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Und ich meine! spoilerfrei. Ich verspreche es.

Schwanensee – was für ein schöner Tatort! Und damit beziehe ich mich nicht nur auf die spektakuläre Leistung des Kameramannes.

Ich mach’s kurz:
Faszinierend gefilmt, etwas unaufgeregter, nicht jeden Kalauer um jeden Preis verballernd – ich liebe die Folge!

Boerne und sein Zusammenspiel vor allem mit einem der Bewohner der Anstalt erinnern an Glanzpunkte in den besten frühen Folgen (Sag’ nichts u.ä.). Der Professor darf einfach einmal wieder beweisen, dass er nicht nur Verstand, sondern auch Herz hat. Wunderbar!
Außerdem agieren er und seine Alberich zusammen so liebevoll wie seit Jahren nicht mehr. Selten durfte Frau Haller so deutlich zeigen, wie sie ihren Chef durchschaut. Ich hätte den beiden noch ewig zuschauen können! Eine echtes Highlight dieser Folge.

Einzig Thiel musste wieder etwas viel herummosern… wenn auch nicht so sehr gegen Boerne diesmal, sondern gegen alle anderen. Vor allem auch gegen Nadeshda, das Verhältnis zwischen den beiden war mir etwas zu angespannt. Das ist schade, das ginge auch anders. Bei ihm hätte ich gern etwas öfter das verschmitzte, augenzwinkernde miniatur-Lächeln gesehen, dass er in den ersten Folgen so gut drauf hatte. Er hat diese mürrisch-prollige Art gar nicht nötig, er kann auch anders. Trotzdem hatte er auch herrliche Szenen, keine Frage!

Immer wieder gibt es echte Lacher im Film, meist im Zusammenhang mit den Bewohnern der Anstalt. Was diese angeht, finde ich sie genial gecastet, aber es wird garantiert wieder ein Dutzend sogenannter (selbsternannter?) Kritiker geben, die dem Tatort Oberflächlichkeit und Eindimensionalität in ihrer Darstellung vorwerfen. Die Leute werden ihnen nicht echt genug sein, nicht glaubwürdig genug in ihren Konflikten.
Ich persönlich sage: man konnte nicht jedem der Bewohner ein halbes Dutzend Marotten an den Hals flicken, die Zeit hätte niemals gereicht, sie alle vernünftig zu beleuchten.  So wie sie sind, sind sie hingegen wunderbar. Jeder hat einen Spleen, der ihn weiß Gott genug einschränkt – und allen Schmunzlern zum Trotz sind sie dabei stets liebenswert.

Gleiches gilt für Frau Klemm, die ein paar echte Brüller abliefert und auch für Vaddern, der den Running Gag des Filmes einläutet. Dieser war dann zwar ab dem ersten Mal vorhersehbar, aber ich glaube, allein deshalb habe ich noch mehr darüber gelacht.

Meine Meinung: eine Top-Folge! Vor allem für die, denen wichtig ist, dass Boerne nicht zur reinen eklig-arroganten Witzfigur verkommt, wie zum Beispiel in Summ, summ, summ, sondern allen Verrücktheiten und aller Genialität zum Trotz liebenswert und ernstzunehmen ist.

Was mich allerdings nach der Ausstrahlung beschäftigt hat (und nein, auch dies ist denke ich kein Spoiler): was ist das hier auf diesen Bildern? Davon war weit und breit nichts zu entdecken. Offizielle Pressefotos, deren Szenen es nicht in den Tatort geschafft haben. Ich glaube, das habe ich so noch nicht beobachtet....

Da kann ja dann munter drauf los spekuliert werden. :)



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