?

Log in

No account? Create an account

zurück | vor

Bingo-Prompt 5, Karte 2

Titel: Licht - Kapitel 15
Prompt: Regenbogen
Genre: Angst, Krimi, h/c, Drama?
Zusammenfassung: Er nahm den Pokal in die Hand und starrte versonnen auf das Licht, das sich wirklich wundervoll in dem prismaartig geschliffenen Glasfuß der Trophäe brach. Je nachdem, wie er sie drehte, konnte er alle Farben des Regenbogens darin erkennen.
Anmerkungen: Da habe ich den Regenbogen doch glatt ein zweites Mal bekommen. Das ist ein Zeichen...
Wörter: 18800
A.N.: Ich glaube, ich habe genug gewarnt in den letzten Kapiteln. Ich bin jetzt einfach mal still.


Als Thiel langsam wieder zu sich kam, brauchte er eine Weile, um sich zu orientieren. Er konnte sich kaum erinnern, wann und vor allem wie er in sein Bett gekommen war.
Doch mit einem Mal fielen ihm die Ereignisse vom Vortag wieder ein. Nahezu erschreckt sprang er auf die Füße; ein Blick auf die Uhr zeigte ihm, dass er sechzehn Stunden am Stück geschlafen hatte.

Thiel eilte zum Telefon und versuchte, Professor Jaschke in der Uniklinik zu erreichen. Aber das gelang ihm nicht, der Oberarzt stand am Operationstisch.
Der Krankenschwester am Apparat war es nicht erlaubt, ihm nähere Informationen über Boernes Zustand zu geben, aber sie wies ihn darauf hin, dass Jaschke nach Ende der Operation mit Sicherheit zurück auf die Station kommen würde.
Thiel dankte ihr und sprang nach einem zwischen Tür und Angel getrunkenen Kaffee unter die Dusche.
Fünfzehn Minuten später saß er auf seinem Rad und fuhr so schnell er konnte Richtung Uniklinik.




Er schluckte, als er an der Milchglastür klingelte, die die Intensivstation vor den Augen der restlichen Patienten und Besucher der Uniklinik abschirmte.
Als er am Tag zuvor gemeinsam mit Jaschke durch diese Tür gestürmt war, war er voller Hoffnung gewesen. Voller Hoffnung, dass sich nun alles zum Guten wenden würde, dass sie Boerne aus dem Gefängnis holen würden.
Dass er die Station so bald wiedersehen würde, hatte er nicht gedacht.
Nicht so.


Schritte, die sich auf der anderen Seite der undurchsichtigen Scheibe näherten, rissen ihn aus seinen trüben Gedanken. Thiel blickte auf und wenige Sekunden später öffnete Professor Jaschke selbst die Flügeltür.

Als er den Kommissar sah, huschte der Hauch eines Lächelns über sein Gesicht. „Da sind Sie ja.“ Seine Miene wurde wieder ernst, als er Thiel in den Vorraum winkte.
„Ich habe mich schon gewundert, weil Sie sich so lange nicht gemeldet haben. Frau Klemm erwähnte dann vorhin, dass Sie bis tief in der Nacht mit Professor Diebeck beschäftigt waren. Sie sagte, Sie wären ziemlich am Ende gewesen.“ Der Blick, mit dem er Thiel musterte, war eindeutig besorgt.
Thiel war das fast unangenehm. „Ich habe viel länger geschlafen als ich wollte“, murmelte er entschuldigend.
Jaschke legte den Kopf schräg. „So habe ich das nicht gemeint. So wie Sie aussehen, hätten es ruhig noch ein paar Stunden mehr sein dürfen.“

Er wusste, dass Jaschke das ehrlich meinte, doch Thiel wollte jetzt nicht sein eigenes Wohlergehen diskutieren, sondern fragte das, was ihm wie ein Stein im Magen lag. „Wie geht es ihm?“
Jaschke seufzte leise. „Kommen Sie, setzen wir uns.“
Thiel wurde auf diese Antwort hin ganz mulmig. Er hatte erwartet, dass der Professor nun gleich berichten und ihn zu Boerne bringen würde; dass er ihn jetzt zuerst in sein Büro führte, machte ihm Angst.


Im Arbeitsraum angekommen, setzte Thiel sich auf den Platz, den er am Tag zuvor schon innegehabt hatte. Jaschke ließ sich in seinen Schreibtischstuhl sinken und mit einem Male wurde Thiel bewusst, wie übernächtigt und erschöpft der Mediziner aussah.

„Sie wissen, welche Verletzungen er davongetragen hat?“, fragte sein Gegenüber übergangslos.
Thiel nickte beklommen, hatte die Erläuterungen von Nadeshda noch genau im Ohr.
Jaschke holte tief Luft und verschränkte die Hände auf der Tischplatte. „Die Verletzungen des Brustkorbs waren lebensbedrohlich, aber dank der schnellen Reaktion von Dr. Neuhaus konnte ein vollständiger Kreislaufstillstand abgewendet werden. Als Karls Lunge versagt hat, hat er ihn beatmet, bis die Kollegen vom RTW eintrafen.“
Mit wachsendem Unbehagen beobachtete Thiel, wie der normalerweise so gelassene Mann unruhig seine Finger knetete.

„Die Operation, die daraufhin nötig war, verlief nach Plan, wir haben die Blutungen stillen können und die eingelegte Saugdrainage arbeitet, wie sie soll. Der kollabierte Lungenflügel hat sich wie erwartet wieder entfaltet.“
Er lehnte sich in seinen Stuhl zurück als er leise fortfuhr: „Der Schädelbasisbruch erforderte bislang keine therapeutischen Maßnahmen, wir beobachten ihn nur. Es gibt zurzeit keine Anzeichen für einen Hirndruckanstieg oder andere Komplikationen. Wir haben die sedierenden Medikamente ausgeschlichen und warten seit einigen Stunden darauf, dass er das Bewusstsein wiedererlangt.“

Als der Mediziner nun schwieg, ergriff Thiel nach ein paar Sekunden unsicher das Wort. „Aber… das klingt doch, als sei soweit alles ganz gut, oder? Was stimmt denn nicht?“ Denn das etwas Elementares nicht stimmte, war nicht zu übersehen.


Völlig unvermittelt erhob Jaschke sich aus seinem Stuhl und begann, auf und ab zu laufen. „Er wird nicht wach. Und ich weiß nicht warum.“
Für einen Moment blieb er stehen und rieb sich mit einer Hand über die Stirn, als habe er Kopfschmerzen. „Es liegt keine Hirnverletzung vor, wir haben das gründlich untersucht. Auch alle anderen Werte sind zufriedenstellend. Zumindest so zufriedenstellend, wie sie das bei seinem durch die Haft geschwächten Zustand sein können.“ Die letzten Worde waren ein bitteres Schnauben, dann nahm er seine unruhige Wanderung wieder auf.
„Ich erwarte nicht, dass er nach einem solchen Trauma schon wieder ansprechbar ist, aber es müsste inzwischen zumindest leichte Anzeichen geben, dass er langsam wieder zu sich kommt. Die Medikamente sind soweit abgebaut, dass er unruhig werden, gegen die Beatmung ankämpfen müsste. Es gibt Patienten, die mit einer höheren Dosis im Blut schon versucht haben, sich den Tubus herauszureißen, aber er zeigt keinerlei Reaktion. Anstatt, dass er selber mehr und mehr mitarbeitet, verschlechtert er sich noch; das Gerät beatmet ihn inzwischen fast zu hundert Prozent.“

Er lehnte sich an seinen Schreibtisch und rieb sich mit beiden Händen die Augen, bevor er müde hinzufügte. „Vielleicht braucht er einfach noch Zeit. Vielleicht stabilisiert er sich, nachdem er noch eine Weile ausgeruht hat, ich weiß es nicht. Aber ich habe das Gefühl, dass er uns entgleitet und ich weiß nicht, was ich dagegen tun soll.“

Thiel wollte nicht glauben, was er da hörte. Für einen Moment starrte er den Professor hilflos an, während seine Gedanken wie wild kreisten. „Aber wie kann das sein?“
Das Gesicht seines Gegenübers spiegelte eine Mixtur aus Ratlosigkeit und Verzweiflung. „Medizinisch gibt es keine einleuchtende Erklärung, alle Parameter sind zufriedenstellend.“ Er wurde ganz leise, als er hinzufügte: „Es kommt mir vor, als hätte er seinen Überlebenswillen verloren; als hätte er einfach keine Kraft mehr, zu kämpfen.“

Thiel wusste nicht, wie er reagieren sollte. Nach dem vorsichtigen Optimismus, den Nadeshda in der Nacht weitergegeben hatte, hatten ihn diese Aussagen nun völlig unerwartet getroffen.
Doch mit einem Mal stand er entschlossen er auf. „Ich will zu ihm.“

Jaschke nickte langsam. „Ich bringe Sie hin.“


Kurz darauf standen sie vor einem Zimmer ziemlich am Ende des langen Flures. Jaschke drückte noch einmal wortlos seine Schulter und ließ ihn dann allein. Für zwei Sekunden blickte Thiel ihm unsicher hinterher, bevor er langsam durch die Tür ging und sich nach einiger Überwindung seinem Kollegen näherte.


Er stand nicht zum ersten Mal am Bett einer schwerverletzen Person, das brachte sein Beruf so mit sich. Immer schon hatte er sich im Angesicht dieser erschlagenden Gerätemedizin unwohl gefühlt; aber diesmal war es schlimmer als je zuvor. Für einen Moment musste er gegen den Drang ankämpfen, wieder aus dem Zimmer zu fliehen.


Den Anblick der Infusionspumpen, die den Verletzen mit lebenswichtigen Medikamenten und Flüssigkeit versorgten, oder der Überwachungsmonitore, auf denen verschiedenfarbige Graphen rhythmisch zuckten, konnte Thiel noch halbwegs ertragen.
Schwieriger wurde es schon bei dem Beatmungsgerät, das über das biegsame Rohr in Boernes Hals im unerbittlichen Rhythmus Luft in die Lunge des bewusstlosen Mannes presste.
Aber als er die beiden großvolumigen Schläuche, die unter dicken Kompressen verborgen in Boernes Brust verschwanden, nur mit einem Blick streifte, stieg eine kaum zu beherrschende Übelkeit in ihm auf.

Thiel kniff die Augen zu und musste ein paar Mal schlucken, bevor er endlich das Gefühl hatte, sich so weit unter Kontrolle zu haben, dass er sich nicht auf der Stelle übergeben würde. Er war für derlei Dinge einfach nicht geschaffen.

Es dauerte eine Zeit, bis er die Augen langsam wieder öffnete und sich mit einer zittrigen Hand über die Stirn wischte, bevor er dann bis nah an das Bett trat. Auf die Art gelang es ihm leichter, die ganze Technik zu ignorieren und sich nur auf seinen Kollegen zu konzentrieren.

Boernes so schmal gewordenes Gesicht war weiß wie die Wand, was nach dem massiven Blutverlust, den er am Vortag erlitten hatte, nicht wirklich verwunderlich war. Lediglich seitlich an der Schläfe, in Höhe des Ohres, zog sich eine dunkel verfärbte Schwellung bis unter die Haare.
Erschaudernd erinnerte Thiel sich Nadeshdas Erklärungen. Schädelbruch... gesplitterte Rippen… was hatten seine Mithäftlinge ihm angetan, womit hatten sie auf ihn eingeprügelt? Schläge mit der Faust konnten Knochen doch nicht derart zertrümmern?
Er merkte, dass er selber instinktiv die Hände zu Fäusten geballt hatte und musste sich bewusst zwingen, wieder locker zu lassen; bewusst zwingen, sich etwas zu entspannen.


Nach zwei tiefen Atemzügen ließ er seine Augen erneut über das Gesicht seines Kollegen schweifen, und ihm wurde klar, dass er die erschreckende Farbe und die sichtbare Verletzung gar nicht als so schlimm empfand; weit mehr setzte ihm der Ausdruck in Boernes Gesicht zu - oder vielmehr die Tatsache, dass keinerlei Ausdruck vorhanden war.


Es war gerade erst eine Woche her, dass Thiel bei ihm in der JVA gewesen war und doch kam es ihm vor, als läge eine Ewigkeit dazwischen. Er hatte noch gut vor Augen, wie Boerne ausgesehen hatte, als er auf dem Sofa des Besuchsraumes eingeschlafen war; sogar im Schlaf hatte er erschöpft und angestrengt gewirkt, gezeichnet von der Zeit im Gefängnis. Aber auch wenn das ein Anblick gewesen war, der Thiel mit Unbehagen und Sorge erfüllt hatte, so war es doch immerhin ein lebendiges Gesicht gewesen.

Aber jetzt war in Boernes Zügen von Leben nichts zu erkennen; die Energie, die ihn normalerweise wie eine Aura umgab, war vollständig verschwunden.
Und das ängstige Thiel.


Er musste sich zusammenreißen, um diese Gedanken abzuschütteln und trat dann so nah an das Bett, dass er mit der Hüfte die Matratze berührte. Vorsichtig nahm er Boernes kalte Hand in seine und beugte sich über ihn.
„Boerne? Ich bin’s, Thiel.“ Er starrte in das blasse Gesicht und räusperte sich, bevor er eindringlich fortfuhr. „Ich habe Diebeck hinter Gitter gebracht, das hat Frau Haller Ihnen bestimmt schon erzählt. Es ist alles gut, sobald Sie hier rausmarschieren dürfen, kommen Sie zu uns nach Hause.“
Er verschwendete keinen Gedanken daran, dass er die Idee, mit einem Bewusstlosen zu sprechen, vor zwei Tagen wahrscheinlich noch als völlig absurd abgetan hätte; jetzt, in dieser Situation war es das Selbstverständlichste der Welt. Er hatte Boerne etwas mitzuteilen.
„Sie werden mir jetzt gut zuhören. Wir hatten eine Vereinbarung, erinnern Sie sich? Sie geben nicht auf, wenn ich nicht aufgebe. Ich habe mein Versprechen eingelöst, und jetzt verdammt nochmal sind Sie dran! Haben Sie das verstanden? Sie werden nicht aufgeben!“

Er drückte die schlaffe Hand in seiner und merkte selber, dass seine Stimme ein wenig zitterte, als er leise hinzufügte. „Ich schwöre Ihnen, ich werde es Ihnen nie verzeihen, wenn Sie Ihr Wort nicht halten.“



Irgendwann hatte Thiel einen Stuhl herangezogen und sich neben das Bett gesetzt; zu stehen schaffte er einfach nicht mehr, die Ereignisse der letzten Tage steckten ihm noch zu sehr in den Knochen.
Er wusste nicht, wie lange er dort gesessen und ohne wirklich zu sehen auf seinen Kollegen gestarrt hatte, als sich die Zimmertür öffnete und Frau Haller in den Raum trat.
Sie sagte nichts, holte sich nur einen zweiten Stuhl und setzte sich neben ihn.




Es war das durchdringende Alarmgeräusch des Monitors, das ihn aus dem erschöpften, halbschlafartigen Zustand riss, in den er nach und nach gesunken war.
Zu Tode erschrocken fuhr Thiel aus seinem Stuhl hoch und starrte entsetzt auf das Bild, das sich ihm bot. Er brauchte Frau Hallers verzweifelten Aufschrei nicht, um zu verstehen, was die veränderten Linien auf dem Bildschirm bedeuteten; jeder Laie wusste das.
Instinktiv zog er sie an sich, als sie rückwärts stolperte und hielt sie, als sie hektisch herumfuhr und ihr Gesicht an seiner Schulter verbarg.


Er hielt sie, als nach kürzester Zeit die Tür aufgerissen wurde und mehrere Krankenpfleger in den Raum stürmten; hielt sie, als das Pflegepersonal sich in fieberhafter Aktivität an Boerne zu schaffen machte, während einer von ihnen sie am Arm fasste und sie energisch auf den Flur schob.
Er hielt sie, als sie heftig zusammenzuckte, weil ein paar Sekunden später die Tür am Eingang der Station mit solcher Gewalt aufgestoßen wurde, dass die Flügel mit lautem Scheppern an die Wand schlugen; hielt sie, als Professor Jaschke mit versteinerter Miene über den Flur sprintete und schon längst in Boernes Zimmer verschwunden war, bis die von ihm misshandelte Tür sich mit einem leisen Klicken schloss.
Er hielt sie, als er merkte, dass ihre Knie nachgaben; hielt sie, während er sich mit ihr wie in Trance an der Wand herunterrutschen ließ.

Er hielt sie immer noch, als die Zimmertür sich irgendwann wieder öffnete und Jaschke wortlos neben ihnen auf den Boden sank.



Kapitel 1 - Kapitel 2 - Kapitel 3 - Kapitel 4 - Kapitel 5 - Kapitel 6 - Kapitel 7 - Kapitel 8 - Kapitel 9 - Kapitel 10 - Kapitel 11 - Kapitel 12 - Kapitel 13 - Kapitel 14 - Kapitel 15 - Epilog

Comments

( 10 Kommentare — Kommentar hinterlassen )
iskandra
18. Jan 2013 23:15 (UTC)
...wie soll ich jetzt beruhigt schlafen gehen können....du bist ja BÖSE! Aber hey, es ist ja genau solches Zeug, das ich gerne lese, ich muss wohl einen leichten masochistischen Zug haben! Ich setz mich in Gedanken dann mal neben Thiel auf den Boden und halte ihm die Hand...
(Ich habe 1993 meinen Freund verloren und deshalb eigentlich ein ganz schlechtes Verhältnis zu Krankenhausbesuchen, da mir die immer wieder so final erscheinen, ich sollte sowas also gar nicht lesen, aber hey-es ist ja nicht real....)
baggeli
18. Jan 2013 23:22 (UTC)
Ich habe 1993 meinen Freund verloren und deshalb eigentlich ein ganz schlechtes Verhältnis zu Krankenhausbesuchen
Ich gebe zu, dass ich gerade mächtig schlucken musste, als ich das gelesen habe.
Es ist mir selber bislang nicht bei einem Freund/Partner passiert, aber bei meinem Vater. Deshalb kann ich das Gefühl sehr gut nachvollziehen.
Und wie oft ich schon in Dienstkleidung in einer solchen Situation dabeigestanden habe, weiß ich nicht....
Ich hoffe, du hattest damals jemanden, der deine Hand gedrückt hat.


...wie soll ich jetzt beruhigt schlafen gehen können....du bist ja BÖSE!
Ja, das bin ich wohl. Aber ich hatte gewarnt. :)

aber hey-es ist ja nicht real
Genau, wie hat cricri das mal so schön gesagt? 'Nur eine von unendlich vielen fiktionalen Realitäten...' :D
iskandra
18. Jan 2013 23:32 (UTC)
Ich gebe zu, dass ich gerade mächtig schlucken musste, als ich das gelesen habe.
Es ist mir selber bislang nicht bei einem Freund/Partner passiert, aber bei meinem Vater. Deshalb kann ich das Gefühl sehr gut nachvollziehen.
Und wie oft ich schon in Dienstkleidung in einer solchen Situation dabeigestanden habe, weiß ich nicht....
Ich hoffe, du hattest damals jemanden, der deine Hand gedrückt hat.


Deshalb habe ich einen Heidenrespekt vor dir-ich könnte das nie! Ich schau mir dann doch lieber schon gaaanz lange tote Mumien näher an...oder gleich Knochen. Oder eben Sprachen, lebend oder tot.
Leider war ich damals absolut alleine mit dem ganzen Kram - ich knabbere heute noch dran.

Genau, wie hat cricri das mal so schön gesagt? 'Nur eine von unendlich vielen fiktionalen Realitäten...' :D

Bei cricri muss ich auch endlich mal kommentieren - ich bin ja so kommentarfaul, und doch habe ich von euch beiden, und auch farfie, alles verschlungen. Asche auf mein Haupt, etc. etc.
baggeli
18. Jan 2013 23:36 (UTC)
Leider war ich damals absolut alleine mit dem ganzen Kram - ich knabbere heute noch dran.
*drück*

Bei cricri muss ich auch endlich mal kommentieren - ich bin ja so kommentarfaul, und doch habe ich von euch beiden, und auch farfie, alles verschlungen
Das freut mich (und sicher auch die beiden anderen) ungemein!!
Und wenn du ab und an mal die eine oder andere Meldung dalässt, sind wir alle ganz glücklich!! :D
anja79
19. Jan 2013 10:36 (UTC)
Mir fehlen gerade etwas die Worte. Ich lese weiter mit und hoffe darauf das noch eine kleine Möglichkeit besteht das sie ihn retten konnten. Ist wahrscheinlich nicht so realistisch aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
baggeli
19. Jan 2013 10:41 (UTC)
Ich lese weiter mit
Da freue ich mich!


Ich habe gerade etwas RL-Probleme und kann nicht versprechen, dass ich den Epilog fertigbekomme. Mir platzt der Schädel (ich glaube langsam, ich gehe wirklich in Richtung Migräne, das kann so nicht mehr normal sein), ich muss die Feier für morgen vorbereiten, alles einkaufen, backen und noch in ein Kinder-Musical am Nachmittag.
Naja, mal sehen. Wenn die Rübe noch aufklart, wird es vielleicht am Abend was.

cricri_72
19. Jan 2013 11:16 (UTC)
Off topic - sind das Deine Kätzchen? Jedenfalls sehr niedlich :)
anja79
19. Jan 2013 11:23 (UTC)
Ja, das sind meine Stubentiger. Vielen dank. Deine auch. :)
cricri_72
19. Jan 2013 11:14 (UTC)
Das tut richtig weh zu lesen. Was als Kompliment gemeint ist ... sehr anschaulich und dramatisch geschrieben, man leidet im wahrsten Sinne des Wortes mit. Aber ich weigere mich zu glauben, daß das das Ende war!

Es kommt mir vor, als hätte er seinen Überlebenswillen verloren
Boerne? Niemals!

Ich glaube, daß ich mich freue, Jaschke wiederzusehen, habe ich schon geschrieben. Lieblingssätze sind bei so einem Text schwer herauszupicken ... ich habe da fast ein schlechtes Gewissen. Aber auf jeden Fall ist das Ende, so traurig es auch ist, wunderschön geschrieben. Und ich bin froh, daß Thiel und Frau Haller wenigstens zu zweit sind.

Tja, dann hoffe ich mal auf den Epilog ... (in meinem Kopf geht es sowieso gut aus ;)
baggeli
19. Jan 2013 11:31 (UTC)
Das tut richtig weh zu lesen. Was als Kompliment gemeint ist ...
Ich freue mich, wenn es wirklich so sein sollte; denn diese Kapitel sind alle so mit der heißen Nadel gestrickt. Normalerweise lasse ich solche Texte gerne ein/zwei Tage ruhen und auf mich selber wirken, aber bei dieser täglichen Sache wird das über den Tag verteilt minutenweise geschrieben, abends noch einmal durchgelesen und dann hochgeladen.
Umso mehr freue ich mich, wenn du sagst, es ist nicht nur lesbar sondern einigermaßen mitreißend.

Ich glaube, daß ich mich freue, Jaschke wiederzusehen
Ich mag ihn auch.
Erst war es ein anonymer Arzt in dem Kapitel, in dem Thiel und der Doc das mit der Zeitdiskrepanz raffen, weil ich dachte, dass Jaschke als Freund viel mehr nachgebohrt hätte und viel eher erkennen hätte müssen, dass etwas nicht stimmt. Bei jemandem, den das nicht interessiert, wäre es glaubwürdiger gewesen, dass das nicht aufgefallen ist.
Dass Jaschke nicht eher was gemerkt hat, ist einer der Schwachpunkte, zweifellos.
Aber weil ich einfach wusste, wo ich noch mit ihm hin muss in diesen letzten Kapiteln, konnte es nur Jaschke werden. Das wäre mit einem unbeteiligten Arzt einfach nicht so gegangen.



Tja, dann hoffe ich mal auf den Epilog ...
Ich auch.
Ich hab jetzt eine fette Koffeeindosis, einen Schwapps Vitamin C und ne Ibuprofen intus. Wenn der Kopf jetzt nicht bald besser wird, weiß ich nicht, wie ich den ganzen Tag schaffen soll. *motz*
Zum Glück fährt mein Mann einkaufen, so habe ich das schon mal vom Hals...
( 10 Kommentare — Kommentar hinterlassen )

Latest Month

April 2018
S M T W T F S
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
2930     

Tags

Gehostet von LiveJournal.com
Designed by Tiffany Chow