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Bingo-Story: Gefangen im eigenen Kopf (Nachtrag zum BigBang 2013)

Genre: Angst, h/c, Romanze
Wortanzahl: 2400
Bingo-Prompt: Flüstern
Zusammenfassung: Sie war gefangen in ihrer persönlichen Hölle und es gab kein Entkommen.
A.N.: Dies war kein Schreiben, dies war Kämpfen. Und so liest es sich wahrscheinlich auch. Egal, auch wenn ich noch Wochen damit warte, besser wird es doch nicht mehr. Deshalb poste ich es jetzt.


Sie war gefangen in ihrer persönlichen Hölle und es gab kein Entkommen.

Seit einer Ewigkeit schon kauerte sie auf ihrem Bett und starrte mit weit aufgerissenen Augen in die Dunkelheit; die Arme um die Knie gelegt, wiegte sie sich vor und zurück. Vor und zurück, wie hypnotisiert, völlig machtlos ihren Erinnerungen ausgeliefert, in der Sekunde, in der sie die Augen schloss. Dem Horror ausgeliefert, den sie erlebt hatte.


Für ein paar Stunden hatte sie geschlafen; tief und traumlos. Gnädig tief. Als sie langsam wieder zu sich gekommen war, war es draußen schon dunkel gewesen.
Eine kurze Zeit hatte sie einem wohligen Halbschlaf vor sich hingedämmert; hatte die weiche Matratze genossen, die Wärme der Decke aufgesaugt und nicht realisiert, wo sie war. Sie hatte sich nicht gleich an die Schrecken des vergangenen Tages erinnert. Doch dann, als ihr langsam klarwurde, dass das nicht ihr eigenes Bett und nicht ihr eigenes Zimmer waren, waren die Bilder mit Gewalt zurückgekehrt.


Sie war hochgeschreckt und panisch vor Sorge um Boerne auf den Flur geflohen.
Dort war sie der Nachtschwester in die Arme gerannt, einer älteren, gutmütigen Frau, deren Augen zeigten, dass sie in ihrem Leben schon allerhand gesehen hatte. Sie hatte Silke im wahrsten Sinne des Wortes an die Hand genommen und sie sogleich darüber informiert, dass Boernes Zustand sich im Laufe des Tages stabilisiert und seine Blutwerte sich eindeutig verbessert hatten. Hatte ihr Grüße von Professor Jaschke ausgerichtet und noch dazu seine Anweisung, dass sie am kommenden Morgen gleich früh zu ihm auf die Station kommen könnte, aber diese Nacht unbedingt ausruhen solle.
Nebenbei hatte sie einen Tee gekocht und sogar noch ein paar belegte Brote gezaubert und Silke zum Essen und zum Trinken genötigt.

Dort im Schwesternzimmer, im warmen Licht der Schreibtischlampe, mit etwas Essen im Magen und in dem Wissen, dass Boerne ruhte und es ihm den Umständen entsprechend gut ging, war sie sich fast wieder wie ein Mensch vorgekommen.
Aber nicht lange.


Als die Nachtschwester ihre nächste Kontrollrunde durch die Patientenzimmer hatte antreten müssen, war Silke in ihr Zimmer zurückgekehrt. Dort hatte sie geduscht. Hatte sich umgezogen, hatte sich noch eine Weile damit beschäftigt, ihre Haare zu kämmen und zu trockenen.
Aber irgendwann hatte es nichts mehr gegeben, mit dem sie sich ablenken konnte.
Seitdem kauerte sie hier auf ihrem Bett und fand keine Ruhe.


Sie war schrecklich müde, doch sobald sie die Augen schloss, brachen ungezählte Bilder über sie herein, zusammenhanglos, ungefiltert, ungebremst. Die Gesichter der drei Männer, die sie verdammt hatten, die Hölle auf Erden zu durchleben, die sie mit dem sterbenden Boerne im Arm zurückgelassen hatten, hatten sich regelrecht in ihr Hirn gebrannt: Kern, Nowak, sein jüngerer Bruder...

Aber vor allem sah sie Boerne. Wieder und wieder. Sah den schmerzverzerrten Ausdruck in seinem Gesicht, als Kern ihm die Klinge in den Körper gerammt hatte. Sah wieder vor sich, wie er gelitten hatte, stundenlang; wie es ihm immer schlechter ging, egal, was sie für ihn getan hatte; wie sein Gesicht sich verändert hatte, als er langsam losließ...
Die Selbstvorwürfe, die sie verdrängt hatte, während sie verzweifelt um sein Leben kämpfen musste, hatten sie mit Macht wieder eingeholt. Das bittere Gefühl, dass es ihre Schuld war, dass er so schwer verletzt worden war. Das erdrückende Gefühl, dass sie das alles hätte verhindern können, hätte sie sich nicht überrumpeln lassen.
Natürlich sagte ihr der rationale Teil ihres Verstandes, dass das Unsinn war, doch konnte sie diese Gedanken trotzdem nicht abschütteln. Und sie würde sie auch wohl nie ganz abschütteln können.


Erschöpft presste Silke die Hände gegen die Schläfen in dem hilflosen Versuch, den Kopf ein wenig freizubekommen. Aber sie konnte dem Horror in ihren Erinnerungen kaum entfliehen, dazu war er zu frisch und zu mächtig.
Schon im jetzigen, wachen Zustand musste sie mit aller Kraft darum ringen, dass die fürchterlichen Bilder sich nicht in einer Endlosschleife vor ihrem inneren Auge abspielten; deshalb ließ die Angst davor, welche Schrecken sie im Schlaf erwarten würden, sie mit aller Macht gegen ihre Müdigkeit ankämpfen.


Mit starrem Blick sah sie aus dem Fenster und konzentrierte sich auf nichts anderes als auf die Blätter des Baumes vor ihrem Zimmer, die sich sacht in einer leichten Brise bewegten. Auf die Art gelang es ihr, ihre Gedanken einigermaßen unter Kontrolle zu halten.

Doch in dem Moment, in dem die Nachtschwester zu ihr ins Zimmer geeilt kam und sie mit bemüht ruhiger Stimme darüber informierte, dass Professor Jaschke angerufen hatte und sie bat, umgehend zur Intensivstation zu kommen, zerplatzte diese erzwungene Ruhe wie die fragile Seifenblase, die sie gewesen war.
Die Panik ergriff sie schlimmer als je zuvor.



Noch bevor die ältere Frau ihren Satz beenden konnte, war Silke an ihr vorbei und aus dem Zimmer gestürmt.
Sie rannte so schnell sie konnte über den langen Flur und durch das Treppenhaus in das tiefergelegene Stockwerk. Wie sie die vielen Stufen hinuntergelangt war, ohne sich in ihrer Hast die Knochen zu brechen, konnte sie im Nachhinein nicht mehr ganz rekonstruieren; sie war nicht mehr wirklich aufnahmefähig. Die Angst um Boerne brachte sie fast um den Verstand.


Kaum hatte sie das Treppenhaus verlassen, sah sie schon von weitem, dass Oberarzt Jaschke vor der großen Flügeltür der Intensivstation auf sie wartete. Als er sie erblickte, kam er ihr entgegen.
Mit Entsetzen registrierte sie seine langsamen Bewegungen und das blasse, erschöpft wirkende Gesicht. Ihr Puls begann in ihren Ohren zu rauschen, die Panik wurde übermächtig; mit einem Male hatte sie keine Kraft mehr zu rennen. Ihre Beine waren zu zittrig, taumelnd kam sie zum Stehen, während Tränen über ihr Gesicht zu laufen begannen, die sie um nichts in der Welt mehr zurückhalten konnte. „Was ist passiert?“, brach es aus ihr heraus. Ihre Stimme war nicht mehr als ein  tonloses Flüstern, als sie fast flehend hinzusetzte: „Bitte, sagen Sie mir, dass er nicht gestorben ist…

Bestürzung zeichnete sich auf Jaschkes Gesicht ab, als er nun mit wesentlich größeren Schritten auf sie zu eilte und begütigend die Arme hob. „Nein, um Gottes Willen! Er lebt!“ Er zog sie an sich in der Sekunde, in der er sie erreichte, hielt sie fest, als sie aller Erleichterung zum Trotz mit einem erstickten Schluchzen gegen ihn sank.
„Bleiben Sie ruhig, Silke.“ Seine Stimme war leise und eindringlich, als er ihr sacht über den Rücken rieb. „Körperlich geht es ihm besser als gestern, aber ich brauche dringend Ihre Hilfe. Hat die Nachtwache Ihnen das nicht erklärt?"
"Ich habe ihr nicht wirklich Gelegenheit dazu gegeben", gestand Silke erschöpft, während sie versuchte, sich zusammenzureißen und sich mit bebenden Fingern die Tränen aus dem Gesicht wischte. Auch wenn keine akute Lebensgefahr für Boerne bestand, musste es einen gewichtigen Grund geben, warum Jaschke gegen seine eigene Anordnung verstoßen und sie zu dieser gottlosen Stunde auf die Intensivstation zitiert hatte. Mit einem tiefen, zittrigen Atemzug löste sie sich von ihm. „Was ist mit Karl, was kann ich tun?“


„Kommen Sie, gehen wir zu ihm.“ Der Professor umfasste ihren Arm und drehte sie herum, begann dabei sogleich zu erklären: „Wir haben die Sedierung zurückgefahren, Karl kommt langsam zu sich. Aber statt dass er schläft, wird er immer unruhiger. Er macht sich wahnsinnige Sorgen um Sie und wir können ihm nicht begreiflich machen, dass es Ihnen gutgeht. Er ist vorhin so in Panik geraten, er bringt sich damit selbst in Gefahr.“
Hatte sie freudig überrascht die Augen aufgerissen, als sie hörte, dass Boernes Zustand sich so weit stabilisiert hatte, dass Jaschke ihn wieder aufwachen ließ, hatte diese Glücksgefühl nur ganz kurz gewährt; schon bei seinen nächsten Worten war die Sorge wieder übermächtig geworden.


Sobald der Professor die Tür geöffnet hatte, schlüpfte sie hindurch und steuerte den Desinfektionsmittelspender an der Wand an, ohne dass er sie dazu auffordern musste.
Jaschke hielt sich nicht damit auf, ihr einen Schutzkittel zu besorgen; noch während sie die scharf riechende Flüssigkeit in den Händen verrieb, zog er sie schon weiter mit sich und schritt mit unverminderter Eile auf das Ende des Flures zu.
„Wenn es Ihnen nicht gelingt, ihn zu beruhigen, müssen wir ihn erneut sedieren, dann wahrscheinlich auch wieder intubieren“, erläuterte er dabei. „Und das ist ein großer Rückschritt, den ich sehr gerne vermeiden würde.“ Er zuckte müde mit den Schultern, als er nun vor Boernes Zimmertür stehenblieb. „Abgesehen davon habe ich Sorge, dass er trotzdem noch schlecht träumen würde, nur wird es keiner von uns mitbekommen, weil er sich nicht mehr bemerkbar machen kann.“ Er drückte ihre Schulter und öffnete die Tür. „Kommen Sie. Jede Minute, die er sich noch quält, ist eine zu lange.“

Silke nickte hektisch und hastete in den Raum. Während sie zu Boernes Bett eilte, rollte eine Welle von Emotionen über sie hinweg. Die überwältigende Angst und Sorge, die ihr seit Jaschkes Anruf auf der Station zugesetzt hatten, steckten ihr immer noch in den Knochen, ließen sie immer noch zittern; aber als sie ihn nun wieder selbständig atmen sah, verspürte sie zum ersten Mal ein wenig Erleichterung.



Kaum hatte sie das Zimmer betreten, hatte eine junge Krankenschwester aufgeblickt, die gerade mit behutsamen Bewegungen Boernes verschwitztes Gesicht abgewischt hatte. „Ich habe dem Professor immer wieder gesagt, dass Sie auf dem Weg sind und er sich keine Sorgen mehr machen soll“, erklärte sie leise.
„Vielen Dank.“ Silke schluckte, gerührt von der Besorgnis, die Boerne von allen Seiten entgegenstrahlte. Dann war sie am Bett angekommen und nahm behutsam seine glühende, schlaffe Hand in die ihre.


Jaschke erteile der Krankenschwester noch ein paar kurze Anweisungen und als sie dann den Raum verließ, wandte er sich Silke zu. „Setzen Sie sich zu ihm“, bat er sie eindringlich. „Reden Sie mit ihm, er muss Ihre Stimme hören.“
Silke nickte nur flüchtig, war schon ganz auf Boerne konzentriert.

Er lag vollständig bewegungslos, doch es war ganz eindeutig, dass sicherlich nicht Entspannung der Grund dafür war. Sein Gesichtsausdruck sprach Bände. Nun, da seine Züge nicht mehr halb verborgen waren von den vielen Pflastern und den voluminösen Beatmungsschläuchen, wurde erneut mit schrecklicher Deutlichkeit klar, welche Strapazen er während dieses Alptraums hatte durchstehen müssen. Er schien nur noch wie ein Schatten seiner selbst.
Mit einem dicken Kloß im Hals ließ sie ihre Augen über sein graues, eingefallenes Gesicht gleiten; über die steile Falte zwischen seinen Augenbrauen, die auf seine Anspannung hindeutete, über die bleichen Lippen, die sich kaum wahrnehmbar bewegten, Worte wisperten, die sie nicht verstehen konnte. Erneut stiegen ihr die Tränen in die Augen.


Nur mit einem kurzen Blick streifte sie den Stuhl, der neben dem Bett stand, ignorierte ihn dann aber. Es war ihr ein Bedürfnis, so nah wie möglich bei Boerne zu sein, doch im Sitzen hätte sie höchstens seine Hand halten können.
Als hätte Jaschke ihre Gedanken gelesen, schob er den Stuhl näher heran und umfasste ihren Oberarm. „Kommen Sie, ich meine es ernst. Setzten Sie sich zu ihm, hier auf die Bettkante. Sie können nicht die ganze Zeit stehen.“ Für einen Moment sah sie ihn unsicher an; als er noch einmal drängend nickte, stieg sie mit seiner Hilfe auf den Stuhl und nahm vorsichtig auf der Matratze Platz, bemüht, das Bett nicht unnötig zu erschüttern.
Sobald sie an Boernes Seite saß, legte sie eine Hand an sein Gesicht und strich sanft mit dem Daumen über seine Schläfe, in der Hoffnung, zu ihm durchzudringen. „Karl, ich bin hier. Es ist alles in Ordnung.“


Sie schloss die Welt um sich herum aus, war ausschließlich auf den Mann im Bett fixiert. Wieder und wieder streichelte sie sein überhitztes Gesicht, hielt seine Hand und flüsterte ihm beruhigende Worte zu. Wieder rannen Tränen aus ihren Augen, als sie in sich aufnahm, wie gequält er aussah, so verzweifelt und elend.
Ihre Schuldgefühle kehrten mit Macht zurück, schnürten ihr fast die Luft ab, als sich einmal mehr die schreckliche Erkenntnis durch ihr Gehirn brannte: sie hätte das alles verhindern können.
„Es tut mir leid.“ Sie griff seine Hand noch fester, und ohne sich dessen bewusst zu sein, wiederholte sie tonlos: „Es tut mir leid.“
Für einen Moment schloss sie die Augen und fragte sich, ob dieser Alptraum je enden würde.



Bei jedem leisen Stöhnen, das er hören ließ, jedes Mal, wenn er die Augen ein wenig fester zukniff und seine bleichen Lippen lautlos ihren Namen formten, wurde ihre Verzweiflung noch größer - doch unermüdlich sprach sie auf ihn ein, hielt ihn, hoffte, er würde sie endlich wahrnehmen. Allerdings schien das vergeblich, er zeigte keinerlei Reaktion auf ihre Anwesenheit. Egal was sie sagte oder tat, all ihre Bemühungen waren umsonst.

Irgendwann aber drehte er den Kopf ein klein wenig in ihre Richtung; es war die erste Bewegung, die sie an ihm beobachtet hatte und sie war ganz sicher, dass sie nicht unwillkürlich, sondern gesteuert gewesen war. Hoffnung keimte mit Macht in ihr auf, erregt richtete sie sich auf, flüsterte umso eindringlicher. „Karl, kannst du mich hören? Bitte, versuch mir zu antworten! Gib mir ein Zeichen, dass du mich hörst! Bitte!!

Für ein paar Sekunden geschah nichts weiter, doch gerade, als sie enttäuscht wieder in sich zusammensank, weil sie dachte, seine Regung sei doch nur ein Zufall gewesen, spürte sie, wie er ihre Finger ganz schwach drückte. „Silke?“
Es war weniger ein Sprechen als ein tonloses Hauchen – und gleichzeitig nicht nur eine Frage, sondern die verzweifelte Bitte, ihm zu versichern, dass sie wirklich bei ihm war.

Wie elektrisiert beugte Silke sich über ihn, strich ihm sacht durch die Haare. „Ja, ich bin hier. Es ist alles gut, hörst du?“ Aufgeregt studierte sie sein Gesicht, fühlte glücklich, wie er nochmals ihre Hand drückte. Erneut bewegten sich seine Lippen und doch dauerte es eine Weile, bis er sich verständlich machen konnte. Es kostete ihn offensichtlich enorme Kraft, ein paar leise Silben hervorzubringen. „…n-nicht wieder w-weggehen… bitte…“

Sie konnte nicht anders, mit einem erstickten Schluchzen neigte sie sich noch tiefer und hauchte ihm einen Kuss auf die glühende Schläfe. Dann lehnte sie ihre Stirn an die Stelle, die ihre Lippen gerade berührt hatten und ihre Stimme zitterte, als sie ihm leise, ganz nah an seinem Ohr, versicherte: „Ich werde nirgendwo hingehen. Ruh' dich aus, Karl. Ich gehe hier nicht weg, ich verspreche es.“

Eine Antwort zu formulieren schien ihm nicht mehr möglich zu sein; alles, was er noch hervorbrachte, war ein leises Seufzen. Dann lag er wieder vollkommen still, doch zum ersten Mal seit so vielen Stunden, zum ersten Mal seit Beginn dieser ganzen schrecklichen Ereignisse, wirkte sein bleiches Gesicht friedlich und entspannt.
Endlich konnte er sich ausruhen.
Sie spürte, wie ihr einmal mehr Tränen in die Augen stiegen. Aber diesmal  waren es Freudentränen.

Der Alptraum war vorbei.

Tags: alberich, angst, bigbang 2013, bingo 2013, boerne, fanfic, h/c, romanze
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