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Sommerbingo: Bloody Mary - Kapitel 1

Titel: Bloody Mary
Prompt: Cocktails
Genre: fragt gar nicht erst, ihr kennt mich inzwischen
Zusammenfassung:
„Du müsstest mich gut genug kennen um zu wissen, dass ich mich auf solch ein mieses Spiel niemals eingelassen hätte. Niemals. Ich hätte euch hochgehen lassen.“
Das war keine Lüge, er sagte die Wahrheit. Aber sie wollte ihm nicht glauben, das sah er an dem Ausdruck in ihrem Gesicht.
Und selbst wenn sie es irgendwann tat, war sein Schicksal dennoch besiegelt.
Wörter: 300
A.N.: Dies ist nur zum Aufwärmen. Der kurze Rest kommt in den nächsten Tagen. (Ich suche mir schon wieder Arbeiten, um mich vor dem BigBang zu drücken. *seufz*)



Boerne lag lang ausgestreckt. Sein Kopf war auf die Seite gesunken, eine Hand lag neben seinem Gesicht, die andere ruhte auf seiner Brust. Er sah friedlich aus, entspannt. Als würde er schlafen.

Wäre da nicht die Tatsache gewesen, dass er am Fuß der Treppe lag.
Wäre da nicht die dunkelrote Lache gewesen, die sich langsam im Flur ausbreitete.
Wäre da nicht das blutige Loch in seinem Hemd gewesen, das zeigte, dass ihn eine Kugel getroffen hatte. Getötet hatte?
Thiel wusste es nicht.
Er wusste nur, dass sie abgefeuert worden war von einer Frau, der er bis heute Abend ohne zu zögern sein Leben anvertraut hätte.

Abgefeuert von seiner Kollegin, die er seit Jahren kannte.





Mit einem gepeinigten Stöhnen kämpfte sich Thiel aus seiner zusammengekrümmten, liegenden Position auf die Knie und begann einmal mehr, zu würgen. Würgte ohne Unterlass, obwohl sein Magen schon seit einer Ewigkeit leer war.
Seine Arme zitterten vor Anstrengung, salzige Tränen rannen über sein Gesicht und tropften auf den Boden; Tränen, die ihm die quälenden Spasmen in die Augen trieben; Tränen, die seine schmerzenden Rippen und sein hämmernder Schädel ihm in die Augen trieben; aber viel mehr noch Tränen der Verzweiflung.

Irgendwann verließ ihn die Kraft, seine Arme knickten ein und er stürzte zurück auf die kühlen Fliesen, ohne sich wirklich abfangen zu können. Die fürchterlichen Prügel, die er einige Stunden zuvor hatte einstecken müssen, waren sicherlich zum Großteil verantwortlich dafür, aber die schrecklichen Bilder, die sich wieder und wieder vor sein inneres Auge schoben, gaben ihm den Rest.
Es gab keine Worte um zu beschreiben, wie groß seine Verzweiflung war.

Als sein Blickfeld allmählich grau wurde und sein Bewusstsein ganz langsam in einem schwarzen Strudel versank, wehrte er sich nicht dagegen; und in dem Moment war es ihm egal, ob er je wieder aufwachen würde.


t.b.c.

Tags: alberich, angst, boerne, drama, fanfic, h/c, krimi, sommerbingo 2013, thiel
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