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Ich erlaube mir einfach mal, hier den Post herzukopieren, den wir gestern Abend bei uns im JJL-Blog veröffentlicht haben.

Vielleicht gibt es ja jemanden, der sich für Lektüre dieser Art begeistern kann. Ich hatte jedenfalls eine Menge Spaß beim Lesen. :D

Fanseite Mara Header


Inhalt:

Die 14-jährige Mara Lorbeer wäre am liebsten ein ganz normales Mädchen. Doch so recht gelingt ihr das nicht: ihre intensiven Tagträumereien verleiten sämtliche Klassenkameraden dazu, sie ständig zu hänseln. Und als ob der Stress in der Schule nicht reichen würde, setzt ihre extrem esoterisch angehauchte Mutter, die keine Skrupel hat, Mara zu Baumsprech- und Erdmutter-Seminaren mitzuschleifen, ihrem Dasein schlicht die Krone auf.
Entnervt von alldem entscheidet Mara, dass sich etwas ändern muss – keine Tagträumereien mehr, ein neues Leben beginnt! Jawohl, von jetzt auf gleich! Entschluss gefasst und unmittelbar in die Tat umgesetzt!

Doch dann erfährt Mara, dass ausgerechnet sie eine der letzten Seherinnen ist – eine Spákona. Und nur sie kann mithilfe ihrer besonderen Gabe verhindern, dass sich der Halbgott und Dämon Loki von seinen Fesseln befreit und zu einer Gefahr für die ganze Welt wird.  Also das genaue Gegenteil dessen, was sie sich am sehnlichsten wünscht, vielen Dank.

Es hilft nichts: Mara muss sich der Aufgabe stellen und lernen, ihre besondere Gabe zu akzeptieren…


“Mara und der Feuerbringer”, eine aufregende und witzige Abenteuergeschichte von “Bernd-das-Brot”-Erfinder und Adolf-Grimme-Preis-Träger Tommy Krappweis: mit einer ungewöhnlichen Heldin, ihrem liebenswerten und intelligenten Helfer, vielen spannenden Fakten über die Götter- und Sagenwelt unserer Vorfahren und ausführlichem Anhang, Begriffserklärungen und Lesetipps zum Weiterforschen.

Fortgeführt wird das in sich abgeschlossene erste Buch durch den schlicht wunderbaren Nachfolger: “Mara und der Feuerbringer – Das Todesmal” und findet seinen fulminanten Abschluß in dem rasanten Band “Mara und der Feuerbringer – Götterdämmerung”.

Beide Bücher haben eine ausführliche Beschreibung verdient, wir werden demnächst auf sie eingehen.


Tommy Krappweis über sein erstes Buch:

“Durch die Beschäftigung mit der germanischen Mythologie wegen der Recherche für eine TV-Serie stand eines Tages überraschenderweise die vierzehnjährige, leicht mürrische Mara vor mir und verlangte, geschrieben zu werden. Ab da war mir klar, dass das zuallererst einmal ein Roman sein musste und alles andere würde man dann sehen.“

So entstand ein ungewöhnliches Jugendbuch mit einer Mischung aus Harry Potter, DaVinciCode und dem ganz speziellen Humor des Autors. Ebenso wie beim dauerdeprimierten Brot gibt es bei „Mara und der Feuerbringer“ nach oben hin keine Altersgrenze: „Im Fernsehen würde man es wohl Familienunterhaltung nennen. Denn jeder kann sich etwas rausziehen, das ihn anspricht – und es muss eben nicht zwangsläufig das gleiche sein. Da ist eine Lektion, die ich bei Bernd das Brot gelernt habe.“

Tommy Krappweis arbeitete an „Mara“ zusammen mit Professor Rudolf Simek von der Universität Bonn, da die Fakten und Zusammenhänge der germanischen Mythologie dem aktuellen Stand der Wissenschaft entsprechen sollten. „Darum findet sich am Ende des Buches auch ein Anhang von Prof. Simek mit Namens- und Begriffserklärungen plus eine subjektive Bücherliste mit Sekundärliteratur.“

Die Federzeichnungen im Buch stammen von Tommys Stiefbruder Adriaan. „Wir kennen uns seit der Fachoberschule, wo wir meinen geschiedenen Vater mit seiner geschiedenen Mutter verkuppelt – und schließlich verheiratet – haben. Adriaan zeichnet und malt so verdammt gut, dass ich erst in Erwägung zog, ihn dafür zu würgen. Jetzt freue ich mich jedes Mal, wenn ich das Buch aufschlage und seine Zeichnungen darin finde.“



Rezensionen und interessante Links rund um die Bücher:


Mara_Thoni meint:

Was soll ich sagen? Eigentlich wollte ich die Mara-Trilogie nicht lesen und ich weiß auch gar nicht mehr so wirklich, was mich letztlich dazu bewegt hat, mir die Bücher zu kaufen. Aber glücklicherweise mache ich selten halbe Sachen und habe mir dann sofort, quasi auf gut Glück, alle drei Bände auf einmal besorgt.

Und das war auch gut so, denn direkt den ersten Band habe ich fast nicht mehr aus der Hand gelegt, sondern in einem Zuge durchgelesen. Die Sprache ist so lebendig, fesselnd und witzig zugleich. Mehrfach habe ich bei einzelnen Passagen vor Lachen nicht mehr weiterlesen können. Dann kamen wieder Szenen, die so spannend waren, dass ich einzelne Seiten nur quer gescannt habe, weil ich es nicht abwarten konnte, wie es weitergeht mit der Handlung. Das macht für mich ein gutes Buch aus, wenn ich die Welt darum vergesse, und es nicht aus der Hand legen möchte, bis es ausgelesen ist.

Die Geschichte ist einfach wunderbar erzählt, ohne den Anspruch zu haben, die Mythologie detailgetreu wiederzugeben. Tommy Krappweis ist ein Spagat gelungen, den nur wenige Autoren beherrschen, nämlich eine Geschichte so zu erzählen, dass Kinder wie Erwachsene gleichermaßen Freude daran haben können.

Der eigenen Phantasie werden Tür und Tor geöffnet. Sympathisch sind die Hauptprotagonisten allemal, obwohl oder gerade weil sie nicht die geborenen Superhelden sind, ein auf den ersten Blick ganz normal erscheinendes Mädchen und ein Geschichtsprofessor. Der Autor Tommy Krappweis hat sie so liebenswert zum Leben erweckt, dass man sie einfach mögen muss.

Wer bereit ist, die beiden auf ihrem Abenteuer durch die Mythologie zu begleiten, wird sicher nicht enttäuscht werden.


Bagginicole meint:

Wenn ich ein Buch lese, braucht das Machwerk bereits auf den ersten paar Seiten mindestens eine Hauptperson, die mich anspricht und mitreißt, oder das Schreibwerk landet schon nach sehr kurzer Zeit in der Ecke. Diese relative Ungeduld mag eine schlechte Angewohnheit sein und vielleicht sind mir auch deshalb schon echte Meisterwerke durch die Lappen gegangen, denen ich nicht lange genug eine Chance gegeben habe, aber es ist wie es ist – entweder, ich bin schnell Feuer und Flamme, oder gar nicht.

Meist, auch wenn ich den Grund nicht nennen kann, ist es ein männlicher Protagonist, für den ich mich begeistere, Frauen trifft es so gut wie nie. Aber als ich „Mara und der Feuerbringer“ das erste Mal aufgeschlagen und schon während des Anfangskapitels immer wieder laut zu lachen angefangen habe, hat sich zügig herauskristallisiert – ich habe (m)eine Heldin gefunden! Selten so geschehen, aber in diesem Fall war es gleich klar: Mara ist genau mein Geschmack.
Ihres Zeichens Schülerin, ohne Vater aufwachsend und nicht nur mit einer sehr… sagen wir, eigenwilligen Mutter bedient, sondern auch noch gebeutelt durch die Tatsache, dass sie sich dermaßen in ihre intensiven Tagträumereien verlieren kann, dass sie minutenlang nicht mehr ansprechbar ist. Man ahnt schnell, dass das nicht die besten Voraussetzungen sind für den felsenfesten Entschluss, den sie schon nach kurzer Zeit trifft: „Ich will ab sofort die normalste Vierzehnjährige auf der Welt sein“.

Nun, Mara macht das nichtsdestotrotz echt toll, ihr Vorhaben klappt ziemlich genau eine Busfahrt lang. Bis der letzte Satz des ersten Kapitels eine solche Bombe platzen lässt, dass meiner Tochter beim Lesen schlicht der Mund offen stehen blieb. :D

Ich werde mich jetzt nicht weiter in Details verlieren, ich kann nur jedem ans Herz legen, das Buch zu lesen. Es ist einfach unbeschreiblich witzig, spannend und besonders in Bezug auf die deutsche Mythologie total lehrreich. Dabei wird es aber nie zu schwer, sondern ist so erfrischend und locker frech weggeschrieben, dass man es nicht aus der Hand legen kann. Mara ist herrlich, die Geschichte ist aus ihrer Sicht geschildert und sie lässt den Leser an Gedankengängen und Beobachtungen teilhaben, die einem regelmäßig die Lachtränen in die Augen treiben. Ich war sofort begeistert von ihr. Und spätestens, als Professor Weissinger, ihre größte Hilfe und Stütze in dem Abenteuer, im Buch Einzug gehalten hat, war ich nur noch hingerissen. Der Mann ist so liebenswert, der ist fast zu gut um wahr zu sein. Beide zusammen sind einfach das beste Duo, das mir in sehr sehr langer Zeit untergekommen ist.

Auf „Mara und der Feuerbringer“ bin ich aufmerksam geworden, als Jan Josef Liefers letztes Jahr auf seiner Facebookseite ein Foto von den Dreharbeiten gepostet hat. Kaum hatte ich es gesehen, wurde ich neugierig und habe zu recherchieren begonnen, was es denn mit dieser Geschichte auf sich hat. Das führte dazu, dass ich bereits beim Lesen die Gesichter der Schauspieler vor Augen hatte, statt mir die Charaktere selbst auszumalen – aber das hat der Sache keinen Abbruch getan, ganz im Gegenteil. Die Darsteller sind wunderbar ausgewählt, ich bin begeistert. Und so sehr ich die Bücher liebe, mindestens so sehr freue ich mich auf den Kinofilm!


Comments

( 6 Kommentare — Kommentar hinterlassen )
cricri_72
1. Jun 2014 12:54 (UTC)
Hm, Bernd-das-Brot-Erfinder klingt gut. Ich bin an sich, obwohl ich ja einiges in der Richtung lese (Terry Pratchett, Tolkien ...), immer eher zurückhaltend bei allem, was Richtung Fantasie geht. Aber vielleicht lese ich mal rein :)

Edit: Oh, Du hast einen neuen Header! Tolles Foto. Aus dem neuen Tatort, nehme ich an?

Edited at 2014-06-01 12:55 (UTC)
baggeli
1. Jun 2014 15:29 (UTC)
Ich kann dir die Bücher wirklich nur empfehlen, sie machen Spaß. 😊
Was den Header angeht, ist das ein Pfusch. 😉 Aber Boerne ist aus dem neuen Tatort, das stimmt natürlich. Und meine Fantasie läuft schon wieder Amok... *lol*
Hab nur keine Zeit, zu schreiben. *seufz*
cricri_72
1. Jun 2014 16:26 (UTC)
Ich war mir sicher, das ist ein Originalphoto mit den beiden im Krankenhaus!
baggeli
1. Jun 2014 17:18 (UTC)
Ich hab' mir auch viel Mühe gegeben! *lol*
Nein, Thiel ist aus "Hinkebein", als er bei Katja Brauns Tochter im Internat auf dem Bett sitzt. Aber Boerne ist "original" aus dem neuen Tatort, von der Filmpool-Seite (http://www.filmpool.de/tl_files/content/produktionen/Tatort%20Mord%20ist%20die%20beste%20Medizin/Tatort_Bild_33-2093homepage.jpg)
cricri_72
1. Jun 2014 17:55 (UTC)
Da hast Du ihm aber einen attraktiveren Gesprächspartner aufs Bett gesetzt ;)

Die Manipulation hätte ich absolut nicht erkannt. Und bei Thiel hatte ich auch vergeblich gegrübelt, hatte auf "Die chinesische Prinzessin" und "Satisfaktion" (wobei, da sah er schon noch jünger aus) getippt, weil er da zumindest mal in einem Krankenhaus war. Aber Du hast ihn ja "umgesetzt".
baggeli
1. Jun 2014 18:49 (UTC)
Da hast Du ihm aber einen attraktiveren Gesprächspartner aufs Bett gesetzt ;)
*lol*
Aber selbstverständlich. Boerne hat doch hoffentlich mal Thiel zu Besuch. :D
(abgesehen davon sieht der Zimmernachbar ja echt krass aus... eindrucksvolle Type. Dabei hätte ich gewettet, dass Boerne Einbettzimmer versichert ist :D )
( 6 Kommentare — Kommentar hinterlassen )

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