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3-Sätze-Ficathon

Ich habe doch noch mitgemacht (besser spät als nie) - wer hätte es gedacht. Inzwischen sind es fünf 'Dreisätze' und da lohnt sich ja langsam ein Post.

Edit: mir fällt gerade auf, dass die meisten Fills sich um Boerne/Alberich drehen. Was ist bloß los mit mir?! Also wohl eher nichts für die Slasher unter euch.


Hier ist der Origniallink... *klick*



Der dunkle Fleck:
Boerne musste sich anstrengen, seine Erleichterung über den glimpflichen Ausgang dieses Zwischenfalls betont entspannt zu überspielen, als er an die Rolltrage trat und fragte: „Na wie sieht’s aus, lebenswichtige Organe geschädigt?“
Sein Lächeln wich allerdings einem Ausdruck der Verblüffung, als Thiel nur die Augen verdrehte und lispelte: „Jaja, für heute quittier ich den Polizzeidiensst.“
Das Grinsen, das sich daraufhin auf Boernes Gesicht ausbreitete, wollte er den Kommissar besser nicht sehen lassen, deshalb wandte er sich schnell ab; es war nämlich mehr als zweifelhaft, ob Thiel diese ausgleichende Gerechtigkeit als ebenso amüsant empfand, wie er.


Das Wunder von Wolbeck:
Mit einem fassungslosen „NEIN!!!“ sah Thiel das Baby aus Stella Lembecks Händen über das Geländer des Hafenkranes hinweg in die Tiefe stürzen. Sein Schrei war noch nicht verklungen, als Boerne, der sie die ganze Zeit nicht aus den Augen gelassen hatte, lossprintete und an der Kaimauer angekommen mit einem mächtigen Satz ins Wasser hechtete.
Als er kurz darauf wieder auftauchte und der kleine Theo in seinen Armen nach einer Schrecksekunde fürchterlich zu husten und gleichzeitig panisch, aber sehr lebendig zu schreien begann, wurden Thiel vor Erleichterung die Knie weich.


Herrenabend:
Während sie in einem einschläfernden Rhythmus die Bilder der Vermissten aus Südafrika durchklickte und jeden Fehlschlag dabei mit einem monotonen „…nein…“ kommentierte, hing Boerne in Schieflage neben ihr auf dem Schreibtisch und schien gegen die Müdigkeit anzukämpfen – bis ihn ein leises „Ja!“ aus seinem Stupor riss. Nach einem ungläubigen Blick auf den Monitor wandte er sich ihr zu, umfasste ihr Gesicht und schmatzte ihr mit einem enthusiastischen: „Alberich, ich befürchte, ich liebe Sie!“ einen dicken Kuss auf die Stirn. Sie war so verdattert, dass sie sich zuerst einmal in ihren Stuhl zurücksinken ließ, bevor sie zu grinsen anfing: „Wurde ja auch Zeit, dass Sie es endlich mal bemerken!“


Wolfsstunde:
Sie wusste nicht, welche Emotion überwog, als sie ihr Sektglas anhob und zynisch fragte: „Machen wir uns trotzdem einen schönen Abend, oder wollen Sie lieber im Ozean der Einsamkeit ertrinken?“
Unglaube, Enttäuschung und das Gefühl, dass eine Hoffnung, die sie sich so bewusst gar nicht eingestanden hatte, gerade zerstört worden war, hielten sich die Waage.
Aber nachdem Boerne, der sie ein paar Sekunden lang wortlos angestarrt hatte, zu lächeln begann, sich dann zum Kellner umwandte und leise rief: „Pippo, ein Kissen für die Dame!“, war das Gefühl der Schmetterlinge in ihrem Bauch ganz plötzlich zurück.


Zwischen den Ohren:
Den Raum zu verlassen, als Boerne sie aufforderte: „Und jetzt gehen Sie mal, ich habe zu arbeiten“, war die letzte ihrer Ideen; ohne groß darüber nachzudenken umrundete Silke mit schnellen Schritten seinen Schreibtisch, drehte seinen Stuhl und zog ihn an sich. Er spannte sich schlagartig an und für einen Moment dachte sie, sie hätte die falsche Entscheidung getroffen – doch als er nach zwei Sekunden in sich zusammensank, seine Arme um sie legte und sich mit aller Kraft an ihr festhielt, zog sie ihn mit einem leisen Seufzen noch etwas näher.
Warum musste er es sich immer so schwer machen.

Comments

( 2 Kommentare — Kommentar hinterlassen )
veradee
19. Mär 2013 22:17 (UTC)
Das erste gefällt mir besonders gut! Ich fand es immer witzig, dass Boerne sich prompt moch einmal einen Zahn ausschlägt, aber diese Variante hat auch ihren ganz besonderen Reiz. :)
baggeli
19. Mär 2013 22:23 (UTC)
aber diese Variante hat auch ihren ganz besonderen Reiz. :)
Fand ich auch! *snicker*
Ich bin gemein zu Thiel, ich weiß. Aber warum muss Boerne immer der Pechvogel sein? =)
( 2 Kommentare — Kommentar hinterlassen )

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