, da bin ich mir sicher.“


Er wollte sich gerade weiter Luft machen, als Nadeshda ihm ins Wort fiel. „Chef.“ Sie hatte die Augen weit aufgerissen. „Diebeck ist in der Nacht, in der Boerne verhaftet wurde, geblitzt worden. Um 3:15 Uhr, in der Josefstraße. Die liegt auf halber Strecke zwischen Professor Boernes Haus und Diebecks Wohnung.“
Thiel fuhr wieder herum und starrte die Staatsanwältin an. „Herrgott Frau Klemm, was brauchen Sie noch?

Offensichtlich brauchte sie nichts weiter. „Schaffen Sie mir den Mann aufs Präsidium. Sofort.“ Ihre Stimme war eisig.

Tief befriedigt wandte Thiel sich an die Rechtsmedizinerin. „Frau Haller, wissen Sie, wo Diebeck gerade ist? Im Institut?“
Sie schüttelte gleich den Kopf. „Nein, er ist in seinem Schützenverein. Dahin geht er jeden Montagnachmittag, schon seit Jahren.“
Thiel stoppte abrupt. „Er schießt?“
Frau Haller winkte nur ab. „Ja, sogar begeistert. Wenn er denn mal die Klappe aufmacht, muss man sich anhören, dass er wieder aus irgendeiner dubiosen Quelle eine neue Waffe für sein Sammelsurium aufgegabelt hat. Ich weiß nicht, wie viele Pistolen er inzwischen besitzt, aber es dürften einige sein.“

Fassungslos schüttelte Frau Klemm den Kopf. „Es passt wirklich alles.“ Sie machte eine ungeduldige Geste, als wolle sie Thiel wegscheuchen. „Worauf warten Sie noch?“
Während sie das sagte, klingelte ihr Mobiltelefon und nach einem kurzen Blick auf das Display nahm sie es ans Ohr. „Hermann, was gibt’s?“
Der grinsende Thiel hatte gerade seine Dienstwaffe aus der Schublade gerissen und schnappte eben seine Jacke vom Schreibtisch, als Frau Klemm wortlos auf einen Stuhl sank.


Kapitel 1 - Kapitel 2 - Kapitel 3 - Kapitel 4 - Kapitel 5 - Kapitel 6 - Kapitel 7 - Kapitel 8 Kapitel 9 - Kapitel 10 - Kapitel 11 - Kapitel 12 - Kapitel 13 - Kapitel 14 - Kapitel 15 - Epilog

Comments

( 22 Kommentare — Kommentar hinterlassen )
iskandra
17. Jan 2013 00:29 (UTC)
Tach!
Ich bin eigentlich so ein nie kommentierender Mitleser, aber ich wollte doch jetzt auch mal was sagen....tolle Story, und auch deine anderen habe ich mit Begeisterung gelesen (ich bin so ein Hardcore-Boerne-Fan mit Hang zu h/c, reicht das...?)
Und wenn es RL-logisch nicht gaaanz passt, was soll's- das tut es im Canon ja in Münster auch nicht wirklich, das stört mich nicht- wobei ich deine medizinischen Kenntnisse natürlich trotzdem super praktisch finde-das fehlt ja manchmal in Fanfic, gerade bei h/c.
Ich bin Linguistin und Ägyptologin (daher kenne ich Münster von, oh jeh, Konferenzen-im Schloss...), mit den Fachgebieten muss ich bei Fanfic manchmal echt weinen- solltest du sowas also mal brauchen...

Liebe Grüsse,

Sandy
baggeli
17. Jan 2013 07:33 (UTC)
Ich bin eigentlich so ein nie kommentierender Mitleser, aber ich wollte doch jetzt auch mal was sagen
Das finde ich ganz toll, danke!!! :D:D

tolle Story,
*jubel* *freu*

und auch deine anderen habe ich mit Begeisterung gelesen (ich bin so ein Hardcore-Boerne-Fan mit Hang zu h/c, reicht das...?)
Hehe, das muss man auch sein, sonst hält man es hier keine drei Minuten aus. Also, deine Grundvoraussetzungen sind nahezu perfekt für diese Seite ;o)

Und wenn es RL-logisch nicht gaaanz passt, was soll's- das tut es im Canon ja in Münster auch nicht wirklich, das stört mich nicht
Das ist gut, in dieser Story habe ich mir wirklich so wie noch nie zuvor die Dinge zurechtgebogen, damit es passt. Aber ich denke, durch die Warnung muss sich keiner drüber ärgern.

Ich bin Linguistin und Ägyptologin (daher kenne ich Münster von, oh jeh, Konferenzen-im Schloss...), mit den Fachgebieten muss ich bei Fanfic manchmal echt weinen- solltest du sowas also mal brauchen...
Großer Gott, damit überfliegst du mich vollständig...
Ich frage dann lieber nicht, wie dir "Der Fluch der Mumie" gefallen hat! ;o) (obwohl das Boerne-mäßig eigentlich eine der herrlichsten Folgen war! Ich liebe sie. *räusper* Wie war das mit der RL-Logik? ;o)


iskandra
18. Jan 2013 23:25 (UTC)
Großer Gott, damit überfliegst du mich vollständig...
Ich frage dann lieber nicht, wie dir "Der Fluch der Mumie" gefallen hat! ;o) (obwohl das Boerne-mäßig eigentlich eine der herrlichsten Folgen war! Ich liebe sie. *räusper* Wie war das mit der RL-Logik? ;o)


Ach, die war eigentlich vom Hintergrund her gar nicht schlecht- und du willst nicht wissen, was in Ägyptologenkreisen schon so abgegangen ist, das ist nicht mal unrealistisch gewesen, aber das habe ich jetzt nicht gesagt und es hat auch niemand gehört *hüstel*
Ich muss die unbedingt mal wieder sehen- schon zu lange her...vor der Folge hatte ich ja mal eine Fanfic-Idee, gerade weil ich Münster nur mit Ägyptologen kenne (okay, und Pferden-da war gerade dieses Turnier, als ich da war-hmmmm, Boerne und Pferde...aber ich schweife ab), und da kam mir diese Folge dann doch dazwischen!
baggeli
18. Jan 2013 23:30 (UTC)
aber das habe ich jetzt nicht gesagt und es hat auch niemand gehört *hüstel*
War da was? Hat einer was gehört? Da war doch nichts, oder?

vor der Folge hatte ich ja mal eine Fanfic-Idee
Ja, und? Wie nun? Mach was draus! :D
und da kam mir diese Folge dann doch dazwischen!
Das ist doch kein Grund! Immer her mit den Ideen!!!
iskandra
18. Jan 2013 23:38 (UTC)
Oho, die Versuchung lockt...und ich fand ja gerade die Interaktionen Boernes mit den Archäologen so schön - volles Kontrastprogramm! Ich habe nur seit, äh, meiner Abiturzeit (die ist bei meinem Jahrgang 72 schon etwas her-da gab es das Wort fanfic noch gar nicht...) glaube ich keine deutschen Fics mehr geschrieben, das wäre eine echte Herausforderung! Aber ich denke jetzt ernsthaft drüber nach! (Ich habe gerade erst, natürlich rein zu Bildungszwecken, ein Lehrbuch zur Rechtsmedizin gelesen, das hat sicher nicht geschadet... >.<)
Wenn es was wird, dann weiß ich jetzt, wer schuld ist! :-D
baggeli
18. Jan 2013 23:45 (UTC)
Ha! Die Schuld werde ich sehr sehr gerne auf mich nehmen!

Lehrbuch zur Rechtsmedizin, wie genial ist das denn? Ich glaube, da würde ich die Hälfte nicht von verstehen, dabei bin ich doch medizinisch vorbelastet. Aber wenn es an die ganze Toxikologie, Blutchemie etc. geht, klinke ich mich aus, das hat mit dem Aufgabengebiet einer Krankenschwester nichts zu tun.
iskandra
18. Jan 2013 23:53 (UTC)
Lehrbuch zur Rechtsmedizin, wie genial ist das denn? Ich glaube, da würde ich die Hälfte nicht von verstehen, dabei bin ich doch medizinisch vorbelastet. Aber wenn es an die ganze Toxikologie, Blutchemie etc. geht, klinke ich mich aus, das hat mit dem Aufgabengebiet einer Krankenschwester nichts zu tun.
Ich muss zu meiner Entschuldigung sagen, dass ich beinahe Chemie studiert hätte und mich gerade die Sachen, die im Entferntesten was mit (Bio)Chemie zu tun haben, immer noch extrem faszinieren - weniger spannend für mich sind die ganzen tatsächlich juristischen Sachen, da habe ich in meinem Hauptjob im Prüfungsamt der Uni schon genug Ärger mit Paragraphen und klagewütigen Menschen... (obwohl einer meiner Verflossenen tatsächlich mittlerweile Rechtsanwalt in Hamburg ist - ich fand die Juristerei immer schwer zu durchschauen. Aber der hat mich damals zum St. Pauli-Fan gemacht, also meinen inneren Thiel geweckt... *grins*)
baggeli
19. Jan 2013 00:00 (UTC)
Ich muss zu meiner Entschuldigung sagen, dass ich beinahe Chemie studiert hätte
Hut ab!
Und beste Voraussetzungen für einen eigenen Text! Kann ja fast nichts mehr schiefgehen. :D

weniger spannend für mich sind die ganzen tatsächlich juristischen Sachen
Meiner Meinung nach gibt es nichts s
Schlimmeres, als Gesetzestexte lesen zu müssen. Das macht mich wahnsinnig

Aber der hat mich damals zum St. Pauli-Fan gemacht, also meinen inneren Thiel geweckt... *grins*)
Guter Mann! *lol*
cricri_72
17. Jan 2013 06:04 (UTC)
Ich hab's gewußt! *tanzt im Kreis*
Diebeck. Ein Schurke.

Sehr hübsch, wie jetzt alles zusammenpaßt. Und ehrich gesagt, so unlogisch finde ich das nicht einmal. Der gefälschte Bericht erklärt so einiges. Jaschke hätte ja wirklich Details der Tat erfahren müssen um Verdacht zu schöpfen, und ich finde es vorstellbar, daß er das nicht hat.

Aber am Ende hast Du uns wieder einmal einen bösen Cliffhanger hingeworfen :( (Habe ich gesagt, ich kann warten? Vergiß das!)
Jetzt reicht es aber doch langsam mit der Boerne-Qäulerei, oder ... ? *puppy eyes* O.K., ein wenig leiden darf er noch, wegen des dramatischen Effekts, wenn es denn nur gut aus geht ;)
baggeli
17. Jan 2013 07:41 (UTC)
Ich hab's gewußt! *tanzt im Kreis* Diebeck. Ein Schurke.
Ja, du hast es die ganze Zeit gewusst. Nur wegen dir ist ganz kurzfristig noch Frank Holthausen entstanden, um dem Text noch eine weitere verdächtige Person beizufügen.
Aber die Arbeit hat sich gelohnt, der Teil war gut geeignet, um zu zeigen, wie Frau Klemm zu allem steht - durch den Fehlschlag und die Enttäuschung und ihr nettes Verhalten danach konnte ich sie sogar noch etwas besser beleuchten (Gruß an Vera, diesmal habe ich sie meiner Meinung nach wesentlich besser wegkommen lassen! Denn eigentlich mag ich Wilhelmine, auch wenn das bei "Hilfe unter Kollegen II" vielleicht nicht so rüberkam!)

Der gefälschte Bericht erklärt so einiges. Jaschke hätte ja wirklich Details der Tat erfahren müssen um Verdacht zu schöpfen, und ich finde es vorstellbar, daß er das nicht hat.
Ja, das ist der kritische Punkt. Aber bei mir ist es halt so, er wurde nicht vorgeladen, er hat keinen exakten Ablauf der Tat präsentiert bekommen, einfach, weil kein Mensch drauf gekommen ist, dass die Frau schon längst verletzt war, als sie in die Wohnung gekommen ist

Jetzt reicht es aber doch langsam mit der Boerne-Qäulerei, oder ... ? *puppy eyes* O.K., ein wenig leiden darf er noch, wegen des dramatischen Effekts, wenn es denn nur gut aus geht ;)
Cricri, was soll ich sagen?
Regenbogen halt
cricri_72
17. Jan 2013 22:18 (UTC)
Nur wegen dir ist ganz kurzfristig noch Frank Holthausen entstanden,
Oh, welch Ehre :) Mein eigener red hering! Und ich bin tatsächlich davon abgelenkt worden und hatte es schon fast aufgegeben, Diebeck zu verdächtigen ;)
baggeli
17. Jan 2013 22:23 (UTC)
Red hering?! Was ist das denn? *kicher*
Mein Gott, jetzt muss ich schon wieder Google anwerfen. Langsam zweifle ich an meiner Bildung.

Aber schön, wenn ich dich ablenken konnte! :D
cricri_72
17. Jan 2013 22:32 (UTC)
Sorry ... *das* kenne ich auch nur wegen des Titels eines Dorothy L. Sayers Krimis (Five red herings). Ein red hering ist eine falsche Fährte, und ich fand den Begriff so kurios, daß er sich bei mir festgesetzt hat. Ich gaube aber, der gehört nicht unbedingt zum Standardvokabular ... selbst bei Leuten, die gut englisch können.
baggeli
17. Jan 2013 22:36 (UTC)
Dank Wikipedia bin ich inzwischen auf dem Laufenden und höchst amüsiert über die Tatsache, dass mein allererstes PC-Game (The Secret of Monkey Island) eben diesen roten Hering sehr sinngemäß und gleichzeitig lustig verwurstet hat. Das wäre mir damals niemals aufgefallen, aber jetzt weiß ich es umso mehr zu schätzen.
xD
isti83
17. Jan 2013 11:00 (UTC)
Hallo Baggi,

man, vor lauter RL-Stress komme ich gar nicht mehr zum kommentieren... jetzt aber:
Hah, ich hab' mir ja schon gedacht, dass dieser Diebeck was damit zu tun hat, als der Mercedes das erste Mal erwähnt wurde! Miese kleine Kröte! *Ähem*
Aber der Schluss lässt gar nichts Gutes vermuten! Entweder das Opfer ist soeben verstorben oder Boerne ist irgendetwas Unschönes wiederfahren!
Erwähnte ich schon, dass ich Cliffhanger hasse?!? ;-) Dann hibbel ich immer den ganzen Tag rum und will wissen, wie es nun endlich weiter geht... Deine Story ist insoweit ein echtes Geduldstraining für mich, aber ich bin trotzdem weiterhin total begeistert.

Ich warte gespannt!
baggeli
17. Jan 2013 11:10 (UTC)
Huhuuuuuu!
Schön, dass du den künstlerischen Freiheiten zum Trotz immer noch am Ball bist! :D


Aber der Schluss lässt gar nichts Gutes vermuten! Entweder das Opfer ist soeben verstorben...
Da der Gefängnisarzt mit dem Opfer an sich jetzt nicht so viel zu tun hat, wird es in diesem Falle wohl, sagen wir einfach, um ein anderes Opfer gehen. *räusper* ;o)

Erwähnte ich schon, dass ich Cliffhanger hasse?!? ;-)
Bis gerade eben noch nicht! :D

Deine Story ist insoweit ein echtes Geduldstraining für mich
Immerhin etwas Positives, was bei diesem ganzen Unfug rauskommt xD
isti83
17. Jan 2013 11:21 (UTC)
Da der Gefängnisarzt mit dem Opfer an sich jetzt nicht so viel zu tun hat, wird es in diesem Falle wohl, sagen wir einfach, um ein anderes Opfer gehen. *räusper* ;o)
(Hm, wie bekomm ich das kursiv? Ich bin PC-Legastheniker, denk Dir einfach, es wäre kursiv!)

Hermann = Gefängnisarzt - da war ja was! Wer lesen kann ist klar im Vorteil! *headdesk*
Der arme Boerne, nach dem Aufenthalt hinter schwedischen Gardinen ist der Gute reif für 'ne Kur. Aber er gehört ja bestimmt auch zu der Sorte Mensch, die bei der Arbeit entspannen... Golf dürfte ja zumindest bis auf weiteres ausfallen, bei dem Verletzungsbild was bisher schon vorliegt (und wer weiß, was noch hinzu kommt...) ;-)

Edited at 2013-01-17 11:22 (UTC)
baggeli
17. Jan 2013 11:42 (UTC)
Kursiv Anfang ist der Befehl iLeerzeichen in dreieckigen Klammern, Leerzeichen getippt, nicht ausgeschrieben!! Und Kursiv Ende ist /i in den dreieckigen Klammern eingefasst. War das jetzt irgendwie verständlich?! *am-Kopf-kratz*

Ja, mit den Namen ist es etwas verwirrend, ich weiß.
Es sind wirklich viele Personen in diese Geschichte geschmissen worden, ist recht unübersichtlich. Aber es funktionierte einfach nicht anders.




joslj
17. Jan 2013 18:09 (UTC)
Yay, sie haben ihn! Dass du die Geschichte nicht so einfach gut ausgehen lässt, war ja klar. Wenn die Klemm schon die Fassung/Sprache verliert bei einem Anruf des Gefängnisarztes - da bin ich schon froh, dass du ihn eigentlich immer überleben lässt. Jetzt hast du mich soweit, h/c verselbständigt sich in meinem Kopf ... @v@
Ach ja: toll geschrieben, Thiel und die Klemm sind sehr IC und die Szene ist sehr gut nachvollziehbar (was ja bei mehr als 3 Personen nicht immer einfach zu schreiben ist). Ich weiß nicht, ob ich sagen darf, dass ich mich auf mehr "freue"(in Anbetracht der Tatsache, dass du Boerne quälen wirst), aber ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie es weitergeht !

Edited at 2013-01-17 18:10 (UTC)
baggeli
17. Jan 2013 18:22 (UTC)
da bin ich schon froh, dass du ihn eigentlich immer überleben lässt
Immer überleben lässt? Beim letzten Regenbogen-Prompt habe ich ihn erstochen.
Und dies ist wieder der Regenbogen.
Ich werde eine entsprechende Warnung über das nächste Kapitel schreiben.

Ach ja: toll geschrieben, Thiel und die Klemm sind sehr IC und die Szene ist sehr gut nachvollziehbar
Danke, da freue ich mich sehr. Es war wirklich schwierig, die fünf Leute einigermaßen vernünftig unterzubringen. Man kann sich halt nicht auf alle gleich konzentrieren, da muss einfach einiges unerwähnt bleiben, was sich im Hintergrund so abspielt.

aber ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie es weitergeht
Ich auch! Also, auf eure Reaktionen, wie es ausgehen wird, weiß ich ja. *kicher* Auch wenn ich es noch schreiben muss.


joslj
17. Jan 2013 18:27 (UTC)
Immer überleben lässt? Beim letzten Regenbogen-Prompt habe ich ihn erstochen.
Na eben, das hatten wir doch schon! Also dann eben: meistens überleben lässt (es darf ja ruhig knapp werden).

Ich werde eine entsprechende Warnung über das nächste Kapitel schreiben.
Dass du ab und zu Hauptcharaktere meuchelst ? Oder dass du in diesem Fall ... ach nee, das will ich gar nicht wissen!

Edited at 2013-01-17 18:28 (UTC)
baggeli
17. Jan 2013 18:32 (UTC)
Beim letzten Regenbogen-Prompt habe ich ihn erstochen.
Na eben, das hatten wir doch schon!

Naja, es gibt ja noch tausend andere Wege, von dieser Welt zu gehen... *lol*


Dass du ab und zu Hauptcharaktere meuchelst ? Oder dass du in diesem Fall ...
Es wird eine allgemeine Warnung sein, genauer werde ich es nicht drüberschreiben.
( 22 Kommentare — Kommentar hinterlassen )

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