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Sommerbingo: Asche zu Asche - Kapitel 6

Titel: Asche zu Asche
Prompt:
Biergarten
Genre: Angst und Drama, damit ihr trotz der vielen fluffigen Sommerbingos nicht verweichlicht. (Lesen auf eigene Gefahr)
Zusammenfassung: „Was ist passiert?", konnte er nur leise stammeln, doch sein Kollege reagierte nicht gleich.
„Herrgott Thiel, was ist passiert??" Er war nun wesentlich lauter geworden und Thiel ein wenig zusammengezuckt, aber das war ihm im Moment herzlich egal.
Er fühlte, wie sich ihm die Kehle zuschnürte, als sein Nachbar ihn endlich wieder anblickte. Da war eindeutig Entsetzen in seinem Blick. Entsetzen, wie er es so offen noch nie bei Thiel gesehen hatte.

Wörter: 5500
A.N.: Kurz, kürzer, am kürzesten. Aber ausnahmsweise habe ich kein schlechtes Gewissen.



Einzunicken war nun sicher die letzte seiner Ideen gewesen, doch musste es ihm ganz gegen seinen Willen passiert sein; das wurde Thiel allerdings erst bewusst, als er von dem Geräusch der sich öffnenden Schiebetür hochschreckte.

Nadeshda neben ihm regte sich ebenfalls, während er sich mühsam und mit einem schlechten Gewissen aufrichtete und sich verschlafen die Augen rieb. Mitten in der Bewegung verharrte er jedoch, denn zu den sich nähernden Schritten ertönte plötzlich ein fröhliches „Guten Morgen, Chef! Warum sind Sie denn schon so früh…“
Die ihm nur zu bekannte Stimme unterbrach sich an dieser Stelle und setzte gleich darauf ein verwundertes: „Herr Thiel? Nadeshda? Oje, habe ich einen Einsatz verpasst?“ hinterher.

Regelrecht geschockt sprang Thiel auf, so schnell, dass er fast ins Stolpern geriet. Er musste sich an der Wand festhalten und schloss für eine Sekunde ungläubig die Augen; doch gleich riss er sie wieder auf und immer noch stand Frau Haller vor ihm, die ihn ihrerseits ganz verwundert musterte.


Während Nadeshda nur ungläubig die Hände vor den Mund schlug und er selbst noch um seine Fassung rang, trat sie ein paar Schritte auf ihn zu und fragte nun eindeutig besorgt: „Ist alles in Ordnung mit Ihnen? Sie sehen aus, als hätten Sie ein Gespenst gesehen!“
Thiel konnte es nicht glauben; ihm entrang sich ein kurzes, heiseres Auflachen, bevor er krächzte: „Kann man so sagen!“


Er scherte sich nicht um den erstaunten Gesichtsausdruck der kleinen Frau, reagierte nicht auf ihr entgeistertes: „Ich verstehe kein Wort!“, sondern holte tief Luft und brüllte: „BOERNE, KOMMEN SIE HIERHER! KOMMEN SIE IN GOTTES NAMEN SOFORT HIERHER!“ Dabei packte er die verblüffte Frau Haller, die bei seinem Geschrei erschreckt zusammengezuckt war, am Oberarm und zog sie energisch mit sich.

In dem Augenblick, in dem er sie auf den Flur schob, öffnete sich die Tür des Labors und Boerne trat in den Gang.
Er erstarrte, als er sie sah. Er stand stocksteif und starrte nur, sagte keinen Ton.



Frau Haller, die nicht wusste, wie ihr geschah und die sich verblüfft von ihm hatte mitschleifen lassen, blieb eindeutig erschreckt stehen. „Wie sehen Sie denn aus?“ Hektisch befreite sie sich aus seinem Griff und eilte auf ihren Vorgesetzten zu. „Meine Güte, was ist denn hier los?“
Kaum bei seinem leichenblassen, weiterhin reglosen Kollegen angekommen, fasste sie seine Hand, die Stimme nun viel leiser, fast ängstlich: „Chef? Was ist passiert?“

Boerne hatte seinen Blick nicht von ihr abgewendet und nach einigen Sekunden Stille murmelte er nur schwach: „Sie haben sich Ihr Auto stehlen lassen.“


Frau Haller reagierte auf diese für sie offenbar völlig unverständliche Bemerkung mit einem verwirrten „Wie bitte?“, doch das kümmerte Thiel nicht wirklich. Ein Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus, als die unglaubliche Anspannung der letzten Stunden langsam von ihm abfiel. Nadeshda neben ihm schien es ebenso zu gehen, sie gab ein zittriges, erleichtertes Lachen von sich und Thiel konnte nicht anders, er nahm sie in den Arm und drückte sie.

Alles war gut.


Bis in seinem Rücken erneut die Stimme der Rechtsmedizinerin ertönte. Diesmal allerdings nicht verwirrt, sondern eindeutig panisch. „Chef? Mein Gott Chef! Herr Thiel, helfen Sie mir!“

t.b.c.


Comments

( 7 Kommentare — Kommentar hinterlassen )
joslj
16. Jun 2013 11:39 (UTC)
Habe gerade gar keine Zeit, aber: DANKE !
baggeli
16. Jun 2013 11:47 (UTC)
=)
Bitte!
cricri_72
16. Jun 2013 12:12 (UTC)
Puh ...

Ich hatte ehrlich das Schlimmste befürchtet. Und ich glaube, ich hätte dann eine "ich war doch nur unter der Dusche, es war alles nur ein Traum" Variante schreiben müssen ;)

Und irgendwann hole ich auch noch das Kommentieren nach, im Moment bin ich rundum eingespannt mit Hausarbeit, Babysitten, eigenen nach außen drängenden Geschichtenideen (immer dann, wenn man eigentlich keine Zeit hat) und noch einer Beta für Anja, die ich gerne heute auch noch schaffen will ...
baggeli
16. Jun 2013 12:23 (UTC)
Puh ...

Ich hatte ehrlich das Schlimmste befürchtet

Ganz ehrlich, Alberich umzubringen hätte ich nicht übers Herz gebracht.

Und ich glaube, ich hätte dann eine "ich war doch nur unter der Dusche, es war alles nur ein Traum" Variante schreiben müssen ;)
Wenn du allerdings daraufhin kreativ wirst, sollte ich das schnell mal nachholen. Mir ist ja im Prinzip jedes Mittel recht, um dich zum Schreiben zu bewegen!! ^^

Und irgendwann hole ich auch noch das Kommentieren nach, im Moment bin ich rundum eingespannt mit Hausarbeit, Babysitten, eigenen nach außen drängenden Geschichtenideen (immer dann, wenn man eigentlich keine Zeit hat) und noch einer Beta für Anja, die ich gerne heute auch noch schaffen will ...
Alles gut, ich freu mich über jede noch so kurze Meldung, die zeigt, dass er eine oder andere noch mitliest *hüpf* Denn gerade bei solchen Geschichten kann man das nicht unbedingt voraussetzen
cricri_72
19. Jun 2013 20:50 (UTC)
*piep*

Ich weiß, ich habe selbst auch noch das ein oder andere angefangene und unvollendete rumliegen, aber ... ich würde mich über Nachschub freuen ;) Vor allem, da sich jetzt hoffentlich alles in Wohlgefallen auflöst.

Außer für die beiden (Kinder?) im Auto natürlich, aber das verdränge ich gerade.
baggeli
19. Jun 2013 20:57 (UTC)
Lustig, ich habe gerade ähnliches auf ff.de geschrieben. =)
Also, ich habe mich im RL verzettelt in den letzten Tagen, es ist viel los, zum Glück meist positiv. Und ich habe viel gelesen in der letzten Zeit bzgl. Syrien, JJLs Aktion und was da gerade alles abgeht auf seiner Facebookseite. Das beschäftigt mich ziemlich, deshalb hat der Text immer nur mal ein paar Minuten Zuwendung bekommen am Tag. *seufz* Ich kann aber auch kein kleines Einschieberchen draus machen, da gibt es jetzt keine Stelle mehr, an der ich einigermaßen sinnvoll trennen könnte.
Aber ich bin dran, versprochen!! Dafür wird es dann auch etwas länger als nur 500 Wörter.
cricri_72
20. Jun 2013 06:06 (UTC)
ich wollte auch nicht hetzen ;) nur motivierend signalisieren, daß ich durchaus gerne weiterlesen würde ...

Die Syrien-Geschichte habe ich nur am Rand über Jolli mitbekommen. Ich kann es mir aber auch so gut vorstellen - es ist immer leicht, Promis zu kritisieren, die sich für irgendwas engagieren. Dabei finde ich es eigentlich immer löblich, wenn jemand überhaupt irgendetwas versucht. Ob ich das dann im Einzelfall gut oder richtig finde, steht nochmal auf einem anderen Blatt. Aber dieses reflexhafte öffentliche Draufhauen nervt mich jedesmal.
( 7 Kommentare — Kommentar hinterlassen )

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