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Story: Höllennacht

Er hatte nach diesem Scheißtag doch wirklich verdient, in einem vernünftigen Bett zu schlafen - stattdessen musste Thiel seine Nacht dank Boernes defekter Schrottkarre irgendwo am Ende der Welt in einem zugigen Schuppen verbringen. Dass Ratten seine Schuhe anknabbern könnten, war dabei noch seine geringste Sorge...

Missing scene zu "Höllenfahrt" - es ist nicht nötig, die Folge zu kennen - aber sehr empfehlenswert, einfach weil sie eine der besten ist! (spielt in der Gewitternacht in der Scheune)
Wörter: 3300
Genre: Freundschaft, h.c.
A.N.: wie so oft ohne Beta und noch im Änderungsprozess. Verbesserungsvorschläge gerne zu mir.
Wie immer bin ich der Meinung, dass im Tatort alles etwas zu glatt geht; dem habe ich mich mal angenommen. Inspiriert haben mich die Erfahrungen, die ich machen musste, als ich kürzlich an einem eigentlich warmem Sommertag bis auf die Knochen nassgeregnet bin... das war echt nicht schön!



Als Thiel die Augen aufschlug, starrte er auf eine von Holzbalken gestützte, spinnwebenverhangene Schindeldecke, die in der um ihn herrschenden Dunkelheit kaum zu erkennen war. Zwei Sekunden lang war er verwirrt – allerdings ließ der helle Lichtblitz, der in regelmäßigen Abständen diese Dunkelheit zerriss, seine immer noch leicht klamme Kleidung und die Unterlage, die ihn überall kratzte und pikste, die Erinnerungen sehr schnell zurückkommen… Thiel seufzte.

Der Tag war der absolute Horror gewesen; im Nachhinein betrachtet hätte er Boernes Anruf am besten ignoriert und die Fortbildung, so schrecklich sie ihn auch genervt hatte, doch nicht sausen lassen. Aber wer konnte schon ahnen, dass Boernes ermordeter Golfkollege nur der Erste in einer ganzen Reihe von unnatürlichen Todesfällen war?

Für ihre Ermittlungen hatten sie eine Rundreise in die hintersten Ecken des Münsterlandes antreten müssen und im Zuge dessen schon bald eine zweite Leiche entdeckt; in der Wochenendhütte dieses Mordopfers war Boerne zu allem Überfluss niedergeschlagen worden und es hatte ein Weilchen gedauert, bis er wieder zu sich gekommen war. Seine Bewusstlosigkeit hatte Thiel einen ziemlichen Schrecken eingejagt, und dass Boerne direkt nach dem Schlag erst einmal verwirrt war und alles doppelt sah, aber natürlich nicht ins Krankenhaus wollte, hatte die Sache wahrlich nicht einfacher gemacht.

Thiels Assistentin Nadeshda war indessen mit einem Selbstmörder beschäftigt, der ebenfalls mit ihrem Fall in Verbindung zu stehen schien. Mit dem noch halb weggetretenen Boerne auf dem Beifahrersitz hatte Thiel die Höllenfahrt also fortgesetzt; aber zum Glück war der Professor wieder fast normal gewesen, als sie bei Nadeshda angekommen waren (wobei man die Worte Boerne und normal Thiels Meinung nach nicht guten Gewissens in einem Satz unterbringen konnte).
Der Selbstmörder hatte sich in einem Kanal ertränkt und der Abschiedsbrief, den der unglückliche Mann bei sich trug, lieferte ihnen einen wichtigen Hinweis, der sie nochmals zur Weiterfahrt zwang. Wie das Schicksal es wollte, gelang es ihnen daraufhin in buchstäblich letzter Sekunde, einen dritten grausamen Mord zu verhindern.

Aber die ultimative Krönung dieses Tages ohne Pause, ohne Essen und Trinken war Boernes Hightech-Karre, die irgendwo am Ende der Welt und natürlich mitten in der Nacht verreckte; Thiels Handy war zu dem Zeitpunkt ebenfalls nicht mehr funktionstüchtig, und abgeschnitten von der Außenwelt mussten sie, von einem plötzlichen heftigen Unwetter überrascht, in einer verlassenen Scheune Schutz suchen. Was für ein bekacktes Ende für einen echten Scheißtag!
Gut, zu der Autopanne hatte Thiel selbst wohl einen maßgeblichen Teil beigetragen; er hätte seine Finger doch besser vom Motor des Mercedes gelassen. Er fühlte sich da etwas schuldig, Boerne hatte zu Recht ziemlich erbost reagiert.
Es hatte daraufhin eine heftige Auseinandersetzung zwischen Ihnen gegeben; Thiel hatte zu dem Zeitpunkt endgültig die Nase voll gehabt und seinem Kollegen ein paar Sachen an den Kopf geworfen, die er unter anderen Umständen wohl so nicht formuliert hätte. Das war ihm inzwischen etwas unangenehm; aber Boerne konnte selber ja auch ziemlich gut austeilen, da musste er auch einmal etwas einstecken.


Thiel seufzte müde; diese unnütze Grübelei hielt ihn vom Schlafen ab, das war im Moment alles eh nicht zu ändern. Er schaute auf die Uhr; kurz nach drei, es würde noch dauern, bis es hell wurde. Erschöpft ließ er die Augen wieder zufallen.
Das Gewitter hatte sich scheinbar ausgetobt; draußen rauschte zwar der Wind in den Bäumen, aber vom lauten Prasseln des Regens und auch von Donner war definitiv nichts mehr zu hören; es war eigentlich ganz friedlich.
Er war schon fast wieder eingedöst, als er ein leises Geräusch wahrnahm. Das brachte ihn dazu, die Augen doch noch einmal zu öffnen. Was war das? Es war nicht so leicht zu orten, wurde von den raschelnden Blättern der Bäume übertönt, aber immer wieder einmal hörte er es. Und es schien näher zu kommen. Das war doch wohl keine Ratte, die im Begriff war, ihm die Schuhe anzuknabbern?

Fluchend fuhr Thiel hoch und schaute hektisch um sich, suchte in den tiefdunklen Ecken und Winkeln der vollgestopften Scheune nach leuchtenden Augen und flinken Füßen. Mit einem Blick streifte er dabei den Traktorreifen, gegen den Boerne sich gestern hatte fallen lassen, als sie triefend nass hier angekommen waren.
Boernes Silhouette zeichnete sich durch das hereinfallende Mondlicht recht deutlich vor der offenen Tür ab. Der Rechtsmediziner lehnte allerdings nicht mehr entspannt an diesem alten Gummirad; stattdessen saß er ganz zusammengekrümmt mit dem Kopf auf den Knien, hielt mit den Armen seine aufgestellten Beine umschlungen und zitterte so heftig, dass Thiel es aus zehn Metern Entfernung erkennen konnte.
Die Ratten waren sofort vergessen.

„Hey! Alles in Ordnung?"
Thiels besorgte Frage fiel ziemlich laut aus. Aber der Professor antwortete nicht; genaugenommen zeigte er gar keine Reaktion.
Für den Bruchteil einer Sekunde fragte sich Thiel, ob sein Kollege immer noch sauer auf ihn war - aber die Idee verwarf er sofort wieder. Boerne sah wirklich nicht so aus, als würde er gerade die beleidigte Leberwurst spielen. Vielleicht schlief er? Aber konnte man so schlafen?

Er sollte das doch besser kurz überprüfen. Also sprang Thiel von seinem Lager und navigierte so schnell er konnte durch die düstere Scheune um alle möglichen Hindernisse herum; kaum war er bei Boerne angekommen, beugte er sich herunter und berührte ihn am Arm. "Sind Sie wach?"
Im gleichen Moment stellte er bestürzt fest, wie unglaublich kalt Boerne sich anfühlte.
Als der Rechtsmediziner weiterhin keinen Laut von sich gab sondern nur heftig vor sich hin zitterte, fasste Thiel kräftiger zu und schüttelte ihn ein wenig. „Boerne! Hören Sie mich?"

Endlich schien Boerne ihn wahrzunehmen; er bewegte sich, hob mit sichtbarer Mühe den Kopf. Als er Thiel anschaute, schien er Schwierigkeiten zu haben, die Augen offen zu halten. Abgesehen davon war er, zumindest soweit Thiel das in den schlechten Lichtverhältnissen beurteilen konnte, leichenblass und hatte dunkle Schatten unter den Augen.
Thiel war geschockt. "Mann, wie sehen Sie denn aus?"
Boernes Antwort war ein einziges, kaum verständliches, zittriges Wort: "k-k-k-kalt."
Thiel schnaubte aufgebracht. "Ja, das merke ich! Ist ja auch kein Wunder, hier zieht's wie Hechtsuppe! Kommen Sie, dahinten ist es viel wärmer!" Ohne eine Erwiderung abzuwarten, fasste er Boerne unter den Armen und zog ihn hoch, aber Boerne schaffte es kaum, aufzustehen, so hatte er sich in seiner vorherigen Position verkrampft.
Als Thiel ihn endlich aufgerichtet hatte, legte er sich Boernes Arm um die Schulter, griff um seine Taille und manövrierte den schlotternden Mann dann in den geschützteren Bereich der Scheune, in dem er selbst bisher die Nacht verbracht hatte.

An seiner Lagerstätte angekommen, platzierte er seinen eindeutig unterkühlten Kollegen behutsam auf einem Strohballen. Boerne zog direkt die Beine wieder an die Brust und faltete sich ganz in sich selbst zusammen, wohl in dem vergeblichen Versuch, das letzte bisschen Körperwärme zu konservieren. Er zitterte so heftig, dass Thiel Sorge hatte, er würde von den Strohbunden kippen.
Hastig zog der Kommissar seine Weste aus und packte Boerne darin ein. Dann setzte er sich rittlings neben ihn, schlang beide Arme um Boernes Oberkörper und zog den durchgefrorenen Mann mehr oder weniger in seinen Schoß.
Spätestens jetzt hatte er damit gerechnet, dass Boerne sich beschweren würde und schon von vornherein beschlossen, jeglichen Protest zu ignorieren – schließlich war nun wirklich nicht der richtige Zeitpunkt, um über Etikette zu diskutieren – aber Boerne blieb still. Beunruhigend still. Thiel schluckte.

Während er selbst inzwischen beinah trocken und eigentlich fast normal warm war, registrierte er konsterniert, wie nasskalt Boernes Kleidung sich noch anfühlte. Und dass, obwohl sie doch schon seit mehreren Stunden in dieser Scheune saßen…
Thiel seufzte fast entnervt. Boerne hätte ja im hinteren Teil der Scheune Schutz suchen können… aber nein, natürlich musste er sich an die zugige Tür hocken und sich durchfrieren lassen! Und nun konnte Thiel zusehen, wie er den Professor wieder auf Normaltemperatur bekam. Immer machte dieser Mann ihm das Leben schwer!
Für zwei Sekunden gab der Kommissar sich seinem Frust hin, aber eine leise Stimme in seinem Hinterkopf wies ihn ganz schnell zurecht; der Sitzplatz allein konnte nicht der Grund für Boernes Zustand sein.
Dass Thiel im Gegensatz zu seinem Kollegen so wohlig warm war, hatte er wohl auch ein Stück weit seiner etwas fülligeren Figur zu verdanken - Boerne hatte deutlich weniger Speck auf den Rippen und fror dadurch sicherlich schneller.
Und nach einem Tag wie diesem, übermüdet, ohne gescheite Mahlzeit und durchnässt bis auf die Knochen, hatte Boernes Körper es scheinbar nicht mehr geschafft, wieder richtig warm zu werden.

Aber warum verdammt nochmal war Boerne nicht aufgestanden, herumgelaufen, hatte sich irgendwie aufgewärmt? Oder warum war er nicht einfach zu ihm gekommen?

Nun, das jetzt zu fragen machte keinen Sinn; Boerne schien im Augenblick definitiv nicht in der Lage zu sein, ein Gespräch zu führen.
Er war seitlich an Thiels Brust gekippt, als dieser ihn an sich gezogen hatte, hatte seine zusammengestauchte Position aber beibehalten, die Beine wieder so nah wie möglich an sich gezogen und hielt sie immer noch umklammert; ab und zu kam ihm ein leises, gequältes Seufzen über die Lippen, dass er wohl nicht die Kraft hatte, zu verhindern. Dabei zitterte er weiterhin so heftig, dass man seine Zähne klappern hören konnte. Die Augen im bleichen Gesicht waren geschlossen und sein Kopf ruhte an Thiels Schulter, so dass er Boernes eiskaltes Ohr durch sein Hemd fühlen konnte.

Auch nach zehn Minuten hatte sich an diesem Zustand noch nichts geändert. Thiels Besorgnis steigerte sich; so apathisch und still hatte er seinen Kollegen selten zuvor erlebt. Anscheinend war er doch schlimmer unterkühlt, als Thiel das zuerst gedacht hatte. Aber was sollte er tun? Er hatte nichts, um Boerne zu helfen; keine Decke, nichts warmes zu Trinken - also zog er ihn so nah wie nur irgend möglich an sich heran, in der Hoffnung, dass seine Körperwärme dem leidenden Mann guttun würde. Zu seiner eigenen ebenso wie zu Boernes Beruhigung begann er, mit langsamen, kräftigen Bewegungen über Boernes Rücken und Nacken zu reiben. Dabei konnte er unzählige verhärtete Muskelstränge fühlen; Boerne war dermaßen verkrampft, dass es schmerzhaft sein musste.
Der Kommissar seufzte leise und rutschte ein wenig auf dem Strohballen herum, versuchte, den total verspannten Boerne und sich selbst in eine etwas bequemere Position zu bringen; die Nacht versprach, lang zu werden.




Thiel saß nun schon eine gefühlte Ewigkeit so, aber seit ein paar Minuten hatte er den Eindruck, dass Boerne in seinen Armen ganz allmählich etwas zur Ruhe kam. Das heftige Zittern hatte zumindest ein wenig nachgelassen.
Thiel atmete erleichtert auf; anscheinend ging es seinem Kollegen etwas besser, auch wenn er hin und wieder noch ganz leise stöhnte.
Erst jetzt fiel ihm auf, wie angespannt er selber inzwischen war; er ließ einmal vorsichtig seine Schultern kreisen und sank danach noch etwas mehr in die Strohballen in seinem Rücken.

Als Thiel gerade dabei war, einzudösen, löste sich mit einem Mal Boernes verkrampfter Griff um seine Knie. Seine aufgestellten Beine kippten zur Seite als seine Arme matt in seinen Schoß rutschten, gleichzeitig fiel ihm sein Kopf in den Nacken und er sackte unvermittelt nach hinten. Zu Tode erschreckt fuhr Thiel hoch, verstärkte instinktiv den Griff um Boernes Oberkörper, damit er ihm nicht wegrutschen konnte.
Im Vergleich zu der extremen Anspannung zuvor war Boerne jetzt so schlagartig erschlafft, er hatte eindeutig das Bewusstsein verloren. Aber warum um alles in der Welt?
Entgeistert zog Thiel den reglosen Mann näher an sich und schüttelte ihn dabei ein wenig. „Boerne!! Alles gut?"
Aber er reagierte nicht.
Aufgeregt versuchte Thiel es etwas lauter, schlug ihm jetzt vorsichtig ins Gesicht. „Hey! Hey, hören Sie mich? Machen Sie mal die Augen auf!"
Ein leises Stöhnen war die einzige Antwort, die er bekam.
„Herrgott Boerne, sagen Sie doch was! Sie machen mir Angst!" Thiel war jetzt wirklich panisch.
Dieser Tonfall schien endlich bei seinem Kollegen anzukommen, mühsam blinzelte Boerne ihn an und hob etwas den Kopf. „…ist ja gut…ich bin… wieder wach…" Er klang ganz undeutlich, so schlaftrunken war er.

Für einen Moment fühlte Thiel sich wie ein Idiot, doch dann überwog die Erleichterung; Boerne war nur eingeschlafen! Fast war es ihm peinlich, dass er das nicht gleich kapiert hatte. Aber dass ein Mensch so plötzlich in den Tiefschlaf sinken konnte, war ihm bis jetzt nicht klar gewesen. Boerne musste wirklich todmüde sein.
Er ließ den Atem entweichen, von dem ihm gar nicht bewusst gewesen war, dass er ihn angehalten hatte. „Mann, haben Sie mir einen Schrecken eingejagt! Ich dachte schon wer weiß was!" Es war ihm egal, dass seine Hand ein wenig zitterte, als er sie in Boernes immer noch zu kalten Nacken legte und ihm durch einen behutsamen Zug signalisierte, dass er sich erneut anlehnen sollte.
Der entkräftete Boerne ließ sich widerstandslos zurück an Thiels Schulter dirigieren. Seine Augen fielen erschöpft wieder zu, als er leise murmelte: „…ich bin so müde…"
„Es tut mir leid, ich wollte Sie nicht wecken." Er half Boerne, sich bequemer hinzusetzen und wickelte den immer noch zitternden Mann wieder fester in seine Weste. „Sie haben die ganze Nacht noch nicht geschlafen, oder?" Thiel kannte die Antwort eigentlich schon, bevor er die Frage überhaupt zu Ende gestellt hatte und brauchte Boernes verneinendes Geräusch gar nicht; wer konnte in dem Zustand schon schlafen.

Aber genau das ließ ihm jetzt keine Ruhe mehr; nun, wo Boerne endlich ansprechbar war, musste er einfach fragen: „Mensch, warum haben Sie sich denn so durchfrieren lassen? Warum sind Sie nicht etwas rumgeturnt, haben sich aufgewärmt? Kniebeugen, was weiß ich?"
Boernes zittriges Flüstern war kaum zu verstehen. „… dabei wäre mir der Schädel geplatzt…"
Thiel wusste nicht, was er erwartet hatte; das jedenfalls nicht. Er dachte, er würde nicht richtig hören. „Das ist jetzt nicht Ihr Ernst, oder?" Er schaute ungläubig hinunter in Boernes blasses Gesicht, versuchte, in der schlechten Beleuchtung jedes Detail wahrzunehmen. Die ausgeprägten Linien um die Augen und auf der Stirn, die ihm nun auffielen, sprachen Bände; und die gequälten Geräusche, die Boerne manchmal nicht unterdrücken konnte, ergaben plötzlich einen ganz anderen Sinn; er hatte immer noch Kopfschmerzen. Und so wie es aussah, nicht zu knapp.
„Oh Scheiße!" Thiel war fassungslos. „Ist das etwa wieder eine Gehirnerschütterung? Ist Ihnen schwindelig? Übel?" Er erinnerte sich nur zu gut daran, wie schlimm Boerne vor einiger Zeit nach einem Schlag auf den Schädel gelitten hatte. Zum Glück hatte ihm damals Frau Haller geholfen, den Kranken zu versorgen. Aber jetzt war er ganz allein und hatte nicht mal ein Telefon…
Er merkte eher als dass er sah, wie Boerne ein wenig den Kopf schüttelte. „Keine Hirnerschütterung… das ist vom Hunger und Durst...alles gut…" murmelte er leise in Thiels Schulter.
Thiel schnaubte. „Alles gut! Dass ich nicht lache! Warum sagen Sie denn nichts? Warum zum Teufel haben Sie mich nicht geweckt?" Er war aufgebracht und auch etwas lauter als eigentlich beabsichtigt.
Boerne verzog das Gesicht; dann hob er nochmals den Kopf und blinzelte ihn an. „Sollte ich Sie wecken und sagen mir ist kalt?" Er sackte wieder zurück an Thiels Schulter. "Ich bin doch nicht lebensmüde… Sie hätten mich glatt niedergeschlagen… oder wieder angebrüllt…" Er schluckte mühsam, bevor er fast unverständlich leise fortfuhr: „Das hätte mein Kopf heute wirklich nicht mehr vertragen." Damit schloss er die Augen und rührte sich nicht mehr.

Thiels vorherige fast ärgerliche Ungläubigkeit wandelte sich nach diesen Worten in Sekundenschnelle in ein ausgewachsenes schlechtes Gewissen.
Ihm wurde ganz mulmig, als er sich an seinen Ausraster vom Vorabend erinnerte. Seine Laune war wirklich extrem schlecht gewesen; kein Wunder, dass Boerne seine Nähe gemieden und sich ans andere Ende der Scheune zurückgezogen hatte… aber er musste doch wissen, dass ihm das in seinem Ärger nur so herausgerutscht war…

Hören zu müssen, dass Boerne ihn nicht geweckt hatte als es ihm schlecht ging, hatte ihm einen richtigen Stich versetzt. Er hätte den Mann am liebsten geschüttelt, weil er sich stundenlang so herumgequält hatte, statt sich zu melden; gleichzeitig hatte er das dringende Bedürfnis, sich zu entschuldigen, ihm klarzumachen, dass das alles doch nicht so gemeint war. Aber nach einem Blick auf seinen Kollegen entschied er, das klärende Gespräch auf den nächsten Tag zu verschieben - Boerne sah so müde und elend aus, dass er wahrscheinlich einfach nur noch seine Ruhe haben wollte.
Unbewusst zog Thiel seinen Kollegen noch etwas näher an sich, blickte besorgt in sein Gesicht, als Boerne heftig erschauderte und dabei ein erneutes leises Stöhnen nicht unterdrücken konnte.

Plötzlich fiel ihm etwas ein. „Boerne?" Diesmal sprach er bewusst leise. „Boerne, ich habe Kopfschmerztabletten in der Tasche. Wollen Sie eine haben?"
Tatsächlich öffnete sein Kollege noch einmal die Augen. „Schmerztabletten? Sie?" Sein Flüstern klang so ungläubig, das Thiel sich genötigt sah, den Umstand zu erklären. „Ja, natürlich ich! Ich war auf dieser Krisen-Management-Laber-Fortbildung, erinnern Sie sich? Mann, glauben Sie ernsthaft, ich überlebe so eine Psychologie-Kacke ohne Kopfschmerztabletten? Bei dieser Sabbelei schwillt einem doch so die Rübe an, dass man sich spätestens nach zwei Stunden am liebsten eine Kugel in die Stirn jagen will!"
„Da hilft die Tablette dann aber auch nicht mehr", murmelte Boerne.
Thiel konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen; aber recht schnell wurde er wieder ernst. „Also, was ist nun?" fragte er und drückte vorsichtig Boernes Schulter. „Wollen Sie eine haben?"
Boerne nickte wortlos und Thiel kramte in den Taschen seiner Weste nach dem Päckchen. Er half Boerne, sich aufzusetzen und gab ihm eine der Tabletten in die Hand; Boerne schluckte sie trocken und verzog das Gesicht. Dann schauderte er noch einmal so heftig, dass Thiel ihn direkt wieder an sich zog, sich etwas zurücklehnte und Boerne erneut mit der Weste zudeckte. Boerne wehrte sich nicht dagegen; er seufzte noch einmal auf und schloss die Augen. Als Thiel spürte, dass Boerne noch wieder mehr zitterte, legte er erneut beide Arme um ihn. Dass sein Kollege keinen Versuch unternahm, ihn davon abzubringen, zeigte nur zu deutlich, wie kalt ihm immer noch war.


Es dauerte eine Weile, aber irgendwann entspannten sich Boernes Gesichtszüge; der gequälte Ausdruck verschwand nach und nach, als die Tablette langsam zu wirken begann. Das fortwährende Zittern wurde immer schwächer und die Atemzüge regelmäßiger; er schlief endlich tief und fest.
Thiel lächelte in die Dunkelheit und schloss dann selber die Augen. Es dauerte nicht lange, bis er ebenfalls eingenickt war.


Als Thiel die Augen aufschlug, starrte er auf eine von Holzbalken gestützte, spinnwebenverhangene Schindeldecke, die von der Morgendämmerung erhellt recht deutlich zu erkennen war. Zwei Sekunden lang war er verwirrt – allerdings ließ der Wind, der in den Bäumen rauschte und die Unterlage, die ihn überall kratzte und pikste, die Erinnerungen sehr schnell zurückkommen… hektisch setzte Thiel sich auf. Als ihm dabei seine eigene Weste in den Schoß fiel, registrierte er, dass er damit zugedeckt gewesen war.
Aber wo war Boerne?

Ein Blick genügte um sicherzustellen, dass er sich nicht in der Scheune befand. Eilig schwang Thiel seine Beine von dem Strohballen, auf dem er diese letzten Stunden gelegen hatte und lief zur Tür. Ungläubig blieb er für eine Sekunde im Türrahmen stehen und starrte auf das Bild, das sich ihm bot. Sein Kollege hockte vor einem alten Motorrad und versuchte scheinbar, mit einer Drahtbürste die Zündkerzen dieses vorsintflutlichen Gerätes zu reinigen. Na, dann schien es ihm ja wieder gut zu gehen!

Thiel beobachtete ihn für einen Moment; tatsächlich wirkte Boerne jetzt wieder so normal und lebendig, als wäre gar nichts gewesen. Die quälend langen Stunden dieser Nacht schienen nur noch eine unschöne Erinnerung zu sein.
Trotzdem hatte Thiel das dringende Bedürfnis, sich bei ihm zu entschuldigen, nicht vergessen; aber für eine längere Rede war der richtige Zeitpunkt definitiv verstrichen, das hätte er wohl doch besser in der Nacht erledigt.
Dennoch musste er sicherstellen, dass zwischen ihnen wieder alles beim Alten war, also entschied er sich für eine kurze Variante; sein Kollege würde ihn bestimmt verstehen. „Boerne? Ich nehme alles zurück!"

Boerne drehte sich nicht einmal zu ihm um, als er ohne zu zögern zurückschoss: „Ich nicht!"
Eine andere Antwort hatte er nicht hören wollen. „Jaja, hab‘ ich mir schon gedacht!" Er sagte es so mürrisch er konnte, war aber sicher, dass Boerne sein erleichtertes Lächeln heraushören konnte.
Alles war in Ordnung.

X

Höllennacht

work in Progress
(ich denke, das ist die Stelle kurz vor Schluss; Boerne ist endlich fest eingeschlafen, entspannt und nicht mehr so kalt und auch Thiel nickt gerade ein)


Das alte Bild war so bescheuert, das musste ich mal neu machen... wie man sieht, muss die Kleidung noch weiter ausgearbeitet werden und das Stroh, auf dem sie sitzen ist auch ziemlich dämlich. Was das angeht, bin ich allerdings noch mächtig planlos, wie ich das verbessern will...
Aber auf  jeden Fall ist es so meiner Meinung nach wesentlich besser als das alte Bild.

Comments

( 15 Kommentare — Kommentar hinterlassen )
cricri_72
28. Aug 2012 10:04 (UTC)
I'm a sucker for h/c ...

Damit kannst Du mich immer wieder erfreuen :) Und das Kälte-Thema ist bei der Vorlage ja wirklich naheliegend. Nur daß es bei mir wohl einen anderen Verlauf genommen hätte ...

Leider habe ich keine Zeit mehr für lange Kommentare, wir brechen in einer Stunde auf. Ich bin dann mal weg :) Aber vielleicht habe ich unterwegs Internet, mal sehen. Wenn nicht, lasse ich mich überraschen, was in einer Woche so alles passiert ist ...
baggeli
28. Aug 2012 10:51 (UTC)
Hallo cricri! Das klingt nach Urlaub? Dann wünsche ich eine ganz tolle Woche!!!
Ja, das mit der Kälte bot sich an; es ist wirklich irre, wie schnell und heftig man auskühlt, wenn die Kleidung komplett nass ist und man keine Möglichkeit hat, sich umzuziehen/abzutrocknen. Also hab ich Boerne etwas frieren lassen... andersrum erschien mir das irgendwie nicht so logisch, dazu ist Thiel zu knubbelig. :D
jolli87
29. Aug 2012 17:30 (UTC)
Ahaaaa, jetzt hab ich hier doch noch eine Story entdeckt, die ich noch nicht kenne.
Och wie süß. *g* Du lässt den armen Boerne gerne ein bißchen leiden, was? Kann ich gut nachvollziehen *g* Aber auf Thiel is eben Verlass.
Wirklich eine schöne Story. Höllenfahrt ist übrigens auch meine Lieblingsfolge und die Szene im Wald und in der Scheune ist echt genial. Find ich klasse, dass du da den Faden weitergesponnen hast. Am Schluss hast du ja wieder einen schönen Übergang zur Folge gemacht.
Und dann noch ein hübsches Bild als Sahnehäubchen *hihi*
Danke!
baggeli
29. Aug 2012 19:30 (UTC)
Ach Jolli, dass man dich hier mal trifft ist ja nett!! :D:D
Findest du wirklich, dass ich Boerne gerne leiden lasse? *am-Kopf-kratz* Bin wieder voll durchschaut, was? *räusper*

Ja, zugegebenermaßen muss bei mir meist Boerne den Kopf hinhalten und Thiel sich kümmern - das passt einfach so gut zu den beiden. Aber ich habe kein schlechtes Gewissen, im Fernsehen ist das ja nicht anders - Thiel bekommt einmal eine Kugel in den Arm, aber sonst ist es doch nun wirklich immer Boerne, der was auf die Mütze kriegt. Da sind meine Geschichten also alle voll im Canon. *g*

(Wobei ich zu meiner Verteidigung darauf hinweisen muss, dass es in Kopfschmerzen die arme Alberich ist, die leiden muss... Und naja, bei Feierabend habe ich euch doch auch fast zwei Kapitel lang in dem guten Glauben gelassen, dass mit Boerne alles ok ist, das war doch auch recht entspanntes Lesen... und dass er in Mörderspiele so erkältet ist, ist ja nun wirklich nicht meine Schuld. Das kann ich doch bei einer post-ep nicht einfach außer Acht lassen, oder?)


Ach, da fällt mir noch ein, die Kritzelei unter dem Bild ist nicht ernstzunehmen bitte. Ich wollte nur ungefähr zeigen, wie sie da sitzen; ich fand es total schwer in Worte zu kleiden, wie Thiel sich hinter Boerne pfercht und mit ihm kuschelt (und dieses Wort von mir... *lol* sollten die Slasher langsam auf mich abfärben?!?!?)

Ich sollte besser verschwinden, bevor ich hier noch mehr Unsinn verzapfe. :D
cricri_72
4. Sep 2012 05:37 (UTC)
Das Bild sehe ich auch jetzt erst! Das war vor meinem Urlaub noch nicht da, oder?

Absolut ernstzunehmen, finde ich :) Ich mag Zeichnungen, und ich mag auch gerne den eher reduzierten, comichaften Stil. Und über den Inhalt muß man gar nicht erst reden :D Es macht die Szene anschaulich.

Ich wollte nur ungefähr zeigen, wie sie da sitzen; ich fand es total schwer in Worte zu kleiden
Das sind solche Szenen immer, merkwürdigerweise. Man will ja nicht im Detail schreiben und "dann befand sich Arm 1 von Person 1 hier, während Bein 1 von Person 2 ...". Hofft aber trotzdem, daß die Leserinnen in etwa das gleiche Bild vor Augen haben wie man selbst.
Nur am Rande will ich erwähnen, daß das auch bei Sexszenen ein großes Probem ist ;)
baggeli
4. Sep 2012 06:53 (UTC)
Hallo cricri!
Das Bild habe ich eingefügt, als du gerade in den Urlaub gestartet bist. :D
Ja, Stellungen sind immer schwer zu schreiben. *seufz*
(Dass das bei Sexszenen auch nicht einfach ist, kann ich mir sehr lebhaft vorstellen. Ich hatte allerdings nicht vor, das auszuprobieren.)

Bei mir ist es ja eher weniger das Kuscheln, meist haben sie wieder irgendetwas angestellt und sitzen/liegen/stehen deshalb nicht so wie jeder normale Mensch; da komme ich dann auch immer schnell an meine Grenzen, denn wie du schon sagst: man will sich ja nicht totformulieren. :D

Was das Bild angeht, es ist leider wirklich nur Kritzelei, zu mehr bin ich nicht fähig. Ich heiße ja leider nicht Farfie oder Cara. *seufz* Zum Glück trägt Boerne Bart und Brille, das macht die Unterscheidung einfacher. Der Pfannkuchen daneben kann ja dann immer nur Thiel sein. *doh*
cricri_72
4. Sep 2012 08:44 (UTC)
meist haben sie wieder irgendetwas angestellt
*snicker*

Thiel wie Thiel aussehen zu lassen, muß wirklich sehr schwer sein. Haben wir ja auch letztens bei dem Storyboard-Zeichner gesehen ... Also bei Dir ist die Nase schon ein Hinweis :) Und daneben kann ja dann immer nur Thiel sein stimmt in jedem Fall :D
earnur5
31. Aug 2012 16:17 (UTC)
Juhuhu!
Ich habe es mal geschafft was von dir zu lesen. Ich arbeite mich nun langsam mal durch^^
Ich mag ja "Höllenfahrt" auch total gerne. Vor allem, wenn die beiden streitend durch den Wald stapfen. :)
Ich finde du hast den Faden schön weiter gesponnen.
Mein abselutes Lieblingswort: "Hightech-Karre", passt wie die Faust auf`s Auge.
Schön dass sich Thiel so um Boerne kümmert. Das kann ich mir sehr gut bei ihn vorstellen und das Boerne nicht sagt, dass es ihn nicht gut geht ist auch passend.
Schön fande ich auch die Einleitung in die Geschichte. Spinnenweben, alte Balken und Gewitter. Man kann sich beim lesen richtig in die Stimmung von so einen alten Schuppen hineinversetzen.
Außerdem kuscheln die beiden. ^^ Da haste mich so und so als slash-leserin auf deiner Seite ;)
Die "Kuschelaktion" ist auch sehr realistisch beschrieben, vor allem finde ich es süß, dass Thiel freiwillig mit Boerne seine Weste und Kopfschmerztabletten teilt.
Ja, die beiden... teilen sogar das letzte Hemd miteinander. Einfach nur niedlich.^^
Der Übergang zur eigendlichen Tatortfolge ist dir auch gelungen.
Ich habe als Zuschaue bei der Folge nämlich immer das Problem, dass mir die Szene, wo Boerne das Motorrad repariet und Thiel auf Toilette stürzt, nicht so gut gefällt. Weil die beiden da so mürrisch zueinander sind. (Gut, ich persönlich habe noch nicht durchnässt in einer Scheune übernachtet. Wer weiß, wie ich so drauf wäre,...) Aber was du draus gemacht hast, ist toll. Ich werde das nächste mal wenn der Tatort kommt einen ganz anderen Blick auf die Szene haben.^^

lg Earnur
baggeli
31. Aug 2012 16:56 (UTC)
Huhuuuuuuu! Wie schön, dass du mal 'vorbeikommst'!! *hüpf*
Ja also diese Szene, in der Thiel sein Geschäft erledigt, die hätten sich die Tatort-Macher nun wirklich schenken können. Die habe ich ganz bewusst mit keinem Wort erwähnt, sowas trifft überhaupt nicht meinen Geschmack! (Es gibt da noch was ähnlich peinliches, ich glaube in Herrenabend, da hat Thiel irgendwie Tagträume bzgl. dieser Steuerprüferin, die bei Boerne alles auf den Kopf stellt. Diese Fremdschäm-Szenen mag ich echt gar nicht!)

Was das Teilen des letzten Hemdes angeht (niedlich gesagt ^^): ich bin tatsächlich der Meinung, dass Thiel sich kümmern würde, wenn es Boerne mal wirklich schlecht gehen würde; er klingt z.B. ganz schön besorgt in dieser Folge, als Boerne nicht sofort wieder wach wird nach dem Schlag auf den Kopf. Oder ich erinnere mich an Mörderspiele, als Boerne im Kartoffelroder landet. Da schreit er sich ja in Panik die Seele aus dem Hals. Also, egal wie sie sich zoffen, meiner Meinung nach liegt ihnen trotzdem was aneinander.
Ansonsten freue ich mich sehr, wenn es dir gefallen hat!! *radschlag* ;o) Höllenfahrt ist einfach Kult, die Folge war meine Einstiegsdroge, als ich vor einigen Monaten auf den Münsteraner Tatort aufmerksam wurde. Danach habe ich alles angesehen, was mir in die Finger kam! ;D
Bis dann! Ich hoffe, du schaust mal wieder rein!

Edited at 2012-08-31 16:57 (UTC)
earnur5
1. Sep 2012 06:08 (UTC)
*hihi*
Ich habe festgestellt, dass wir doch einige Gemeinsamkeiten haben *schlag ein*
Die Szene mit der Steuerprüferin in "Herrenabend", fand ich auch doof. Die ist mir auch wieder in die Nase gefahren, als ich vor ein paar Wochen die Serie als Wiederholung geschaut habe.
Und "Höllenfahrt" war ebenfalls mein aller erster Tatort, den ich im Fernsehen gesehen habe. Hast schon recht. Die Episode ist einfach Kult. ^^
PS: "Mörderspiele" war übrigens die erste DVD, die ich mir vom Tatort geholt habe. Wi das doch alles zusammenpasst.^^


Edited at 2012-09-01 06:10 (UTC)
baggeli
1. Sep 2012 09:42 (UTC)
Hehe, das passt ja wirklich alles gut zusammen! *high-five* :D
Na, dann schau dich hier doch noch mal weiter um; es gibt schon was zu Mörderspiele, vielleicht magst du das auch. Ist aber post-ep, das konnte man irgendwie nicht gelungen in die Folge einbetten.
Und in "Nachwirkungen" landet Thiel in Boernes Bett; dass dürfte dir als Slash-Leserin doch auch gefallen! *zwinker*
Ein schönes Wochenende!!

Edited at 2012-09-01 09:42 (UTC)
cricri_72
4. Sep 2012 05:27 (UTC)
*butts in*

Bei mir hat auch alles mit Höllenfahrt angefangen ... Letztes Frühjahr, etwa im März. Ich kannte den Münsteraner Tatort zwar schon vorher und habe ein paar der frühen Folgen "zeitgenössisch" gesehen, aber dann irgendwie aus den Augen verloren. Mag sein, daß ich in der Zeit einfach zu vile zu tun hatte um fernzusehen *hust*

Jedenfalls hat es bei der Höllenfahrt-Wiederholung klick gemacht :) Was in meinem Fall bedeutet, daß ich mal gegoggelt habe, ob es Slash zu den beiden gibt, weil die demaßen danach verlangen ... ;)
baggeli
4. Sep 2012 06:40 (UTC)
Also ich muss ja zugeben, dass die mit Anspielungen im Münsteraner Tatort echt nicht zimperlich sind. Frag mich jetzt nicht wo (ihr Slasher werdet die Szene bestimmt ausgedruckt und eingerahmt an der Wand hängen haben), aber gab es nicht mal von Thiel: "In Ihnen möchte ich jetzt auch nicht stecken?" Da hab ich mich echt verschluckt; ähnlich, wie bei der Handschellen-Zote. *lol*
cricri_72
4. Sep 2012 08:41 (UTC)
Wolfsstunde: die Szene, in der sie das Hotelzimmer des einen Verdächtigen durchsuchen (der Exfreund des Mordopfers, den alle außer Thiel verdächtigen, und hier behält ausnahmesweise mal Thiel recht). Äußerst unpassend an der Stelle, wenn ich das so sagen darf ;)

Gerahmt überm Bett habe ich das aber nicht hängen :D

"Wolfsstunde (missing scenes)" war mein zweiter Text und ein Versuch, Ergänzungen zum Original zu schreiben. Deshalb habe ich die Folge x-mal gesehen und Text mitgeschrieben ...

Die Handschellen-Geschichte habe ich übrigens ganz lange gar nicht als Witz erkannt *hust* Ich dachte, er hat die Handschellen halt wirklich neben dem Bett liegen ...
baggeli
4. Sep 2012 08:54 (UTC)
Ach deshalb wusste ich nicht genau, wohin mit dem Spruch. Wolfsstunde mag ich nicht, das habe ich nur einmal geschaut und nie wieder. ;)

Das mit den Handschellen... ein Schelm, der böses dabei denkt! (Es wirft ja wohl ein schlechtes Licht auf mich, dass ich im Gegensatz zu dir gleich losgegrölt habe an der Stelle)
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