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Adventskalender- und Bingo-Story: Eine schöne Bescherung

Titel: Eine schöne Bescherung - Kapitel 1
Adventskalernder-Prompt: Weihnachtsmarktbesuch
Bingo-Prompt: hurt / comfort
Genre: Freundschaft, etwas Humor, h/c, etwas Action/Krimi
Zusammenfassung: Wenn Thiel auch nur ansatzweise geahnt hätte, was passieren würde, er hätte Boerne in ein richtiges Restaurant eingeladen...
Anmerkungen: wie eigentlich immer ohne Beta
A.N.: Kapitel 1 und Kapitel 2 sind fertig, aber ich habe mehr als eine Woche dafür gebraucht. Soll bedeuten, die Updates kommen in großen Abständen, ich werde  bis Weihnachten wohl nicht fertig *schulterzuck* Naja. Ist eh alles wie immer in der Story. Also hier keine Überraschungen. ^^
Wörter: jetzt erst mal 2400. Aber insgesamt sicher mehr als ich geplant habe. Denn an sich wollte ich mit 5000 hinkommen, aber das hat schon nicht geklappt



„Also wissen Sie, Thiel…“
Thiel beobachtete grinsend, wie Boerne eins - oder viel mehr gleich zwei - der von Sauce triefenden, durch den elektrischen Wurstschneider nicht sauber durchtrennten Stücke der Currywurst aufspießte, sie ein wenig anhob und mit schiefgelegtem Kopf und einem derart gequälten Ausdruck im Gesicht darauf starrte, als handele es sich dabei anstatt eines deftigen Essens um ein ziemlich widerwärtiges Gewürm. „Als wir als Wetteinsatz ‚Der Verlierer gibt ein Essen aus im Restaurant seiner Wahl‘ bestimmt haben, hat mir nicht unbedingt dieses… ähm…“, er machte eine abwertende Geste, die den ganzen schummrigen und doch auch einigermaßen schmuddeligen Raum einschloss, „…sagen wir, hygienisch mehr als bedenkliche Etablissement vorgeschwebt. Das hat nämlich mit einem Restaurant nicht das Geringste zu tun.“ Nun sah er Thiel ins Gesicht und fügte stirnrunzelnd hinzu: „Ebenso wenig hatte ich eine Mahlzeit für 6,90€ erwartet.“
In dem Moment rutschten die beiden Wurststückchen von seiner Plastikgabel, klatschen mit einem satten *Platsch* zurück auf den welligen Pappteller und ein wenig Currysauce spritzte auf Boernes helle Krawatte.

Thiel gab sich Mühe, sein Auflachen durch einen gespielten Hustenanfall zu kaschieren, was ihm allerdings nur ein kurzes Augenverdrehen und wesentlich weniger kurzes Seufzen seines Gegenübers einbrachte. Dann nahm Boerne eine der verknitterten Papierservietten von dem roten, ziemlich verzogenen und mit Brandlöchern übersäten Plastiktablett, auf dem sein Teller stand und versuchte notdürftig, seinen Schlips zu reinigen.


Der Kommissar musste sich bewusst zusammenreißen, um das Dauergrinsen aus seinem Gesicht zu wischen. Er hatte einfach zu gute Laune, daran konnten auch ein nörgelnder Boerne und seine verlorene Wette nichts ändern. Ganz im Gegenteil.
Zum einen hatte die Tatsache, dass der Professor Recht behalten hatte, dem letzten, wirklich kräftezehrenden Fall eine völlig überraschende Wendung gegeben und sie hatten ihn dadurch plötzlich schneller gelöst, als er selbst das je erwartet hätte. Zum zweiten hatte Boerne bei ihrer Wette schlicht versäumt, zu definieren, was genau er unter ‚Restaurant‘ verstand. Natürlich hatte Thiel das gnadenlos ausgenutzt und den versnobten Professor in diese Spelunke abgeschleppt. Das Bild, das sein wie immer aus dem Ei gepellter, arrogant-elitärer Nachbar in dieser heruntergekommenen Umgebung bot, war ihm ein zusätzlicher Genuss.

Immer noch feixend schüttelte er den Kopf. „Jetzt maulen Sie nicht rum, Boerne, probieren Sie lieber. Das ist hier nämlich die beste Currywurst der ganzen Stadt.“ Sprach‘s, und schob sich mit Gusto eine kunstvoll aufgespießte Gabel voll Pommes mit Mayonnaise in den Mund.
„Wenn ich das nur ansehe, merke ich schon, wie meine Cholesterinwerte ansteigen“, grummelte sein Kollege gespielt mürrisch. Doch auch seine Mundwinkel zuckten ein wenig; Boerne war sicher ebenso froh wie er selber, dass sie diese unschöne Geschichte noch vor Weihnachten erfolgreich abgeschlossen hatten.
Er hatte wohl noch etwas hinzufügen wollen, wurde aber abgelenkt, als weiter hinten im Raum, in der kleinen Nische, in der sich die Toilettentüren befanden, ein paar Stimmen laut wurden.


Thiel wandte sich ebenso wie Boerne zu den Krachmachern um.
Drei Männer schienen sehr unterschiedlicher Meinung zu sein. Zwei recht düstere, südländisch aussehende Gestalten hielten ihr eher schmächtiges, von hinten gesehen fast noch jugendlich wirkendes Gegenüber fest und auch wenn Thiel die Worte nicht verstehen konnte, war doch sicher, dass sie sich keine Nettigkeiten an den Kopf warfen.
Die Situation war angespannt, das merkte man deutlich. Doch gerade als Thiel sich fragte, ob er nun einschreiten müsse, kam der Besitzer des Schnellimbiss, ein vierschrötiger Mann griechischer Abstammung, um seinen Tresen herummarschiert und trennte die drei rangelnden Kerle mit so entspannten Bewegungen, als hätten sie das Gewicht von Spielzeugpuppen. Dazu brüllte er ein paar unverständliche, aus griechisch, deutsch und wohl noch einigen anderen Fremdsprachen zusammengesetzte Unflätigkeiten und setzte die drei Widersacher mit Schwung vor die Tür. Dann wischte er sich die Hände an der Schürze ab und verschwand in seinen Bart brummend wieder hinter seiner Theke.


Thiel beobachtete noch einen Moment durch das mit wenig ästhetischen, verblichenen Plastik-Tannengirlanden umrahmte Fenster, wie die zwei dunklen Typen mit gründlichen, schnellen Griffen die Taschen des jüngeren Blonden durchsuchten. Sie schienen allerdings nicht das zu finden, was sie suchten; nachdem noch einige Worte hin und her geflogen waren, wandten die zwei sich um und marschierten schnellen Schrittes zu einem Mercedes, der am Straßenrand geparkt war. Mit quietschenden Reifen fuhren sie davon.
Der Junge dagegen sank aufatmend gegen die Hauswand, fuhr sich mit zitternden Händen durch die Haare und machte sich dann auch langsam davon.


„Wenn ich mir das so ansehe, kann ich froh sein, wenn ich hier nur mit einem entgleisten Cholesterinspiegel davonkomme“, kam es in diesem Moment von Boerne. „Ein Besuch in dieser Lokalität kann offensichtlich auch schnell mal deutlich erhöhte Eisenwerte nach sich ziehen.“

„Hä?“ Thiel wandte den Blick vom Fenster ab und drehte sich wieder seinem Kollegen zu. „Eisen? Seit wann ist Currywurst gut fürs Blut?“
Boerne legte den Kopf schräg und sah ihn über seine Brille hinweg an. „Ich habe nicht von Bluteisenwerten gesprochen. Eher von einer Klinge oder einer Kugel zwischen den Rippen. Haben Sie sich das Klientel hier mal genauer angeschaut?“ Er sagte das so trocken und ernst, Thiel konnte nicht anders als grinsend zu schnauben. „Sie sind manchmal ganz schön bescheuert.“
Boerne zog amüsiert die Augenbrauen hoch und Thiel schüttelte nochmals lachend den Kopf, bevor er sich erneut seiner Mahlzeit widmete. Und tatsächlich begann auch der Rechtsmediziner zu essen – was sicher nicht zuletzt daran lag, dass sie beide von Frau Klemm schon in aller Herrgottsfrühe zum Präsidium bestellt worden waren und bislang nur von Kaffee gelebt hatten.


Als er seine Wurst und Pommes frites kurz darauf restlos verputzt hatte, wischte Thiel sich den Mund ab und warf die Serviette anschließend mit einem zufriedenen Seufzen auf sein Tablett. Boerne hatte diese Bewegung offensichtlich wahrgenommen, er sah nun von seinem Essen auf und musterte ihn fragend. „Satt?“
„Jau, definitiv.“ Wohlig rieb Thiel sich über den Bauch und beobachtete dann irritiert, wie Boerne seine Gabel aus der Hand legte, seinen Stuhl zurückschob und auf die Füße kam.
„Wollen Sie nicht aufessen?“, fragte er etwas verwundert. Boernes Mahlzeit war höchstens zur Hälfte verschwunden. Doch sein Gegenüber schüttelte nur den Kopf, schnappte sein Tablett und ging damit in Richtung des schmuddeligen Tresens. „Lassen Sie’s gut sein. Das liegt mir sicher bis heute Abend wie ein Stein im Magen. Außerdem wartet noch jede Menge Arbeit auf mich, ich will Alberich nicht noch länger allein lassen.“
„Wie Sie meinen...“ Thiel beeilte sich, ihm hinterherzukommen.

Er hatte gerade sein Tablett über die Theke gereicht, da stand der Professor auch schon wieder hinter ihm und drückte ihm seinen Wintermantel in die Hand, den er von der Garderobe mitgebracht hatte.
„Also wirklich, erinnern Sie mich bloß daran, dass ich nie wieder mit Ihnen hierherkomme“, forderte Boerne dabei gänzlich ungerührt und vor allem in einer Lautstärke, dass sich das Gesicht des Griechen hinter dem Tresen bedrohlich verfinsterte - während Thiel gleichzeitig fühlte, wie sein eigenes bedrohliche Ähnlichkeit zu einer reifen Tomate annahm.
„Wie kann man denn die Garderobe zwischen den offenen Toilettentüren anbringen?“, echauffierte sich Boerne derweil unbeeindruckt weiter. „Mein Mantel stinkt nach… na, Duftspüler kann man das nicht nennen, das verdient allerhöchstens den Namen Klostein, und auf alle anderen Gerüche will ich hier gar nicht näher eingehen…“
„Jahaaa, ist gut, ist gut…“ Thiel versuchte sich an einem verlegenen Grinsen in Richtung des Imbissbudenbesitzers, doch in dessen Miene zeichnete sich mittlerweile eine mittelschwere Sturmwarnung ab. Das sah nicht gut aus… kurzentschlossen umklammerte er Boernes Oberarm und drängte ihn energisch zum Ausgang. „Lassen Sie uns hier verschwinden!“

Gott sei Dank wehrte Boerne sich nicht, sondern stieß die quietschende Holztür mit der Schulter auf und sie traten nach draußen in die winterliche Kälte.
Kaum dass sie auf dem Gehweg standen, musste Thiel seinem Frust Luft machen. „Mensch Boerne, sind Sie noch zu retten? Hier kann ich mich dank Ihnen nie wieder blicken lassen!“, murrte er und zog sich eilig Mantel, Mütze und Handschuhe an.
Auch Boerne warf seinen Mantel über und schlang sich einen Schal um den Hals, und Thiel riss ungläubig die Augen auf, als der Professor tatsächlich zu grinsen begann. „Und genau dafür sollten Sie mir dankbar sein, Thiel! Dankbar! Abgesehen davon dürfte dem Herrn hinter der Theke dieser kleine Zwischenfall bald entfallen sein. Der hat ein ordentliches Alkoholproblem, da ist es mit dem Langzeitgedächtnis sicher nicht zum Besten bestellt.“ Damit wandte er sich zum Gehen, warf nur noch ein kurzes: „Wir sehen uns“, über die Schulter.

„Alkoholproblem? Aber… woher….“ Thiel sah ihm für einen Moment perplex hinterher, bis er realisierte, dass Boerne nicht auf ihn wartete. „Moment mal, ich komme noch ein Stückchen mit. Meine Pause ist noch nicht zu Ende.“

Thiel schnappte sein Rad, das an der Regenrinne angekettet gewesen war und lief dann seinem Kollegen nach, der bereits mit forschen Schritten Richtung Rechtsmedizin marschierte. Er wunderte sich ein wenig über diese Eile - Nadeshda und er hatten nur noch den abschließenden Papierkram dieses Falles zu erledigen, aber das würden sie bis Heiligabend locker geschafft haben. Doch bei Boerne im Institut schien die Lage ganz anders auszusehen.
„Was ist denn los bei Ihnen, dass Sie so viel zu tun haben?“, erkundigte er sich etwas atemlos, als er schließlich zu seinem Kollegen aufgeschlossen hatte.

Boerne warf ihm einen kurzen Seitenblick zu und holte dann seufzend ein Paar Lederhandschuhe aus seiner Manteltasche. „Drogentote. Außergewöhnlich viele, allein vier in den letzten drei Tagen. Zwei davon hat Alberich mehr oder weniger in Etappen obduziert, wann immer ich gerade im Institut anwesend war, aber die anderen beiden müssen wir jetzt auch dringend fertigmachen. Ihre Kollegen von der Drogenfahndung machen mir schon seit gestern die Hölle heiß.“
Er schob sich mit seiner typischen Bewegung die Brille hoch und zog dann mit einem deutlichen Schaudern die Handschuhe an, als er nachdenklich hinzufügte: „Bei den beiden ersten war verunreinigter Stoff die Todesursache und meiner Meinung nach steht außer Frage, dass das Ergebnis bei den noch zu untersuchenden Toten das gleiche sein wird.“


Thiel zog sich die Mütze noch etwas weiter über die Ohren und wich einem der Studenten aus, die gerade aus dem physikalischen Institut auf die Straße strömten, als er stirnrunzelnd nachbohrte: „Wie kommt’s? Gehörten die zusammen und haben das gleiche schmuddelige Besteck benutzt?“
Sein Kollege schüttelte den Kopf. „Nein, sie wurden in völlig unterschiedlichen Ecken von Münster aufgefunden. Dem derzeitigen Ermittlungsstand nach gibt es keine Verbindung zwischen ihnen außer ihrer Sucht. Es liegt am Heroin, ich sage es Ihnen.“

„Schöne Scheiße.“ Thiel verdrehte amüsiert die Augen, als Boerne nach dieser, wie er fand sehr treffenden Bemerkung ein indigniertes Räuspern hören ließ und korrigierte sich grinsend: „Schöne Bescherung. Klingt nach ´ner Menge Arbeit.“ Letzteres meinte er allerdings ernst. Das war wirklich unangenehm, so kurz vor Weihnachten - wenn tatsächlich eine Charge verunreinigten Stoffes im Umlauf war, würden das nicht die einzigen Todesfälle bleiben.
Boerne verzog grimmig das Gesicht und seufzte, als er Thiels Gedanken zu dem Thema bestätigte: „Ja. Ich bin sicher, dass es noch einige mehr werden.“

Der Kommissar nickte nachdenklich. Die Jungs der Drogenfahndung hatte er in letzter Zeit kaum zu Gesicht bekommen, war er doch selbst rund um die Uhr mit seinem Fall beschäftigt gewesen. Aber jetzt im Nachhinein fiel ihm auf, dass dort im ersten Stock auch immer eine wahnsinnige Hektik geherrscht hatte in den letzten Tagen.


Boerne neben ihm machte eine vage Kopfbewegung zurück und stellte dabei fest: „Es würde mich nicht wundern, wenn dieser blonde Hänfling von vorhin auch irgendwann bei mir auf dem Tisch landet. Der war ja vor Entzugserscheinungen kaum noch in der Lage, aufrecht zu stehen.“
„Was Sie nicht sagen.“ Thiel schüttelte nur den Kopf. Ihm war auch aufgefallen, dass der Mann recht fahrig, unruhig und auch ein Stück weit verkommen gewirkt hatte. Aber er hatte sich nichts dabei gedacht, hatte ihn schlicht für einen Obdachlosen gehalten, der wahrscheinlich zu oft trank. Dass harte Drogen dahinterstecken könnten, war ihm nicht in den Sinn gekommen.
Es war schon erstaunlich, was Boerne sich aus kurzen Beobachtungen seiner Mitmenschen zusammenreimen konnte. Aber er wusste es mittlerweile besser, als solche Behauptungen in Frage zu stellen; so viel und so gerne Boerne auch über alle möglichen Fälle spekulierte und sich dabei in die abstrusesten Ideen verrennen konnte, bei medizinischen Aussagen lag er garantiert richtig, das hatte er in der Vergangenheit oft genug bewiesen.



Thiel wurde aus seinen Gedanken gerissen, als sie sich einer älteren, recht voluminösen Dame näherten, die wesentlich gemächlicher als sie über den Gehsteig trottete und dabei ihren penetrant quietschenden Rollator vor sich her schob. Aus dem Augenwinkel sah er, wie Boerne sich etwas zurückfallen ließ, um hinter ihm auf den Radweg zu schwenken.
Er selbst dagegen beschleunigte seine Schritte und nach ein paar Sekunden wandte er sich zu Boerne zurück, der nun ein paar Meter hinter ihm ging und nach seinem Überholmanöver gerade wieder auf den Gehweg steuerte. „Meinen Sie denn, Sie sind bis morgen Abend mit den Obduktionen durch? Nadeshda ist bestimmt enttäuscht, wenn es mit dem Weihnachtsmarkt nicht klappt und…“ Er unterbrach sich mitten im Satz, denn in diesem Augenblick bemerkte er, dass der junge Mann mit greller Strickmütze und schwarzer Jacke, der unmittelbar hinter dem Professor schritt und den er im ersten Augenblick für einen der Studenten gehalten hatte, dabei war, in Boernes Manteltasche zu greifen.

„Hey, der will Sie beklauen!“ Noch während er seine Warnung brüllte, ließ er sein Rad fallen und sprang auf seinen Kollegen zu.
Boernes Kopf war bei seinem Aufschrei herumgezuckt, aber bevor er reagieren konnte, hatte der Taschendieb ihn reaktionsschnell und mit aller Kraft von sich weggestoßen und war losgesprintet. Thiel warf sich ihm in den Weg, doch der Junge schlug in letzter Sekunde einen Haken und so bekam er nur dessen Jackenärmel zu fassen. Und trotz seines geradezu schraubstockartigen Griffes gelang es ihm nicht, den Flüchtigen festzuhalten - so schmächtig er auch war, der Mann riss an der Jacke mit solcher Gewalt, dass Thiel davon herumgeschleudert wurde, über sein eigenes Rad stolperte und zu Boden ging. Er ließ den Stoff in seiner Hand los als er instinktiv seinen Fall zu bremsen versuchte, und diese Chance ließ der Fliehende sich natürlich nicht entgehen. So schnell er konnte, rannte er davon und verschwand um eine Hausecke.

Erbost über sein Missgeschick hechtete Thiel wieder auf die Füße und wollte ihm nachsetzen, doch nicht zuletzt aufgrund des fast panisch klingenden Gezeters der Passantin, die sie gerade überholt hatten, warf er einen kurzen Blick über die Schulter. Und was er sah, ließ ihn mit einem Fluch zum Stillstand kommen: die alte Dame gestikulierte aufgewühlt in der Luft herum und brüllte dabei hektisch nach Luft schnappend und geradezu hysterisch auf Boerne ein, der sich wider Erwarten noch nicht wieder aufgerappelt hatte, sondern erschreckend reglos zu ihren Füßen lag.



t.b.c.
Tags: action, adventskalender 2013, alberich, bingo 2013, boerne, fanfic, freundschaft, h/c, humor, krimi, nadeshda, thiel
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