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So ihr Lieben. Ich bin mal für vier Tage weg, mache mit Freundinnen einen Trip nach Freiburg.

Vorher habe ich mich noch schnell an einer Story ausgetobt, weil ich beim BigBang nicht weiterkomme.
Diese ist leider irgenwie noch alles andere als rund; aber nachdem ich Boerne die Tage habe sterben lassen, stand mir der Sinn danach, ihn mal wieder etwas zu hätscheln und zu pflegen.
Seid gewarnt, fast alles in dieser Geschichte habe ich schon einmal in anderen Stories verwurstet. Aber egal.

Ich werde da noch dran weiterarbeiten; entweder es wird auf Dauer noch was draus oder sie landet in der Tonne, ich bin mir noch nicht ganz sicher.

Bis die Tage!



Titel: Donnerwetter
Sommerbingo-Joker: Gewitter
Genre: Freundschaft, h/c
Wörter: 3950
Anmerkungen: Die Story ist Mist, ganz einfach. Aber egal. Ihr müsst sie ja nicht lesen.
Zusammenfassung: Hitzegewitter und ein Donnerwetter von Alberich machen Boernes Leben ganz schön kompliziert...

Update: ich habe noch ein paar Wortwiederholungen herausgefischt und zwei/drei unglückliche Formulierungen abgeändert, aber sonst nichts weiter veranstaltet...


Thiel war gerade dabei, fröhlich pfeifend eine großzügige Portion Streukäse über seinem Auflauf zu verteilen, als die Türklingel so unvermittelt und langanhaltend ertönte, dass er vor Schreck die Tüte verriss und sich eine gute Handvoll des  wertvollen Inhaltes über Arbeitsplatte und Fußboden verteilte. Fluchend pfefferte er den Plastikbeutel neben das Waschbecken, wischte sich die Hände an der Jeans ab und stapfte zur Tür.
Das konnte doch nur einer sein… dabei hatte er Boerne eigentlich noch in Griechenland vermutet, hatte er doch seit Tagen von nichts anderem gesprochen, als von diesem Wissenschaftspreis, der gestern dort verliehen wurde und von dem er überzeugt war, dass er der Gewinner sein würde.

Das „WAS?“ mit dem Thiel die Tür aufriss, war sicherlich nicht gerade sehr freundlich, aber er hatte Hunger und wirklich keine Lust, sich von seinem anstrengenden Nachbarn seinen freien Nachmittag vermiesen zu lassen.
Das „Wie sehen Sie denn aus?“, das er unmittelbar hinterher setzte, klang da schon ein wenig gutmütiger. Verwundert musterte er den Rechtsmediziner, der mit tropfenden Haaren vor ihm stand und vergeblich versuchte, seine beschlagene Brille mit seiner triefendnassen Anzugjacke zu putzen.
Thiel hatte gar nicht mitbekommen, dass es draußen offenbar wieder mächtig schüttete, doch die Tatsache, dass sein Kollege von Kopf bis Fuß durchnässt war, ließ keinen anderen Schluss zu. Nun, die Sommergewitter waren schon den ganzen Tag nicht ohne gewesen; es war so schwül im Haus, das Thiel sich dreimal überlegt hatte, ob er wirklich den Ofen anstellen und sich einen Auflauf zubereiten sollte.


„Thiel, Sie müssen mir zwanzig Euro leihen und mich telefonieren lassen.“ Ohne eine Antwort abzuwarten, machte Boerne mit der ihm eigenen Selbstverständlichkeit Anstalten, sich an ihm vorbeizudrängen, doch das ließ Thiel nicht zu. Von allen verrückten Ideen, die sein Nachbar gerne mal so an den Tag legte, war dies zweifellos eine, die ziemlich weit oben auf der Absurditätsskala rangierte.
Er presste seine Hand auf Boernes Brust und stoppte ihn, bevor er noch einen Schritt machen konnte.
„Sind sie bekloppt geworden? Ich hab‘ vor drei Wochen noch gewischt, da lasse ich Sie doch nicht meine Bude volltropfen.“
Boerne, der diesen Scherz wohl nicht amüsant fand, öffnete schon den Mund für eine Erwiderung, doch Thiel war noch nicht fertig und wurde jetzt ernst. „Was auch immer Sie von mir wollen, Sie gehen jetzt erst mal rüber und ziehen sich was Trockenes an, sonst holen Sie sich noch was weg.“
Boerne verdrehte entnervt die Augen und setzte seine Brille wieder auf. „Darum geht es ja, Thiel. Ich kann nicht in meine Wohnung, ich habe den Schlüssel im Institut liegen lassen. Und jetzt muss ich ein Taxi rufen.“

Wieder trat er einen Schritt vor, wurde aber von einem verwirrten Thiel erneut gestoppt. „Augenblick, ich versteh‘ kein Wort! Wo ist denn Ihr Wagen?“
„In der Werkstatt, das hatte ich Ihnen vorgestern schon erzählt. Und nun machen Sie doch endlich. Das ist doch wohl nicht zu viel verlangt.“ Das war eindeutig Ungeduld, die sich da langsam in Boernes Stimme schlich, aber das war Thiel egal.  Er verschränkte die Arme und schüttelte den Kopf.
„Das wird nix. Zwanzig Euro gibt’s hier nicht."


Boerne fuhr sich mit beiden Händen durch das Gesicht und wirkte immer angespannter. „Herrgott, jetzt haben Sie sich doch nicht so! Ich gebe Ihnen das Geld morgen zurück, das wissen Sie auch.“
Vielleicht bildete Thiel es sich ein, aber irgendwie hatte er das Gefühl, dass Boernes Ungeduld auch ein Hauch Verzweiflung beigemischt war – aber naja, er konnte sich auch täuschen. Und helfen konnte er ihm ohnehin nicht.
Der Kommissar seufzte. „Sie verstehen das falsch. Auch wenn Sie es sich kaum vorstellen können, ich habe keine zwanzig Euro im Haus.“


Die Fassungslosigkeit, die sich daraufhin in Boernes Gesicht spiegelte, hätte ihn beinah laut auflachen lassen, aber er beschränkte sich auf ein leises Schnauben, als er sah, wie sein Nachbar heftig erschauderte. Kurzentschlossen fasste er ihn am Arm und zog ihn nun doch in seine Wohnung. Mit einem Griff schnappte er ein Handtuch aus dem Bad und warf es Boerne zu.
„Schuhe aus, hier ist wirklich geputzt. Jacke und Hemd auch, ich gebe Ihnen was von mir. Aber mit einer Hose kann ich nicht dienen, da würde Ihnen beim besten Willen keine passen.“
Als er aus seinem Schlafzimmer zurückkehrte, stand Boerne, der sich zumindest die Haare ein wenig abfrottiert hatte, in einer kleinen Pfütze, die sich um ihn angesammelt hatte und starrte nur wortlos auf das dicke Kapuzenshirt, das Thiel ihm entgegenstreckte.
„Mein Gott Mann, nun nehmen Sie schon. Ist frisch gewaschen.“
Mehr als zögerlich griff Boerne schließlich nach dem Pulli, aber als er von einem erneuten Schauder geschüttelt wurde, schien er zu dem Schluss zu kommen, dass ein Oberteil von Thiel dem Kältetod vorzuziehen war.


Innerlich grinsend nahm Thiel das nun feuchte Handtuch zurück und beobachtete, wie sein Nachbar sich hektisch und mit scheinbar kalten, steifen Fingern aus seinem Sakko, Hemd und Schlips quälte und danach in den viel zu weiten Pullover schlüpfte.
Als er zu guter Letzt seine Brille wieder aufgesetzt hatte, reichte Thiel ihm das Frotteetuch erneut. „So, und wenn Ihre Haare jetzt wieder einigermaßen trocken sind, nehmen Sie einfach Ihr Mobiltelefon, rufen sich ein Taxi und machen auf dem Weg zum Institut an einem Geldautomaten halt. Das kann doch nicht so schwer sein. Ich leih‘ Ihnen auch ´ne Regenjacke.“
Aber sein Kollege wusste diesen Tipp anscheinend nicht zu würdigen. Stattdessen ließ Boerne sich gehen den Türrahmen sinken und echauffierte sich. „Für wie dumm halten Sie mich eigentlich, Thiel? Das hätte ich doch längst gemacht, aber das ist mir nicht möglich. Man hat mir mein Mobiltelefon und meine Brieftasche gestohlen.“
Die arrogante Fassade, die Boerne mit Macht aufrecht zu halten versuchte, bröckelte, das wurde Thiel mit einem Male bewusst. So harsch die Worte unter anderen Umständen wohl geklungen hätten, jetzt war er dafür ein wenig zu leise und seiner Stimme fehlte der übliche Biss.


Thiel riss verblüfft die Augen auf. „Gestohlen? Wie? Und wo?"
Boerne nahm das Handtuch mit zitternden Fingern hoch, fuhr sich damit über die Stirn und wischte ein paar Tropfen weg, die ihm aus den immer noch nassen Haaren geronnen waren. „Heute Nacht, auf dem Flughafen. Ich  bin eingeschlafen und als ich wieder aufgewacht bin, waren meine Taschen ausgeräumt und mein Handgepäck weg. Bitte Thiel, können Sie mich jetzt endlich telefonieren lassen?“
Er wirkte inzwischen nicht mehr angespannt; ganz im Gegenteil, er war eindeutig abgespannt, müde. Und anscheinend ein Stück weit mit den Nerven am Ende. Und Thiel beschlich so langsam das Gefühl, dass ihm noch ein wesentlicher Teil an Informationen fehlte.

Erneut fasste er Boerne am Arm und diesmal zog er ihn in sein Wohnzimmer, nasse Schuhe hin oder her.
„Hinsetzen. Und sitzenbleiben.“ Unnachgiebig drückte er ihn auf das Sofa, doch machte Boerne erstaunlicherweise gar keine Anstalten, sich zu wehren. Es war eher so, dass er ziemlich schwer auf die Couch sank; das kaum hörbare Stöhnen, das er offenbar noch zu unterdrücken versucht hatte, war Thiel nicht entgangen.


Ohne eine Antwort abzuwarten, marschierte der Kommissar in die Küche, schenkte einen heißen Kaffee ein und drückte ihn Boerne in die kalten Hände. Dann ließ er sich ihm gegenüber in den Sessel fallen, verschränkte die Arme hinter dem Kopf und forderte: „So, und jetzt mal der Reihe nach. Was genau ist passiert?“
Boerne, der die heiße Tasse in den Händen gedreht und unbewegt darauf gestarrt hatte, blickte entnervt auf und stellte sie ab, ohne einen Schluck getrunken zu haben. „Das habe ich Ihnen doch gerade erklärt. War das zu kompliziert für Sie?


„Man Boerne, manchmal könnte ich Ihnen in den Hintern treten.“ Thiel beugte sich vor und stützte die Ellbogen auf die Knie. „Ich hätte es gerne etwas ausführlicher. Sie sind auf dem Flughafen eingeschlafen? Nach der Preisverleihung oder was? Ich dachte, Sie hätten sich ein Hotelzimmer genommen für die Nacht. Und haben Sie eigentlich gewonnen?“ Die kleine, süffisante Stichelei hatte er sich dann doch nicht ersparen können, weil ihm plötzlich aufgefallen war, dass sein Nachbar noch kein Wort über den Preis verloren hatte; ein mehr als deutliches Zeichen, dass er wohl nicht zum strahlenden Sieger auserkoren worden war.
Mit einem Seufzen ließ Boerne sich in die Polster zurücksinken und rieb sich erneut das Gesicht, bevor er aufblickte. „Ich habe keine Ahnung ob ich gewonnen habe, ich bin nie bei der Preisverleihung angekommen.“
„Ja wie jetzt?“ Also Thiel hatte mit vielem gerechnet, damit aber nicht. „Warum?“ Er gab sich keine Mühe, seine Verblüffung zu verbergen.


Boerne schien einzusehen, dass Thiel nicht lockerlassen würde und begann nach einem tiefen Atemzug nun endlich einmal mit einer zusammenhängenden Erklärung. „Ich bin aus Athen nicht weggekommen, aufgrund starker Hitzegewitter wurden alle Flüge gestrichen. Ich habe da über Stunden mit hunderten von anderen Fluggästen ausgeharrt, um die nächste Maschine zu bekommen, die nach Deutschland zurückging.“ Er schob sich in einer müden Geste die Brille hoch.
„Vielleicht für zwanzig Minuten bin ich eingenickt. Aber das hat gereicht. Als der Flug ausgerufen wurde und ich wieder aufgewacht bin, war alles weg. Telefon, Brieftasche, Ticket, Laptop… den Rest der Nacht habe ich mit ein paar Dutzend anderen Bestohlenen bei der Flughafenpolizei verbracht, um alle nötigen Formalitäten zu regeln. Heute Mittag gegen zwei war ich dann endlich wieder hier.“


"Oh Kacke.“ Thiel meinte es ernst. Jetzt allmählich konnte er ein wenig besser nachfühlen, warum Boerne so mitgenommen wirkte.
„Primitiv wie immer, Thiel“, seufzte Boerne nur leise. „Aber das trifft es leider auf den Punkt.“ Er straffte sich mühsam und forderte dann mürrisch: „Und können Sie jetzt bitte Ihren Vater anrufen, damit ich endlich meinen Schlüssel holen kann? Ich werde ihn bezahlen, nachdem ich morgen bei der Bank Geld abgehoben habe.“

„Vaddern ist nicht da, der hat ein paar Tage Urlaub.“ Thiel warf einen Blick auf die Uhr. „Ist Frau Haller noch im Institut? Wir könnten sie fragen, ob sie den Schlüssel vorbeibringt. Ist doch kein sehr großer Umweg, kurz hier rumzukommen und sie hat doch gleich Feierabend.“
Doch statt das Boerne das für eine gute Idee hielt, hatte er wie entgeistert die Hände hochgerissen. „Das werden Sie auf gar keinen Fall versuchen, Alberich ist heute nicht… sie wird… ich will sie heute keinesfalls mehr belästigen, vergessen Sie’s!“


Diese Reaktion hatte Thiel nun wirklich nicht erwartet; Boerne saß steif wie ein Brett und schien Mühe zu haben, den verunsicherten Ausdruck, der über sein Gesicht gehuscht war, hinter einer neutralen Maske zu verbergen. Aber das Vorhaben scheiterte grandios, dieses Aufflackern war Thiel nicht entgangen und das uncharakteristische Stammeln sagte mehr aus als tausend Worte. Er war aufgewühlt, das war eindeutig, und das konnte er nicht vor Thiel verbergen, auch wenn er sich dessen nicht bewusst zu sein schien.
Damit war Thiels Gefühl von zuvor ja wohl bestätigt; er hatte gleich gewusst, dass da noch mehr im Argen war. „Was ist denn mit Ihnen los? Haben sie beide sich gezofft oder was?“


Boerne, der endlich einen Schluck aus seiner Kaffeetasse genommen hatte, sah ihn nicht an und reagiert auch nicht. Aber damit ließ Thiel ihn natürlich nicht durchkommen.
„Boerne! Jetzt tun Sie nicht so, als hätten Sie mich nicht gehört. Ich habe gefragt, was los ist.“
Nun endlich blickte Boerne auf. „Mein Gott Thiel, das müssen wir doch jetzt nicht vertiefen, oder?“
Thiel verschränkte die Arme vor der Brust und starrte ihn lediglich wortlos an. Er würde unter gar keinen Umständen locker lassen. Und Boerne wusste das ganz genau.
Mit einem leisen Stöhnen stellte er die Tasse wieder ab, ließ sich zurück in die Rückenlehne fallen und fuhr sich in einer fahrigen Bewegung über die Stirn. „Alberich ist heute nicht gut auf mich zu sprechen.“
„Warum? Haben Sie mal wieder mit dem Kopf zu hoch oben in den Wolken geschwebt und auf die Bedürfnisse des kleinen Mannes keine Rücksicht genommen?“ Thiel musste sich zusammenreißen, um nicht zu grinsen. „Ich wollte natürlich sagen: der kleinen Frau?“
Es war so herrlich, wie es Boerne zusetzte, dass er Streit mit seiner Kollegin hatte. Dabei gab er sich doch immer solche Mühe, zu wirken, als sei er über derartige zwischenmenschliche Probleme erhaben.


Der Gesichtsausdruck des Rechtsmediziners war nach seiner Frotzelei mehr als gequält. „Grundgütiger, diese Art von Witzen liegt Ihnen nicht, können Sie uns das bitte in Zukunft ersparen.“
Thiel beobachtete stirnrunzelnd, wie Boerne unbewusst überprüfte, ob der Reißverschluss der Sweatjacke bis oben geschlossen war, während er erklärte: „Ich konnte nur deshalb fliegen, weil sie sich bereiterklärt hat, heute meine Vorlesungen zu übernehmen. Aber sie hatte am Mittag selber einen sehr wichtigen Termin, ich habe ihr hoch und heilig versprechen müssen, dass ich rechtzeitig zurück bin. Und dann hat es nicht geklappt.“
Boerne erschauderte nochmals und konnte ein weiteres Seufzen nicht unterdrücken. „Wenigstens haben mich die Polizisten dort telefonieren lassen, so dass ich ihr Bescheid geben konnte. Das hat die Stimmung allerdings auch nicht retten können.“


„Och Boerne.“ Thiel konnte sich sein Grinsen nun wirklich nicht mehr verkneifen. Die beiden benahmen sich so oft wie ein altes Ehepaar, sie bemerkten es nur nicht. „Sie wird drüber wegkommen. Dass Sie ausgeraubt wurden, war doch nun wirklich viel Pech und das wird Frau Haller auch einsehen, wenn sie sich etwas beruhigt hat.“ Er kratzte sich kurz am Kopf. „Ehrlich gesagt wundert mich fast, dass sie ungehalten ist. Das war doch höhere Gewalt, sie ist doch sonst nicht so ungerecht.“

Als Boerne wieder aufblickte, wirkte er mächtig frustriert. „Sie hat mir gar keine Zeit für Erklärungen gegeben, sie hat gleich aufgelegt. Als ich dann endlich im Institut angekommen bin, ist sie ohne ein Wort an mir vorbeigerauscht. Und als sie vorhin zurückgekommen ist, war es nicht besser. Das Donnerwetter hatte sich gewaschen aber ich bin nicht zu Wort gekommen.“
Thiel schnaubte amüsiert und wollte noch etwas erwidern, doch dazu ließ Boerne ihm keine Gelegenheit sondern drängte erneut: „So, nachdem jetzt alles geklärt ist, kann ich ja wohl endlich das Taxi rufen? Die werden ja hoffentlich ausnahmsweise auf Rechnung fahren.“


Doch Thiel winkte ab.
„Lassen Sie mal gut sein. Ich kann Sie gleich bringen, ich hab‘ mir heut Nachmittag den Dienstwagen mitgenommen. Bei dem Gewitter war ja an Radfahren nicht zu denken. Aber jetzt zuerst muss ich schnell meinen Auflauf in den Ofen schieben.“ Er erhob sich. „Sie haben doch sicher auch nichts Gescheites gegessen die letzten Stunden, so verkniffen, wie Sie aussehen. Ich lade Sie ein.“
Boerne starrte ihn verdrossen an. „Ich habe keinen Hunger. Können wir nicht zuerst ins Institut fahren?“
„Nein, können wir nicht.“ In diesem Fall war Thiel zu keinerlei Kompromissen bereit, auf die paar Minuten würde es jetzt ja wohl nicht mehr ankommen. „Der Auflauf ist doch ruckzuck fertig. Sie essen was, dann fahre ich Sie und dann können Sie sich ins Bett hauen.“
Mit diesen Worten verschwand er in der Küche und sah noch aus dem Augenwinkel, wie Boerne ergeben den Kopf auf die Sofalehne fallen ließ.


Thiel heizte den Ofen vor und schnappte dann die Kaffeekanne, um dem Rechtsmediziner noch etwas von dem heißen Getränk nachzuschütten. Dem Mann schien immer noch kalt zu sein, auch wenn Thiel ein Rätsel war, wie das bei diesen Temperaturen möglich war. Er selbst hatte schon wieder zu schwitzen angefangen.
Als er zurück ins Wohnzimmer kam, hing Boerne noch immer zusammengesunken auf der Rückenlehne, hatte die Augen zugekniffen und beide Handballen an seine Schläfen gepresst. Er war blass, das war Thiel vorher gar nicht so aufgefallen, aber nun sah er es ganz deutlich.
Genaugenommen sah er wirklich nicht gut aus. Besorgt trat Thiel einen Schritt näher. „Alles in Ordnung mit Ihnen?“

„Ja. Sicher.“ Boerne war erschrocken zusammengezuckt bei der Frage und hatte die Arme fallen lassen.
„Boerne.“ Thiel fixierte ihn nur streng, bis sein Gegenüber irgendwann seufzend klein bei gab und den Kopf wieder ablegte. „Die Klimaanlage am Flughafen war so scharf eingestellt. Das ist mir nicht bekommen.“
Thiel zog die Stirn in Falten. „Haben Sie sich was eingefangen?“
„Ich bin mir nicht sicher.“ Boernes Augen schlossen sich erschöpft. „Auf jeden Fall platzt mir der Schädel.“

Das schien heute wirklich nicht Boernes Tag gewesen zu sein. Thiel konnte ein leises Seufzen nicht unterdrücken.
"Ein Grund mehr, dass Sie gleich mal etwas essen. Wenn Sie was im Magen haben, geht es Ihnen sicher besser und wärmer wird Ihnen auch. Wollen Sie noch einen Kaffee?“
Boerne schüttelte nur verneinend den Kopf.


Thiel drängte ihn nicht weiter sondern ging zurück in die Küche. Dort wischte er schnell den verschütteten Käse auf, spülte die gebrauchten Utensilien und stellte dann den Auflauf in den Ofen.
Zu guter Letzt schnappte er sich zwei Gläser und eine Flasche Wasser und kehrte zurück ins Wohnzimmer. „So, in einer Viertelstunde können wir essen.“
Er bekam allerdings keine Antwort; diese wenigen Minuten hatten seinem Kollegen gereicht, um einzuschlafen. Leicht beunruhigt zog Thiel die Augenbrauen hoch. Boernes Gesicht war inzwischen milchig weiß, nur um die Wangenknochen herum gerötet. Also gesund sah das jedenfalls nicht aus.


Vorsichtig fühlte Thiel seine Hände; wie er sich schon gedacht hatte, war der Professor immer noch kalt und so nahm er die St-Pauli-Decke von der Sofalehne und breitete sie über dem Schlafenden aus.
Nach einem kurzen Blick auf die Uhr und aus dem Fenster traf Thiel eine spontane Entscheidung. Er würde jetzt schnell allein in die Rechtsmedizin fahren und Boernes Schlüssel holen, das war locker zu schaffen, bevor der Auflauf fertig war. Es gab keinen Grund, den offensichtlich erschöpften Mann zu wecken und ihn erneut in den strömenden Regen zu schleppen, das würde ihm sicher nicht guttun. Boerne hatte ihn schon so oft mitgenommen im Wagen, da konnte er ihm diesen kleinen Gefallen wohl einmal tun.


Thiel stellte die Temperatur des Backofens ein wenig niedriger, so dass der Käse nicht verbrennen konnte, schrieb Boerne eine kurze Notiz, falls er wieder aufwachen würde und schnappte dann den Schlüssel des alten Passats und seine Regenjacke.
Gerade hatte er leise seine Wohnungstür hinter sich zugezogen, als sich Schritte näherten und wenige Sekunden später Frau Haller auf der Treppe auftauchte.



„Nanu? Was machen Sie denn hier?“ Thiels Frage klang verblüfft, obwohl er sich die Antwort im gleichen Augenblick schon denken konnte. Und wie erwartet holte Frau Haller einen nur zu bekannten Schlüsselbund aus der Tasche und winkte damit. „Hallo Herr Thiel! Haben Sie eine Ahnung, wo der Chef abgeblieben ist? Ich versuche schon seit einer Ewigkeit, ihn zu erreichen.“ Er registrierte, dass sie ein wenig besorgt klang; ihr Zorn schien inzwischen einigermaßen verraucht zu sein.
„Dass er nicht ans Telefon geht kann ich ja verstehen, er hat ja keinen Schlüssel. Aber er meldet sich auch nicht an seinem Handy.“ Sie war inzwischen bei ihm auf dem Treppenabsatz angekommen.

„Sein Handy ist ihm heute Nacht gestohlen worden.“ Thiel beobachtete sie genau und ihre Reaktion war wie erwartet.
„Gestohlen worden? Oh… das hat er gar nicht erwähnt.“ Sie wirkte überrascht und definitiv betroffen, sagte aber nichts weiter.
Er konnte ein Schmunzeln nicht ganz unterdrücken. „Naja, Sie haben ihm auch nicht wirklich die Gelegenheit dazu gegeben, oder?“


Frau Haller blickte verlegen auf und dann schüttelte sie den Kopf. „Er hat Ihnen erzählt, dass ich sauer war, stimmt’s?“ Thiel antwortete nicht auf die Frage, aber das schien sie auch gar nicht zu erwarten, sie sprach schon weiter. „Irgendwann heute Morgen rief er mich an und sagte mir, dass er den Flieger verpasst hat. Da war ich wirklich zornig, er wusste genau, wie dringend ich wegmusste. Ich habe gedacht, er hat sich gestern Abend auf der Feier betrunken und ist deshalb heute Morgen nicht aus dem Bett gekommen. Ich habe ihm noch nicht einmal zu seinem Preis gratuliert“, setzte sie leise hinzu. Sie schien selber nicht glücklich über ihr Verhalten zu sein.

Auf diese letzte Aussage hin legte Thiel den Kopf schräg. „Seinen Preis? Hat er denn gewonnen?“
Sie blickte ihn ganz überrascht an. „Ja natürlich! Ich habe es heute Morgen gleich im Internet nachgelesen. Aber das muss doch das erste gewesen sein, das er Ihnen lang und breit erzählt hat?“

„Ja, das sollte man meinen.“ Thiel schüttelte mit einem leisen Schnauben den Kopf. „Aber er hat mir nichts erzählt, weil er gar nicht weiß, dass er gewonnen hat.“ Bevor sie verwundert den Mund aufmachen konnte, hob er die Hand und fuhr fort: „Er ist nie bei der Preisverleihung angekommen, in Athen sind alle Flüge wegen Gewitter gestrichen worden.“

Sie brachte nur ein betroffenes „Was?“ hervor, aber dessen ungeachtet fuhr er fort: „Als er auf seinen Rückflug warten musste, ist er eingeschlafen und in der Zeit hat man ihn ausgeraubt. Brieftasche, Handy, alles. Er hat den Flieger verpasst, weil er stundenlang bei der Polizei festhing.“ Es schien ihm allerhöchste Zeit zu sein, Frau Haller endlich über ihren Irrtum aufzuklären, denn ihren Zorn hatte Boerne wirklich nicht verdient.


„Oh nein.“ Die kleine Frau schien nun wirklich ganz niedergeschlagen und schon war Thiel mit ihr versöhnt. Es hätte ihn doch sehr gewundert, wenn sie nun immer noch an ihrerm Frust festgehalten hätte. Aber wie erwartet kam auch schon die Frage: „Kann ich kurz mit reinkommen?“ Es war klar, dass Frau Haller das so schnell wie möglich wieder gutmachen wollte.
Er lächelte ein wenig. „Klar, da wollte ich sie sowieso drum bitten. Es wäre gut, wenn Sie ihn sich mal ansehen. Ich glaube, er brütet was aus, er sagt, er ist so kalt geworden durch die Klimaanlage.“
Gleich war noch mehr Besorgnis in ihrem Gesicht zu sehen und sie nicke energisch.


Thiel wandte sich zu seiner Tür zurück und öffnete, dann bedeutete er Frau Haller, einzutreten. „Im Wohnzimmer auf dem Sofa.“
Sie ging ihm voran und steuerte eilig auf die Couch zu. Boerne lag noch genau wie wenige Minuten zuvor, er hatte sich nicht gerührt.
Vorsichtig setzte Frau Haller sich neben ihn. „Chef?“, flüsterte sie leise, doch er hörte sie offensichtlich nicht. Behutsam legte sie eine Hand auf seine Stirn und schaute dann stirnrunzelnd zu Thiel auf. „Er hat Fieber. Nicht übermäßig hoch, aber ganz richtig ist das so nicht. Vielleicht hat er sich eine Erkältung eingefangen.“

Bei diesen Worten regte Boerne sich mit einem leisen Seufzen, drehte den Kopf und blinzelte dann müde. Allerdings riss er erschreckt die Augen auf und zuckte ein Stück zurück, als er Frau Haller neben sich sitzen sah; die unbedachte Bewegung schien er jedoch unmittelbar zu bereuen und griff sich mit beiden Händen an den Kopf. Thiel hätte schwören können, dass er in dem Augenblick noch etwas mehr an Farbe verloren hatte.
„Alberich, bitte…“ murmelte Boerne gequält, die Stimme ganz belegt. „Noch einen Vortrag wie heute Mittag halte ich jetzt wirklich nicht aus.“

„Ach Chef.“ Sie legte eine Hand auf seinen Arm, wirkte mehr als unglücklich nach Boernes heftiger Reaktion. „Herr Thiel hat mir erzählt, was Ihnen in der Nacht passiert ist. Es tut mir leid, mit so etwas hatte ich nicht gerechnet.“
Boerne starrte sie einen Moment an und nickte dann langsam; um sich aufzuregen, wie er es normalerweise sicher getan hätte, schien ihm gerade die Kraft zu fehlen. Stattdessen war ihm die Erleichterung darüber, dass sie nicht mehr erzürnt war, deutlich anzusehen. „Wie wäre es, wenn Sie mich beim nächsten Mal einfach kurz zu Wort kommen lassen?“ Er klang wirklich stark erkältet inzwischen.
Frau Haller begann, ein wenig zu lächeln. „Kurz zu Wort kommen lassen? Sie? Wenn Sie einmal loslegen, ist doch kein Ende in Sicht.“


Boerne antwortete nicht, schüttelte nur mit einem müden Schmunzeln den Kopf. Frau Haller stand auf und holte seinen Schlüssel aus der Tasche. „Kommen Sie, Chef. Sie gehören ins Bett. Ich helfe Ihnen.“
Er ließ sich ohne viele Widerworte hochziehen und in den Flur dirigieren. Thiel folgte den beiden bis zu seiner Wohnungstür. „Boerne, rufen Sie mich an, wenn in der Nacht etwas ist, ok?“


Boerne blieb noch einmal kurz stehen und nickte. „Danke“ murmelte er heiser und Thiel sah an seinem Blick, dass er sich nicht nur auf diesen letzten Satz bezog.
„Schon gut.“ Er konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, als er frotzelte: „Und sehen Sie zu, dass Sie mir den Pulli frisch gewaschen wiedergeben, sonst knallt’s!“

„Gott bewahre, Donnerwetter habe ich in den letzten vierundzwanzig Stunden genug erlebt“ brummte Boerne leise und nun lachte Thiel laut auf. Der Mann musste auch immer das letzte Wort haben.

Aber wo er Recht hatte, hatte er Recht.

Comments

( 14 Kommentare — Kommentar hinterlassen )
jolli87
4. Mai 2013 09:44 (UTC)
*hihi* Du hast Recht, an sich passiert ja nicht viel. Aber tut auch mal wieder gut, einfach so eine kleine Geschichte zu lesen, in der es einfach nur mal um eine "Alltagssituation" (naja, bestohlen zu werden ist ja nicht grad Alltag - aber ich hoffe, du verstehst was ich meine) geht.

Und da haben wir auch wieder unsere zwei Turteltäubchen *g*
Ich finde diesen Satz einfach so passend: "Die beiden benahmen sich so oft wie ein altes Ehepaar, sie bemerkten es nur nicht."

P.S.: Du bist mir ja ein Herzchen. Freiburg, ja? Das liegt ja fast um die Ecke, hättest mal Bescheid geben können ;-) Ich wünsch dir jedenfalls viel Spaß :-)
baggeli
4. Mai 2013 14:27 (UTC)
Huhuuuu! Ja, bin jetzt in deiner Ecke. Aber hier regnets immer mal wieder. *grummel* In Köln scheint die Sonne. Aber ich gebe die Hoffnung noch nicht auf! :-D
veradee
4. Mai 2013 13:37 (UTC)
Hmm, ich weiß nicht, aber mir scheint es, als ob Du hier alle schlechten Eigenschaften der Figuren potenziert hättest. Natürlich kann Thiel unwirsch sein, aber ich sehe ihn in solch einer Situation nicht als jemanden, der wenig hilfsbereit ist und dann auch noch auf seine "frisch" geputzte Wohnung verweist. Dasselbe gilt meiner Meinung nach für Boerne. Sicherlich kann er der arrogante Typ sein, der nur widerwillig bei Thiel um Hilfe bittet, aber so kurz angebunden und unhöflich ist er wohl im Allgemeinen doch nicht.
baggeli
4. Mai 2013 14:25 (UTC)
Ich denke, da hat jeder seine eigene Meinung. Ich finde, im Vergleich zum Kotzbrocken-Thiel aus Herrenabend und dem absolut unterirdischen Boerne aus summ summ summ bin ich noch vergleichsweise nett gewesen.
cricri_72
4. Mai 2013 17:40 (UTC)
Lustig, wie unterschiedlich sowas rüberkommt. Über das "Ich habe erst vor drei Wochen gewischt" habe ich ziemlich gelacht* und Boernes allgemeine Unwilligkeit, Auskunft zu geben, darauf geschoben, daß er sich nicht gut fühlt.

Beim nochmaligen Lesen ist mir zwar aufgefallen, daß Thiel tatsächlich recht unwirsch klingt - unwirscher als ich ihn in der Regel sehe - aber da er dann doch anders handelt, hat mich das nicht gestört.

*und das eher als Scherz und nicht so ernst genommen


Edited at 2013-05-04 17:44 (UTC)
baggeli
4. Mai 2013 21:36 (UTC)
Ich habe einen Cocktail intus und nur ein Handy und entschuldige mich hiermit schon einmal prophylaktisch für alle Fehler.
Also:
Natürlich war das mit dem Wischen nur ein Scherz. Und dass Thiel Boerne wegschickt, um sich trockenzulegen, sollte Besorgnis sein und nicht Unwille.
Ihr müsstet doch inzwischen wissen, dass sie sich bei mir mehr umeinander kümmern, als sie das im Canon jemals tun werden.
Frotzelei gehört bei Thiel einfach dazu, aber dass es Boerne nicht gutgeht, hat er halt nicht gleich erkannt - ebenso wie Frau Haller in ihrem Terminstress.
Kam wohl nicht so rüber. Doof gelaufen. :-S
So, genug gesabbelt. Urlaub!!! =D
cricri_72
4. Mai 2013 17:36 (UTC)
Oh, für die Tonne wäre das aber viel zu schade!
Natürlich wiederholt sich das ein oder andere - also das h/c Moment z.B., aber das stört mich nicht, da ich es gerne lese.

Die Preisverleihungsgeschichte in Griechenland ist in etwa so realistisch wie die Preisverleihung im Canon ;) Über "Wissenschaftspreis" habe ich da schon herzlich gelacht, weil die Drehbuchautoren da ganz offensichtlich damit gespielt haben, daß die Details die Zuschauer/innen sowieso nicht interessieren.

Solltest Du weiterschreiben, bin ich gespannt, ob eine Boerne/Alberich Geschichte daraus wird. Aber wenn Du nicht weiterschreibst, fände ich den Teil als alleinstehende kleine Alltagsszene auch sehr nett.

Sehr gerne mochte ich diese Szene:
„Warum? Haben Sie mal wieder mit dem Kopf zu hoch oben in den Wolken geschwebt und auf die Bedürfnisse des kleinen Mannes keine Rücksicht genommen?“ Thiel musste sich zusammenreißen, um nicht zu grinsen. „Ich wollte natürlich sagen: der kleinen Frau?“
(...)
Der Gesichtsausdruck des Rechtsmediziners war nach seiner Frotzelei mehr als gequält. „Grundgütiger, diese Art von Witzen liegt Ihnen nicht, können Sie uns das bitte in Zukunft ersparen.“

Nette Idee, hier Thiel mal den Größenwitz machen und Boerne eben dieses kritisieren zu lassen.

Und diese:
Frau Haller begann, ein wenig zu lächeln. „Kurz zu Wort kommen lassen? Sie? Wenn Sie einmal loslegen, ist doch kein Ende in Sicht.“
Sehr treffend ;) Wobei es mich wirklich erstaunt hat, daß sie es geschafft hat, ihn nicht zu Wort kommen zu lassen. Boerne ist ganz offensichtlich nicht beieinander ...
baggeli
4. Mai 2013 22:33 (UTC)
Huhuuu!
Also weiterschreiben will ich hier nicht, nur verbessern. Dienstagabend, wenn ich wieder daheim bin. :-D

Und nein Boerne ist nicht er selbst aber die anderen merken es (zuerst) nicht. Und das mit der Preisverleihung habe ich auch ganz genüsslich zelebriert, weil es so absurd ist. xD

Ich denke, löschen werde ich die Geschichte nicht, aber noch hier und da etwas ändern.
florencewelsh
4. Mai 2013 21:48 (UTC)
Wie schaffst du es nur immer, so viel Drama in so kleinen Handlungen unterzubringen :) Obwohl natürlich Boernes Odyssee an sich schon dramatisch ist.

Ich liege mit meiner Beurteilung wohl so zwischen veradee und cricri. Zum Beispiel habe ich das mit dem Wohnungsputz auch eher humorvoll aufgenommen oder als gewollte Provokation, denn Thiel hilft Boerne ja dann zum Glück doch.
Aber dass Thiel "sonst knallt's" sagt und das gleich zweimal, das kann ich mir nicht gut vorstellen.

Dafür hat Silke Haller den besten Satz:
Frau Haller begann, ein wenig zu lächeln. „Kurz zu Wort kommen lassen? Sie? Wenn Sie einmal loslegen, ist doch kein Ende in Sicht.“
Da höre ich eindeutig ihre Stimme!

baggeli
4. Mai 2013 22:19 (UTC)
Das zweite "sonst knallt's" ist, wie das "er konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen" eigentlich deutlich machen sollte, ein Scherz.
Warum ich vorher "ins Bett knallen" geschrieben habe, weiß ich ehrlich gesagt nicht; das war jedenfalls nicht bewusst, ist mir gar nicht aufgefallen (ich überlege schon geraume Zeit, ob mir da meine Rechtschreibkorrektur reingepfuscht hat; andererseits war es zwei Uhr nachts, da bin ich zu jedem Klops fähig). Wird vielleicht noch geändert, ich habe ja extra gesagt, die Geschichte ist noch nicht rund und deshalb ja auch noch nicht offen.
Da sind noch einige Wortwiederholungen und unglückliche Formulierungen drin, die ich wieder daheim noch ausbessern werde. Vom Handy aus klappt das schlecht, da habe ich nur die html-Ansicht, das ist zu unpraktisch.
iskandra
4. Mai 2013 22:32 (UTC)
Also, ich fand, da steckte genug Story drin! (und noch mehr, ich habe es wie immer sehr genossen!)

Und wenn Thiel unwirsch wirkt - na ja, gebranntes Kind- genau wie Alberich. Das ausnahmsweise Boerne mal so wirklich gar nichts für das Desaster konnte, ist ja eher unüblich ;-)

Hier war übrigens dauernd Gewitterwarnung, aber es war nicht mal 'ne Wolke zu sehen...offensichtlich die einzige Ecke hier in Rhein-Main, wo es kein Gewitter gab.

Viel Spaß beim Kurzurlaub!
baggeli
4. Mai 2013 22:39 (UTC)
Das ausnahmsweise Boerne mal so wirklich gar nichts für das Desaster konnte, ist ja eher unüblich ;-)
*snicker*
Ja, so sehe ich das auch! Es konnte wirklich keiner ahnen, was los war. Und wenn er dann so forsch und fordernd loslegt, macht Thiel halt erst einmal dicht.
Bis dann und danke für die Meldung! :-D
anja79
8. Mai 2013 14:33 (UTC)
Gefällt mir echt gut. Du beschreibst die Situationen so gut, das ich es genau vor mir sehe. Mir tut Boerne etwas leid. Thiel und Frau Haller kann ich aber auch verstehen. Schön zu lesen das sie sich alle drei auf einander verlassen können, wenn auch mit ein wenig Verspätung. Schön geschrieben :)


baggeli
8. Mai 2013 14:45 (UTC)
Huhuuuuuuuuu und danke!! :D :D
Schön zu lesen das sie sich alle drei auf einander verlassen können, wenn auch mit ein wenig Verspätung.
Das trifft es auf den Punkt! =)
( 14 Kommentare — Kommentar hinterlassen )

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